Ruhe in Frieden

Verwandte und Freunde meiner Mama Christa waren der Einladung gefolgt und trafen sich am Parkplatz des RuheForst´s am Deister. Das Wetter meinte es gut mit uns und so wehte der Wind die dicken Regenwolken fort. Im Wald war es angenehm – alles andere war schon unangenehm genug.

Es wurde ein Gedicht verlesen, welches ich mir zuvor aussuchen durfte, … ich wählte eins, in dem ein Engel vorkam.

Andachtsplatz

Die Urne, perlmuttschimmernd mit Goldrand und Engel.

Der letzte Weg

Im Stillen gedachten die Trauergäste meiner Mutter, während die Vögel im Hintergrund zwitscherten. Ach, ich glaube, dass hätte meiner Mama gefallen, auch wenn es etwas kitschig anmutet. Kitsch ist manchmal klasse.

Bei der Frage, ob sich jemand als Träger der Urne findet, zuckten alle erschrocken zurück … auch die Jüngeren unter uns. Diesen Part übernahm dann auch der RuheForst-Begleiter und so wanderten wir über einen weichen Holzverschnitt-Teppich zum Baum, wo die Urne eingelassen werden sollte.

Andachtsplatz

Das war für die älteren Teilnehmer schon ein kleiner Gewaltmarsch. Rauf und runter … es war so bergig … mal nach Rechts, dann wieder Links herum und über eine kleine Holzbrücke. Und ich wünschte mir in dem Moment, dass die Leute, die jetzt diese Wanderung unternahmen, auch Strapazen hätten auf sich nehmen können, als meine Mama noch lebte.

Wenige haben meine Mutti im Pflegeheim besucht – und wenn, dann nur ein Mal innerhalb von einem Jahr. Einige kamen nie. Dafür gäbe es nur eine einzige Entschuldigung: die Entfernung. Doch genau dieser Teil der Verwandtschaft, die den längsten Weg hatte, war gleich mehrmals angereist.

Am Urnenplatz und Baum

Schalen mit Blüten und Sand standen bereit … und der Wald war es auch.

Nachdem die Urne eingelassen und wir uns gegeseitig getröstet hatten, gingen wir langsam … weg.

Wir ließen den Wald hinter uns und entfernten uns so schnell, dass das Gehirn die Schnelligkeit kaum verarbeiten konnte. Es trat eine unbeschreibliche Leere an die Stelle, die zuvor noch mit den Tränen rang. Ein letzter Blick auf ein Foto in silbernem Rahmen und ein Licht, welches symbolisch der Seele meiner Mama den Weg weist, blieb gedanklich im Wald zurück.

Die Trauerfeier fand in dem Lieblingsrestaurant meiner Mama statt. Wir haben viele Geburtstage, Taufen und Hochzeiten im ‚Donau Grill‚ gefeiert.

DSC06615-FB

Im Biergarten haben wir dann alte Fotos gesichtet, die meine Tante mitgebracht hatte. Viele davon kannte ich nicht, aber die meisten hatte mein Opa (der Vater meiner Mutter) mit seiner Praktika fotografiert. Die muss ich natürlich haben. Ich bin gespannt.

DSC06625-FB

Ein Leben danach … scheint möglich. Doch ich fühle mich leer … es fehlt wieder ein Stück meines Herzens. Vielleicht ist es das letzte Stück und das Gefühl ist stärker als jemals zuvor. Ich kann mir nicht vorstellen noch mehr zu verlieren.

Ja, ich fühl mich alleingelassen.

Und der Verstorbene? … Es bleibt von der Person nichts, außer Erinnerungen für die Verwandten, Freunde und den Bekannten. Das geht für mich irgendwie nicht zusammen … man ist einfach weg. Man kann nicht anrufen und auch nicht hinfahren. Es wird sein, wie damals bei meinen Großeltern: ich stand vor dem Grab und redete mit dem Stein. Jetzt werde ich im Wald stehen und mit einem Baum reden. Im Gegensatz zu einem Stein, versteht mich der Baum wenigstens … Bäume haben eine Seele und sie können Signale aussenden. Das weiß ich schon länger, als moderne Förster. [Buchtipp: Förster Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume]

Ein paar Dinge, die nicht einfach so verschwunden sind, nennt man Nachlass – ohne juistischem Hintergrund, und ist soviel mehr, als nur das, was so in einem Leben angesammelt wurde.

DER KAMPF GEHT WEITER

Der Nachlass ist auch das, was den Erben, Kindern oder Eheleuten, leider mit viel Arbeit und Kampf mit den Behörden zurücklässt. Rechnungen treffen ein und ich habe wieder Formulare ausgefüllt und Anlagen, wie die Sterbeurkunde, verschickt.

Die Deutsche Rentenversicherung* hat die überwiesene Rente, sofort wieder eingezogen … Minus auf dem Girokonto meiner Mutter !!!

Das ist der fehlende Betrag, den das Sozialamt Fachbereich Senioren immer noch bezahlen muss (siehe dazu Blogbericht: Pflegeheim kündigt Heimplatz). Der Betrag, der aus der Räumung herührt, die teurer wurde als das Sozialamt gewollt hatte, ist noch immer nicht auf dem Konto eingegangen (näheres im Blog).

Minus auf dem Girokonto.

Ich habe einen Antrag an die DRV* geschickt. Mir steht als Hinterbliebene die Rente zu – dachte ich zumindest. Doch vorerst kann ich gar nichts tun, weil kein Geld da ist.

Wer mir helfen möchte, der möge bitte direkt auf das Konto der Commerzbank / IBAN: DE87 2508 0020 8338 0944 00 / BIC: DRESDEFF 250 eine Direkt-Einzahlung vornehmen.
Ein Ende ist zumindest noch nicht in sicht, was den Krieg mit den Behörden angeht. Ich vermute, das wird mir mein Leben versauern.

Doch jetzt begebe ich mich erstmal in den Wald …

Blick in den Wald

Waldgesichter

… lausche nach Geräuschen

… schaue nach Gesichtern

… gehe in Gespräche

… und bin gespannt, was ich alles finde.

                     Liebe Grüße 

Grün-dunkel-FB_auf-WordPress-Gelb_1

Fotos: Max Heise | Foto-Bearbeitung,Zusammenstellung, Blog: Francis Bee

 

 

 

Der letzte Weg

Nachdem ich nun alles getan habe, damit der Pflegeheimplatz meiner Mutter nicht gekündigt wird und ich immer noch auf das Geld vom Sozialamt warte, hat sich meine Mutter aus dem ‚Staub‘ gemacht. Nun stehen, neben den alten, neue Rechnungen ins Haus: die Beerdigungskosten.

Christa

Meine Mama – Aufnahme bei einer Feier entstanden

Die eigenmächtigen Abbuchungen des Pflegeheimes (kompletter Betrag) haben ein Loch gerissen, welches annähernd die Höhe des Verwahrgeldes in der Gesamtsumme zw. Juni 2019 bis Mai 2020 umfasst. Das Verwahrgeld wird auf gleichnamiges Konto in dem jeweiligen Alten-Pflegeheim für private Ausgaben oder Anschaffungen für Heimbewohner hinterlegt und bei Bedarf ausgezahlt. Es wird für Zusatzausgaben wie Friseur, Nagelpflege oder Sonderwünsche des Bewohners verwahrt. Die Höhe des Verwahrgeldes richtet sich nach Höhe der Rente, aber es gibt bei kleinen Renten einen Mindestsatz. Zusatzleistungen, wie rezeptfreie Medikamente, Podologie, Telefon, Essen außerhalb der Einrichtung oder der Friseurbesuch usw. sind nicht in den Heimkosten bzw. -ausgaben enthalten. Einzige Ausnahme: der/die Heimbewohner*in kann nicht mehr selbstständig die Wege erledigen.

Meine Mama hatte nach einem Schlaganfall Aphasie. Das ist eine Störung, die das Sprachzentrum betrifft. Meine Mutter konnte nicht mehr lesen und schreiben, sprechen (fast) nur mit verdrehten Buchstaben und so hat sie vermutlich alle anderen auch nicht verstanden. Sie fand das schrecklich, denn sie konnte sich nicht mehr so artikulieren, wie es gewöhnlich war. So manches gab mir Rätsel auf. Doch es war weit mehr bei dem Schlaganfall getroffen worden. So auch das Verständnis für notwendige Dinge. Sie entwickelte geradezu eine Phobie gegen Wasser und schreckte bei Wasserberührung regelrecht zurück – schließlich wehrte sie sich mit allem, was ihr zur Verfügung stand. Wir nahmen abstand. Was solls auch. Sauberkeit wird überschätzt – juckt nur manchmal – und in dem Alter werden sportliche Aktivitäten, bei denen man derart ins Schwitzen kommt, dass man duschen möchte, auf die nötigsten Gänge zum Essen, Toilette und einem kleinen Spaziergang beschränkt. Und juckt das Fell besonders, kann man es ja mal mit einem Schwimmausflug an die Kiesteiche versuchen … im Hochsommer. Doch auch dazu ist es leider nicht mehr gekommen.

Sie war Friseurin ( … so heißt das, und nicht Friseuse, erklärte mir einmal meine Mutter) und hat sich die Haare selbst geschnitten. Bestenfalls hat sie eine ehemalige Kollegin und langjährige Freundin an ihren Kopf gelassen. Für die Nagelpflege habe ich eine junge Dame engagiert, die ein transportables Nagelstudio-Equipment hatte. Bezahlt habe ich das aus dem Bankkonto meiner Mutter, obwohl dafür eigentlich das Verwahrgeld im Heim eingesetzt werden sollte.

Trotz der Absprache im Januar 2020 hat das Pflegeheim die komplette Rente ohne Einwilligungserklärung vom Konto eingezogen. Die Höhe des Verwahrgeldes würde gerade ausreichen um Nagel- und Fußpflege, Friseur, Zusatz-Versicherung für Zahn und Brille, Telefon und Kontoführungskosten zu decken. Wenn aber die komplette Rente abgezogen wird, entsteht ein Loch / Minus auf dem Bankkonto. … ich hatte einen Rechtsanwalt eingeschaltet … .

Mamas fortschreitender Verfall

Einziger Trost: meine Mama hat mich bis zum Schluss erkannt und sich gefreut. Ich konnte sie zwar nicht mehr in den Arm nehmen, aber immerhin besuchen … und in der Quarantänezeit nach ihrem Krankenhausaufenthalt, befand sie sich im Erdgeschoss des Pflegeheimes, was mir die Möglichkeit gab, sie wenigstens durch das Fenster sehen zu können. Nur das … und es brach mir fast das Herz. Das letzte Mal, als ich bei ihr war, musste ich weinen, als ich ging. Das war nicht gut – für meine Mama.

Trotzdem kommt der Moment, wo es heißt, endgültig Abschied zu nehmen. Und dieser Moment kommt immer zur Unzeit. Darauf kann man sich nicht vorbereiten.

Lebens-Collage

Das Leben meiner Mutter in Portraits mit ihren drei Männern (mein Papa, oben rechts).

Am 26.05.2020 – High noon – war es soweit. …

High noon gehörte zu den Lieblingsfilmen meiner Mutter. Das hat sie ja toll hingekriegt, dachte ich sofort.

Mein Leben blieb stehen … ein Nichts breitete sich in mir aus … alles verschwamm … jede Handlung wurde zu einer unfühlbaren Tätigkeit … taub und stumm fühlt sich das an. Die Ohren hören nicht mehr, Telefonate geraten in einem Geflecht von Worthülsen zu zerfallen, eine merkwürdige Hektik ergreift das Herz und lässt es schneller schlagen, der Magen rebelliert und im Kopf brummt es. Geräusche werden abgeschnitten, zurückgedrängt, dumpf  … Watte … es ist wie Watte. Und am liebsten wäre ich durchsichtig.

Mit einem Mal war ich erwachsen = „Zwangserwachsen“. Ich wollte das nie: erwachsen sein. Doch wenn das letzte Elternteil nicht mehr da ist, ist man ganz sicher Erwachsen. Und man fühlt sich unsagbar allein. … Jetzt war ich es tatsächlich: Allein.

Ich musste, nachdem der Notarzt den Tod im Pflegeheim festgestellt und ich mich verabschiedet hatte, sofort zum Bestattungsinstitut … und man wählt eines, welches in der Nähe ist, egal welches man sich vielleicht zuvor schon mal angesehen hatte.

Einige Aufgaben übernimmt der Bestatter, was es aber nicht wesentlich einfacher macht. Behörden wurden informiert. Das alles kostet nicht nur Zeit. … Jede einzelne Kopie wie die Sterbeurkunde kostet Verwaltungsgebühren. Der Amtsakt im Rathaus umfasst die Ausstellung eines unscheinbaren Zettels mit Unterschriftenkürzel und einem offiziellen Stempel der Stadt in zweifacher Ausführung. Die Ausübung dauert maximal fünf (5) Minuten und Eintrag ins städtische Einwohnermelderegister … oder der Austrag.

Die Einäscherung erfolgt in einem Sarg aus Kiefern-Vollholz, roh inkl. Innenauskleidung. Bestatterwagen, Träger zur Überführung aus dem Pflegeheim und Nutzung des Transportsystems (nach Din EN 15017 = Europäische Norm für Bestatter), der Urnentransport, das Krematorium, Bestatterwagen und die Träger … alle Posten werden einzeln aufgeführt … das kostet. Dazu kommen Kleinigkeiten wie hygienische Versorgung des Verstorbenen, Kleidung, Klimaraum bis zur Einäscherung, Orga und Koordinierung aller Termine, die Überwachung, Büromaterial, Telefon- und Portokosten … alles in allem kostet nur diese Abwicklung ab 2200,-€uro. Es geht auch günstiger und – wer hätte es gedacht – teurer … alles eine Frage der Information. Doch wer will sich damit befassen, wenn der Todesfall noch so fern .

Die Urne soll nicht aussehen, wie eine Blechbüchse – das war bei meinem Vater so, was mich nachhaltig prägt. Diese Büchse steckte in der für alle sichtbaren Urnenhülle, die aber meiner Meinung nach nicht viel besser aussah. Aber die Wahl war sicher auch eine Kostenfrage, denn die 2. Frau meines Vaters hatte kein Geld.

Mein Vater ist schon mit 66 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.

2008-08-14_Vati_Grabgesteck

Abschied mit Schreibfehler

Für meine Mama sollte es eine schöne Urne sein, die zu ihr passt und die sie sich auch ausgesucht hätte. Ich wählte eine perlmuttglänzende Urne mit einem Zierstreifen aus Goldfarbe und mit einem Engel drauf. Meine Mutti liebte Engel. Engel haben etwas wunderbares an sich, sagte sie einmal. Sie meinte, dass diese kleinen Engel überall hinfliegen können und dortbleiben, wo es ihnen gefällt. Und ich finde, sie hatte recht. Mich faszinieren auch Engel und ich glaube, meine Omi ist nach ihrem Tod 1979 ein Engel geworden. Sie hat mich schon beschützt. Das weiß ich, denn ich habe sie jedesmal gesehen … mit fast unsichtbaren Flügeln. Es war kein Traum … meine Omi schwebte an mir vorbei und sah mich an. Ich habe nicht geschlafen, sondern war hellwach.

Ein Engel aus der übersichtlichen Sammlung meiner Mama:

Urne+Engel-2

Die Urne ist von VÖLKSEN.

Ich habe einen ruhigen Platz gesucht … einen Wald, der zur Ruhestätte umfunktioniert wurde. So kann man die Natur schützen und jeden einzelnen Baum, denn der ist Grabsteinersatz und die Urnen lösen sich nach einer gewissen Zeit vollkommen auf. Nach Aussage der Bestatter ist diese Art der Urnenbeisetzung die Unauffälligste und Umweltschonendste. Keine Giftreste, die aus dem Körper entweichen und ins Grundwasser gelangen könnten. Keine Würmer oder Maden oder anderes schreckliches, das ein einem herumnagt … ich erinnere mich an dieser Stelle an eine Geschichte von Edgar Allen Poe. In einem furchtbar gruseligen Film fürchtete sich ein Mann vor dem Tod. Aber vor allem davor, dass er im verschlossenen Sag erwachte und unter der Erde ihn niemand hören würde, wenn er langsam unter der Erde vergraben erstickte. Das soll es tatsächlich gegeben haben. Nun … meine Mama ereilt dieses grausame Schicksal nicht und auch ich, werde so nicht dahinscheiden. Der Film hieß: Lebendig begraben (1962) mit Ray Milland. Das ist der Schrecken schlechthin. … vermutlich spuken die Hauptakteure noch immer durch das nebelwabernde Unterholz und versuchen Vorbeiziehende zu ermorden … . Da kommt die Krimischreiberin zum Vorschein, was derzeit bei mir viel zu kurz kommt.

Urnenbeispiele

Diese Urnen lösen sich unter der Erde auf. Fotos: Roman Thomas

Die doch eher schlichten Urnen sind teurer, als die farblich verzierten – wobei ich die Hölzerne noch am Schönsten finde. Außerdem waren keine mehr da. Liegt das etwa an höheren Sterbezahlen? … ungezählte Corona-Opfer?

Ich mag nicht spekulieren …

Zumindest hatte ich einen neuen Antrag an das Sozialamt gestellt. Bestattungen sind teuer und das Sozialamt schuldet mir noch was für die Räumung der Wohnung und die gestiegenen Forderungen des Pflegeheimes durch den Rechtsanwalt und Rücküberweisungen, die nur deshalb entstanden sind, weil das Sozialamt nicht bezahlt hat.

Ich hatte auch die Presse wegen der Nichtzahlungen des Sozialamtes angeschrieben. Jetzt hat sich tatsächlich ein angehender Reporter bei mir gemeldet und ich habe versucht in kürze vom Entstehen der ganzen Misere zu berichten. Ich hoffe, dass er mehr Glück hat und eine Auskunft bekommt.

Berichtsstand: 12.06.2020, Francis Bee

Pflegeheim kündigt Heimplatz

Sozialamt zahlt nicht

Deutsch / German

Die englische Version steht hinter der Deutschen. The English version is behind the German one.

Meine Mama war sehr hübsch, immer modern, sauber und gepflegt …

Auf dem Foto ist meine Mutter Christa zu sehen. Das Bild von 2020 zeigt sie an ihrem Geburtstag, mitten in der Corona-Krise. Es war ihr 79., den sie leider nicht mit mir feiern konnte. An dem Foto kann man aber erkennen, dass sie sich dennoch gefreut hat mich zu sehen. Ein Geburtstagsständchen gab es auch.

Die Spendenaktion ist beendet. Die Summe wurde NICHT erreicht. Wer mir aber noch helfen möchte, denn ich muss das Geld über einen Privatkredit beschaffen, der kann auf folgendes Konto der
Commerzbank / IBAN: DE87 2508 0020 8338 0944 00 / BIC: DRESDEFF 250 einen Betrag überweisen.

Was geschah:
Vor einem Jahr hatte meine Mama einen Schlaganfall.

Davor war sie immer modisch gekleidet und achtete auf ihr Äußeres. Sie pflegte ihren Lebensgefährten, der Demenz hat und mit dem sie schon 25 Jahre zusammenlebte. Das war anscheinend zu viel. Dass sie rauchte, war sicher auch ein Grund. Aber haben wir nicht alle ein Laster?

Die Diagnose nach dem Schlaganfall: Aphasie. Sie weiß wer ich bin und kann auch noch mit mir kommunizieren und sogar sprechen, aber man versteht die meisten Worte nicht und so verdreht kommen meine Worte vermutlich auch bei ihr an.
Meine Mama bekam nach dem ersten Krankenhausaufenthalt (siehe Beitrag: Diakovere und andere Verfehlungen) eine Reha und ich schöpfte Hoffnung, denn es sah recht gut aus. Doch nach einen Krampfanfall (Toddsche Parese) war alles noch schlimmer. Nun war klar, dass ich die Wohnung auflösen musste.
Ihr Lebenspartner wurde in eine geschlossene Einrichtung zwangseingewiesen und weil ich die Betreuung nicht übernommen hatte, wurde er nach einer Odyssee in einem neueröffneten Pflegeheim untergebracht. Dort wollte ich meine Mutter ebenfalls unterbringen, damit die Beiden zusammen sein können.

Warteraum im Eingangsbereich eines Krankenhauses

Ich begann den Auszug bzw. Umzug zu organisieren, leitete Kündigungen u.a. des Mietverhältnisses, ein und übernahm die Betreuung meiner Mutter. Selbstverständlich habe ich auch einen Sozialhilfeantrag gestellt und bekam auch schnell ein Gesprächstermin. Ich notierte die Eckinformationen.

Alles schien gut zu laufen, bis … bis ich dem Pflegeheim aus Unwissen, die Einzugsermächtigung vom Bankkonto meiner Mutter gab.
„Das machen wir immer so“, hatte man mir erklärt und sie habe ja ein Verwahrgeldkonto. Was ich nicht wusste war, dass die Zusatzversicherung für Brille und Zahnersatz, die Kontoführungsgebühren, Extras wie Unterwäsche nachkaufen, Medikamente -Rezeptgebühren und Privatrezept, Telefon und Haftpflicht-VS oder Nagel-/Fußpflege und Friseur * etc. davon nicht beglichen wurden, weil die Beträge ja nicht beim Pflegeheim, sondern von dem Girokonto abgezogen wurden. Außerdem zog das Pflegeheim die komplette Rente vom Bankkonto. Meine Anmerkung, dass der Freibetrag auf dem Bankkonto verbleiben musste verpuffte, wie auch der Hinweis die Rente erst ab Ende des Mietvertrages einzuziehen, weil ich die Zusatzkosten der Miete + NK nicht übernehmen kann. Doch das war anscheinend nicht angekommen oder wurde nicht ernst genommen. … Man kennt das ja: „So tun, als ob man kein Geld hat und in Wirklichkeit sind im Hintergrund die Millionen.“
Da war aber nichts. Auch nicht unter der Matratze.
Und ich kann keinen Ausgleich mehr schaffen. Ich bin selbst Schwerbehindert und Erwerbsgemindert und bekomme nur ALG-II. Da bleibt nichts mehr übrig. (siehe Beiträge: Wenn Krankheit in die Armut führt und Wenn Krankheit krank macht)

Das Sozialamt übernimmt diese Kosten* nicht.

Ich informierte alle relevanten Behörden und die Kranken- und Pflegekasse. Beantragte Hilfen und Freistellungen … verschrottete das 25-Jahre alte Auto und meldete es ab, was auch noch Geld kostete … rannte von einem Termin zum nächsten und schrieb mir die Finger wund. Und zwischendurch immer wieder in die Wohnung.

Als die Miete am nächsten Monat vom Konto abgebucht wurde und gleichzeitig die komplette Rente, stand das Konto meiner Mutter im Minus. Ich musste handeln und so entzog ich dem Pflegeheim wieder die Einzugsermächtigung und forderte die abgebuchte Summe zurück. Ich erklärte, dass das Konto nicht gedeckt sei und ich beim Sozialamt entsprechende finanzielle Unterstützung mittels eines sehr umfangreichen Fragebogens beantragt hatte. Wir verblieben so, dass ich das Geld zahlen sollte, wenn die Zahlungen eingingen.

Nun konnte ich die Miete bis zum Mietvertragsende bezahlen.
War aber dem Pflegeheim den Eigenanteil, der von der Rente beglichen werden sollte, schuldig geblieben.

Aber damit nicht genug.

Die Zusage für die Kostenübernahme zur Räumung der Wohnung hatte ich zwar vom Sozialamt (zuerst nur mündlich, später – viel später – auch schriftlich eine Woche NACH der eigentlichen Wohnungsräumung) erhalten, aber ich bekam noch lange kein Geld. Die Firma, die ich beauftragt hatte, sagte ab. Ich musste improvisieren. Das kostete zusätzlich … nicht nur Kraft, sondern auch finanziell und weil ich keinen Umzugswagen hatte, musste der Umzug mit Kleinwagen und Kleintransportern erfolgen. Es entstanden Kosten, mit denen ich nicht gerechnet hatte: Sprit, Abfallwirtschaft, Wäsche und Möbel ins Krankenhaus und Pflegeheim hin und her transportieren (auch für den Lebenspartner, der sonst gar nichts in seinem Zimmer hätte – der Betreuer ist eine Niete) und so weiter … . Am Ende war ich froh, dass das Pflegeheim nicht mehr die Rente abziehen konnte, doch wusste ich auch, dass ich die monatlichen Eigenanteilskosten schnell nachreichen musste, sobald das Sozialamt die Räumungskosten bezahlte.
Doch das Sozialamt zahlte nicht. Es dauerte Monate und unzählige Mails/Briefe und Anrufe. Erst als ich im Februar 2020 eine Rechtskostenhilfe für einen Rechtsanwalt beantragte und diesen einsetzte, wurde ein Teil – annähernd in der Höhe des Kostenvoranschlages der Räumfirma – überwiesen. Damit konnte ich wenigstens die Helfer an den zwei eigentlichen Räumungstagen bezahlen, die mir teilweise schon die „Freundschaft“ gekündigt hatten. Darin nicht enthalten: Ausgaben für die Fahrten (Kilometergeld), Tankkosten, Gebühren, Miete der Wagen … usw. .

Zuvor, im Januar diesen Jahres, hatte ich ein Gespräch mit der Heimleitung des Pflegeheimes. Meine Mutter hatte in der Zwischenzeit seit ihres Einzuges im Juni 2019 Pflegegrad 4 (damals noch PG2). Danach hat sich eine Summe von 5600,-€ aufgestaut, weil ich noch immer auf die Zahlungen des Sozialamtes wartete. Ich erklärte der Heimleitung die Lage und wir verabredeten, dass ich einen Dauerauftrag einrichte und die Rente bis auf ca. 114,-€ monatlich (gesetzlicher Freibetrag, der jedem Pflegeheimbewohner zusteht: Verwahrgeldkonto), die meiner Mutter zustehen. Von diesem Geld muss ich die laufenden Kosten * bezahlen.

Gesagt getan, der Dauerauftrag war schnell eingerichtet und das Pflegeheim zog seinerseits über 2500,-€ zusätzlich herunter. … Das ging natürlich nicht, weil das Konto nicht gedeckt ist und so hat die Bank sich das Geld wieder zurückgeholt. Das wiederum erhöht die zusätzlichen Ausgaben – monatlich, denn das Pflegeheim machte das in der Folge im März, April und jetzt im Mai erneut, trotzdem ich einen Brief schrieb und die Situation erneut erklärte.

Das angehäufte Geld auf dem Verwahrgeldkonto wurde mir bis heute nicht aus-/zurückgezahlt, von dem ich wenigstens einen Teil der Pflegeheimkosten bezahlen könnte und die Versicherungen, die ich nicht kündigen kann. Ich habe auch bis heute keinen Ein-/Überblick in die Verwaltung und Kontoführung für dieses Verwahrgeldkonto. In einen Brief hatte ich eine Aufstellung angefordert, dem bis jetzt nicht entsprochen wurde.

SHOT DOWN

Am Freitag, den 15.05.2020, habe ich einen großen Brief von einem Rechtsanwalt erhalten, indem aufgeführt ist, was zu zahlen ist. Wenn ich den verbleibenden Betrag nicht bis zum 29.05.2020 überweise, werden sie meiner Mutter den Pflegeheimplatz (fristgerecht) kündigen. Das ist zum 30.06.2020.

Das Pflegeheim ist nicht besonders teuer, aber natürlich – auch wegen des Pflegegrades – nicht billig. Und die Pflegeheime sind alle komplett überbelegt. Vor allem aber ist meine Mutter mit ihrem Lebenspartner in einem Heim und das gab ihr immer wieder die Kraft sich nach einem Krampfanfall und Krankenhausaufenthalt zu berappeln und auf die Beine zu kommen. Wenn das nicht mehr ist  (so habe ich das schon erkennen müssen bei ihren letzten zwei Krankenhausaufenthalten) gibt sie sich auf und verweigert Nahrung und Getränke. Defacto wird sie immer weniger.

Vom Sozialamt oder von welcher Behörde auch immer, bekomme ich keinerlei Hilfe oder Zuschüsse – nicht einmal ein zinsloses Darlehen (weil sie wissen, dass ich es nie zurückzahlen könnte).

Mir bleibt keine Wahl – so lange das Sozialamt sich weigert und der Prozess wird länger dauern, als das Pflegeheim abwartet, muss ich nun diesen Weg gehen. Ich bitte um Unterstützung, weil ich es aus eigener Tasche nicht kann und muss Sie/Euch alle Fragen, ob Ihr/Sie meiner Mutter mit einer Spende den noch offenen Eigenanteil von 4550,-€ abzuzahlen helfen könnt.

Ich möchte den Rest ihres Lebens einen möglichst schönen Lebensabend mit ihrem Lebenspartner ermöglichen und die Beiden (sie sind nun 26 Jahre zusammen) nicht auseinander reißen. Das würde meine Mutter ganz sicher nicht verkraften.

Mama mit Lebenspartner

Es ist wegen der fortgeschrittenen Zeit sehr dringend und ich bitte um schnelles Teilen, wenn Ihr Menschen kennt, die meine Mutter unterstützen können, damit sie nicht auf die Straße gesetzt wird.

Mit herzlichen und ängstlichen Grüßen von der verzweifelten Tochter.

Die Links habe ich nicht auf ihre Richtigkeit überprüft. Dafür habe ich leider keine Zeit. Da die Link-Betreiber selbst für den Inhalt zuständig sind, wenden Sie sich / Wendet Euch bitte an den Link-Hersteller. Vielen Dank für Euer/Ihr Interesse.

English – Version

Nursing home announces nursing place

Social welfare office does not pay

My mum was very pretty, always modern, clean and neat…

On the photo you can see my mother Christa. The picture from 2020 shows her on her birthday, in the middle of the Corona crisis. It was her 79th, which she unfortunately could not celebrate with me. But you can see from the photo that she was happy to see me. There was also a birthday serenade.

The fundraising is over. The sum was NOT reached. But whoever still wants to help me, because I have to get the money through a personal loan, can transfer it to the following account of
Commerzbank / IBAN: DE87 2508 0020 8338 0944 00 / BIC: DRESDEFF 250
transfer an amount.

What happened?

A year ago, my mom had a stroke.

Before that she was always fashionably dressed and paid attention to her appearance. She cared for her partner, who has dementia and with whom she has lived for 25 years. Apparently that was too much. I’m sure smoking was another reason. But don’t we all have vices?

The diagnosis after the stroke: Aphasia. She knows who I am and can also communicate with me and even speak to me, but you do not understand most of the words and so twisted my words probably get to her.

My mom got a rehab after the first hospital stay and I got hope, because it looked quite good. But after a seizure (Todd’s paresis) everything was even worse. Now it was clear that I had to close the apartment.

Her life partner was forcibly committed to a closed institution and because I had not taken over the care, he was placed in a newly opened nursing home after an odyssey. There I wanted to accommodate my mother as well, so that the two of them could be together.

Waiting room in the entrance area of a hospital

I began to organize the move out or relocation, initiated terminations of the lease, among other things, and took over the care of my mother. Of course, I also applied for social welfare and quickly got an appointment for an interview. I noted down the basic information.

Everything seemed to go well, until … until I gave the nursing home, out of ignorance, the direct debit authorization from my mother’s bank account.

„We always do this,“ I was told, and she has a custody account. What I didn’t know was that the additional insurance for glasses and dentures, the account management fees, extras such as re-buying underwear, medication prescription fees and private prescription, telephone and liability insurance or nail/pedicure and hairdresser * etc. were not paid because the amounts were not paid to the nursing home but were deducted from the current account. My comment that the pension should only be collected at the end of the rental contract because I cannot take over the additional costs of the rent had apparently not arrived or was not taken seriously. … You know how it is: „Pretend you have no money and in reality, there are millions in the background.“

But there was nothing. Not even under the mattress.

And I cannot make up for it anymore. I am severely handicapped and disabled myself and only get ALG-II (German Social assistance) . There is nothing left.

The social security office does not cover these costs*.

I informed all relevant authorities and the health and nursing care insurance. Applied for help and exemptions … scrapped the 25-year-old car and deregistered it, which also cost money … ran from one appointment to the next and wrote my fingers off. And in between, back to the Apartment.

When the rent was debited from the account the next month and at the same time the complete pension was paid, my mother’s account was in the red. I had to take action and so I revoked the direct debit authorization from the nursing home and demanded the debited amount back. I explained that the account was not covered and that I had applied to the social welfare office for financial support by means of a very extensive questionnaire. We remained in the position that I should pay the money when the payments were received.

Now I could pay the rent until the end of the lease.

But that was not enough.

I had received the promise to pay the costs for the eviction of the flat from the social office (at first only verbally, later – much later – also in writing one week AFTER the actual eviction). But I still did not get any money. The company I had hired cancelled. I had to improvise. This cost extra … not only strength, but also financially and because I didn’t have a removal van, the move had to be made with small cars and vans. There were costs that I had not expected: fuel, waste management, laundry and furniture to and from the hospital and nursing home (also for the partner, who otherwise would not have anything in his room – the caregiver is a loser) and so on … . In the end I was glad that the nursing home could no longer deduct the pension, but I also knew that I would have to pay the monthly costs as soon as the social welfare office paid the eviction costs.

But the social welfare office did not pay. It took months and countless mails/letters and phone calls. Only when I applied for a legal aid for a lawyer in February 2020 and employed him, a part – namely approximately the amount of the cost proposal of the clearance company – was transferred. With this I could at least pay the helpers on the two actual eviction days, some of whom had already terminated my „friendship“. Not included: expenses for the journeys (mileage), fuel costs, fees, car rental … etc..

Before that, in January of this year, I had a conversation with the home management of the nursing home. Meanwhile, my mother had been in grade 4 (then PG2) since she moved in June 2019. After that a sum of 5.600,- € has accumulated, because I was still waiting for the payments of the social welfare office. I explained the situation to the nursing home management and we agreed that I would set up a standing order and pay the pension up to about 114,-€ per month (legal allowance, which every nursing home resident is entitled to: custody account), which my mother is entitled to. From this money I must pay the running costs *.

No sooner said than done, the standing order was quickly set up and the nursing home in turn drew down over 2500, – € additionally. … That did not work of course, because the account is not covered and so the bank took the money back. This in turn increases the additional expenses – monthly because the nursing home did this again in March, April and now in May, despite the fact that I wrote a letter and explained the situation again.

The accumulated money on the custody account has not been paid out/returned to me until today, from which I could pay at least a part of the nursing home costs and the insurances I cannot cancel. I still have no insight into the administration and account management of this custody account. In a letter I had requested a list, which has not been complied with until now.

SHOT DOWN

On Friday, 15.05.2020, I received a big letter from a lawyer, listing what must be paid. If I do not transfer the remaining amount by 29.05.2020, they will cancel the nursing home place for my mother (in due time). That is to 30.06.2020.

The nursing home is not expensive, but of course – also because of the degree of care – not cheap. And the nursing homes are all completely overcrowded. But above all, my mother is in a home with her partner and that always gave her the strength to get back on her feet after a seizure and hospital stay. When this is no longer the case (as I have already seen during her last two hospital stays) she gives up and refuses food and drinks. In fact, she is getting less and less.

I do not get any help or subsidies from the social welfare office or any other authority – not even an interest-free loan (because they know that I could never pay it back).

I have no choice – if the social welfare office refuses and the process will take longer than the nursing home waits, I have to go this way now. I am asking for support because I cannot do it out of my own pocket and I have to ask you all questions whether you can help my mother with a donation to pay off the outstanding amount of 4550,-€.

I would like to make the rest of her life as beautiful as possible with her life partner and not tear the two (they are now 26 years together) apart. My mother would certainly not be able to cope with that.

Mama with life partner

It is very urgent because of the advanced time and I ask for quick sharing if you know people who can support my mother so that she is not put on the street.

With warm and fearful greetings from the desperate daughter.

I have not checked the links for their correctness. Unfortunately, I don’t have time for that. Since the link owners are responsible for the content themselves, please contact / contact the link owner. Thank you very much for your interest.

Krimi „Zerrissen“ – Teil 3

ISBN  978-3-86541-975-0

Cover_Bee_Zerrissen_05.cdr

Erschienen im Verlag Lehmanns Media

„Zerrissen“ ist der neue Krimi mit Robert Nettles nicht. Er kommt im Ganzen. Mehrere Zerreißproben warten auf den Chefermittler einer Sondereinheit des Scotland Yard und seinem Freund DI Martin Bohlten. Können Nettles und sein Team die Einzelteile des Puzzles zu einer Einheit zusammen fügen? … 400 Seiten Spannung. Schwarz auf Weiß im Buch und mit gewohntem Gelb-Schwarzem Umschlag.

Als Taschenbuch in Papierform

400 Seiten Hochspannung

als eBook im Buchandel / Internet

erhältlich

Es gelten die im Buchhandel üblichen (Fest-) Preise

Ringbuch-Kalender 2021

Für mich gibt es nichts besseres, als ein Kalender, in dem ich gleichzeitig schnell und ohne Strom von Seite zu Seite, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat hin und her blättern kann. Das kann mir kein Smartphone bieten, kein Computerprogramm und kein Wandkalender. Ich habe natürlich Wandkalender … und davon einen mit großem Kalendarium [Kalender für Büro und Küche] und einen, der auch nur schön sein darf [Hundekalender].

Mein Ringbuchkalender bietet so einiges.

Ringbuchkalender Außenansicht
Terminkalender Innenansicht
… mit 3 Spalten

Seiten: 75

Jede Woche ein Bild … 60 Fotos von unterschiedlichen Blumen, Blüten oder Samen

Jahresübersicht

Kalendarium-Vorschau auf das nächste Jahr in klein

Notizseiten vorn und hinten vom „Terminator“

Adress-Abschnitt

Kurze Info von und über mich

Kalender mit Ringbindung

Schlicht-schwarzes Einband mit kräftiger Schutzhülle

In der Spirale findet ein Kugelschreiber platz

Format: 11,5 cm inkl. Spirale, 15 cm hochkant – Aufgeklappt: 21 cm

Gewicht: 200 g

Preis: Einzelpreis 16,90 € und ist direkt bestellbar unter Kontakt

Ansicht Kalender in Ringbuchform

Mein Ringbuchkalender ist mein Gedächtnis und begleitet mich jeden Tag. Aufgrund der sehr festen Schutzfolie, sieht er auch nach 1 Jahr noch immer gut aus. Ich habe meinen „Terminator“ sogar noch erweitert. Eingeklebt mit Kleber / Klebestreifen, habe ich mir die Möglichkeit für Briefmarken und Visitenkarten oder beschriebene Einkaufszettel – Gedankenstützen – geschaffen, die mir der Anbieter nicht bietet. Alles kein Problem für diesen Kartonumschlag mit stabiler Plastikschutzhülle. Und in die Ringbuchbindung passt ein Kugelschreiber oder Filzstift mit Klipp am Stiftende hinein.

Mein Glück möchte ich teilen und biete diesen Kalender der breiten Öffentlichkeit an.

Der Preis orientiert sich an meinem 1. Kalender und ist ohne Versandkosten berechnet. Der Kalender im A oder C 6 – Format passt durch die Dicke mit dem Ringeinband nicht in einen normalen Briefumschlag. Da muss das nächstgrößere A / C 5 – Format herhalten. Preise sind die aktuellen Versandkosten / Porto … bitte unter Postwertzeichen nachsehen.

Mehr Bestellungen sind natürlich möglich, wobei sich durch das Gewicht ein höheres Porto ergeben könnte.

Bitte Bestellungen bis Ende Oktober – spätestens 1. Woche im November.

Beispiel aus dem Inhalt … 4 von 60 Fotos

Bitte geben Sie im Kontakt-Formular Ihren Namen, die Adresse für den Versand und eine Telefonnummer an, unter der ich Sie ggf. erreichen kann. Sie erhalten per Mail eine Rechnung über die/den bestellten Kalender. Den Betrag bei Erhalt bitte auf das im Impressum / auf der Rechnung erwähnte Konto überweisen.

Ich wünsche allen Freund*innen meiner Kalender ein schönes Jahr mit viel Glück und Gesundheit.

Eure Francis Bee

Kalender für Büro und Küche

Der Kalender für 2021 ist fertig

Der nächste Kalender führt den Betrachter nach Mecklenburg-Vorpommern in die Gegend des Plauer See bei Malchow, wohin mich der Zufall verschlug. Ich durfte einen Kurzurlaub, den mir Freunde spendierten, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern verbringen.

Hier ist der fotografische Beitrag für das Jahr 2021.

Inselstadt Malchow mit Kloster
Die Kalenderbilder für 2021

Die Gesamtgröße: DIN A 3 im Hochformat. Die Fotos sind im DIN A 4 Querformat, wie auch das Kalendarium. Das Muster zeigt, wie der Kalender an der Wand aussieht. Die Quadrate des Kalendariums ermöglicht Einträge.

Wand-Kalender Ansicht – aufgeklappt Größe DIN A 3
Sonnenuntergang am Plauer See (kein Kalenderbild)

Der Kalender kostet 8,50 €. Wem das zu viel ist, der bedenke, dass ich davon leben muss und wenn nur 5 Interessierte je 1 Kalender bestellen, dann habe ich keine Einnahmen.

Alle Preise sind ohne Porto / Verpackung und richten sich nach dem Format, Gewicht und Menge.

Bitte geben Sie im Kontakt-Formular Ihren Namen, die Adresse für den Versand und eine Telefonnummer an, unter der ich Sie ggf. erreichen kann. Sie erhalten per Mail eine Rechnung über die/den bestellten Kalender, die bei Erhalt bitte auf das im Impressum / auf der Rechnung erwähnte Konto überweisen.

Ich wünsche ein schönes und sorgenfreies 2020.

 

Francis Bee (2020-01)

Diakovere und andere Verfehlungen

Über die Hygiene und den Umgang mit Patienten

oder: „Die Klassenmedizin gibt es noch immer.“

Die Einlieferung in ein Krankenhaus nach einem Schlaganfall kann niemand verhindern und will es auch nicht. Immerhin hängt das Leben sprichwörtlich am „seidenen Faden“.

Nach einer Zeit des körperlichen Aufbaues und einer genauen Untersuchung und Feststellung der Härte des Schlaganfalles: schwach – mittel – schwer, wird der Patient normalerweise im Anschluss in eine Reha-Klinik überführt. 

Meine Mutter wurde am 23.03.2019 eingeliefert und verbrachte, nach einer intensiven Erstuntersuchung in der Notaufnahme, fast 2 Wochen auf der Intensivstation, bevor sie (endlich) auf die „normale“ Station verlegt wurde.

In der Zeit wurde mir von ständig wechselnden Stationsärzten mitgeteilt, dass sich der Sozialmedizinische Dienst des Krankenhauses um eine Anschluss-Reha bemühte. Aber es geschah nichts. Immer wenn ich nachfragte, wie der Stand sei, bekam ich zu hören: es ist ein leichter Schlaganfall und das Sprachzentrum sei betroffen und der Sozialmedizinische Dienst macht das.

Die anfänglichen körperlichen Koordinationsprobleme wurden allmählich weniger, das bemerkten wir Besucher ebenfalls, und das machte Mut, dass sie die Reha und damit eine konzentrierte Therapie bald antreten konnte.

Aber darauf ruhte ich mich nicht aus, sondern versuchte nach einer weiteren Woche (der Dritten) der unzureichenden bis nicht stattfindenden Mitarbeit des Sozialmedizinischen Dienstes des Krankenhauses, eine Einweisung in eine Reha-Maßnahme zu beschleunigen. Ich rief einige Kliniken an, die in Frage kamen, und erfuhr, dass der Sozialmedizinische Dienst sich tatsächlich gemeldet hatte – Einmal! Außerdem teilte man mir mit, dass ich die Einweisung nicht veranlassen könne, sondern nur der Sozialmedizinische Dienst des jeweiligen Krankenhauses. Am Ende geht es leider wieder nur um Zuständigkeiten. Es lebe der Verwaltungsakt.

„Menschen machen Eindruck“
Mein Eindruck: ein Menschenleben wird gemessen an der Höhe der finanziellen Möglichkeiten.

Ich versuchte Kontakt mit dem Sozialmedizinischen Dienst aufzunehmen, denn es passierte weiterhin nichts. Niemand rief an und niemand beantwortete meine Fragen. Doch mein Kontaktgesuch scheiterte immer wieder. Später erfuhr ich, dass zwei Mitarbeiter/innen krank und eine/r im Urlaub sei. Ob das so war … wir wissen es nicht. Aber es ging anderen Patienten anscheinend auch so, also wird etwas dran sein.

Abwiegeln und vertrösten … das können die Ärzte und auch das Pflegepersonal hervorragend. Ganze Horden von Angehörigen im Unklaren lassen und die Geheimhaltung über die Personalakte wird nebenbei zu Perfektion getrieben, auch wenn die Patienten für sich selbst nicht sprechen können und die Angehörigen entsprechend gefordert sind. Ich glaube aber auch, dass diese Personalakte – außer, oder ich hoffe das zumindest, bei den medizinischen Daten – nicht so korrekt geführt wurde. Da wird schon mal eingetragen, dass die Tochter ständig nervt oder der Sohn Strafanzeige stellen will. … man unterhält sich auch unter den betroffenen Angehörigen … .

Das alles hat nichts in der Personalakte zu suchen und ich vermute außerdem, dass diese Einträge über den Computer immer wieder angepasst und verändert werden, je nachdem, und bei Anforderung verschwunden sind. Frei nach dem Motto: da ist alles korrekt aufgeführt. Aber Unzulänglichkeiten werden ganz sicher verschwiegen. Da bin ich mir sicher, dass die sich nicht selbst bezichtigen. … Es war die Schuld von … .

Sicher ist es das NICHT.

In der Patientenakte steht nicht, dass dem Patienten nicht die Zähne geputzt, die Haare nicht gewaschen oder der Arsch abgewischt wurde. Dort steht nicht, dass die Patienten nicht so schnell in eine Anschluss-Reha gekommen sind, damit sich Sprachfehler gar nicht erst verfestigen konnten.

Meine Mutter befand sich in einem Krankenhaus mitten in der Landeshauptstadt Hannover und die Diakovere Henriettenstift, kurz Henri genannt. Das Krankenhaus hatte eigentlich bis Dato einen guten Ruf.

Hatte.

Den ruiniert sich das Krankenhaus gerade selbst … mit unfähigen Mitarbeitern, die anscheinend komplett überfordert und überarbeitet sind. Sicher haben sie zu wenig Personal, aber wenn ich etwas nicht schaffe, dann nehme ich Hilfe von außen oder Angehörigen an, die sich anbieten.

Ich dachte ja, auf der „normalen Station“ würde meine Mutter besser betreut und man würde ihr bei Dingen, die sie nach dem Schlaganfall noch nicht konnte, geholfen. Das war zum Beispiel das aufdrehen der Zahnpastatube oder Wasserflasche. Überhaupt hat sie schon wegen ihrer Arthrose Schwierigkeiten und das ist die körperliche Einschränkung, die sie schon vorher hatte und weswegen sie Arbeitsunfähig wurde. Und den Unterlagen zufolge, bekam sie einen mickrigen Grad der Behinderung von 40 zugesprochen, obwohl die Schmerzen ununterbrochen da sind und die Entzündungsherde sichtbar.

Ein Armutszeugnis in einem so reichen Land, wie Deutschland und ich hätte es nicht geglaubt, wenn mir das ein anderer erzählt hätte. So erlebte ich es immer wieder als Schwerbehindertenvertretung mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen ähnlich umgegangen wurde. Unterschiede gab es aber auch damals schon: jemand mit einem besseren Job und mehr Geld, bekam auch schneller Hilfe – egal was.

Parolen wie „Die Renten sind sicher“ und „Deutschland hat das beste Sozialsystem“ sind heute nur noch Makulatur. Die Praxis zeigt es.

Die Politik verpasste dem bis in die 1990-ger Jahre funktionierenden Gesundheitssystem durch eine allumfassende Sparauflage – die Kritik damals war teilweise sogar berechtigt, weil Zahnärzte nach Lust und Laune auch Zähne zogen, die noch nicht hätten gezogen werden müssen. Ich kann mich erinnern, dass meine Großeltern mit Mitte 50 keinen eigenen Zahn mehr hatten. Auch wurden Menschen schon beim Schein eines Bandscheibenvorfalls einfach mal so eben zur Kur geschickt. Man scherzte damals allzu oft: ich fahr´ in den Kururlaub.

Das Gesundheitssystem musste reformiert werden und es kam gewaltig mit der ‚Agenda 2010‘, die dem Gesundheitswesen den Todesstoß versetzte. Diese Reform zeichnet den schlimmsten Einschnitt für die Versicherten in der Geschichte des Sozialsystems nach dem letzten Krieg.

Nach der Einführung freuten sich die Krankenkassen und bauten gleich mal diverse neue Versicherungsgebäude, anstatt die Mitgliedsbeiträge für die zahlenden Patienten aufzuwenden (von denen das Geld [durch den Mitgliedsbeitrag, der monatlich vom Verdienst abgezogen wird] stammt) oder wenigstens für „schlechte“ Zeiten zurückzulegen.

Vor der Reform war auch nicht alles rosig und vor allem die Ungleichbehandlung war immer wieder Thema und dies sollte eine allumfassende Reform werden, die Missstände ausräumte. Allumfassend? Genau das war es nicht. Unverändert blieb die Ungleichbehandlung zwischen Gesetzlich- und den Privatversicherten. Hinzu kamen Zuzahlungen für den ohnehin gebeutelten Patienten und umständliche Verwaltungsrichtlinien für die behandelnden Ärzte. Man erreichte nur, dass der Hausarzt mehr Verwaltungsarbeiten hatte und die Spezialisten weniger aufgesucht wurden. Das ging auf Kosten der Patientenzeiten. Und die zusätzlichen Wege für Patienten wurden erhöht, denn man musste sich in jedem Quartal eine Überweisung holen, auch wenn man mit einem gebrochenen Arm nicht zum Internisten, sondern am besten gleich zum Orthopäden gehen sollte. Für jene, die ohnehin mit Gehbehinderungen o.ä. zu kämpfen hatten, war der Umstand groß, Arzttermine wurden nicht (mehr) wahrgenommen, was wiederum auf Kosten des Gesundheitszustandes ging.

Meine Mutter wurde auf die Station 2B verlegt. Es war ein 2-Bettzimmer. Aber wenn ich mir einbildete, dass die Versorgung und vor allem die Körperhygiene jetzt besser würde, hatte ich mich getäuscht. Ich bemerkte, dass ihre Haare immer fettiger wurden. Außer kämmen, wurde nichts gemacht. Eines Tages konnte sie sich zumindest soweit artikulieren, dass sie uns klar machte, dass ihr niemand die Zahnpastatube aufdreht. Und auch die Unterwäsche wurde mehr lieblos bis gar nicht verteilt oder gewechselt und beim Anziehen Hilfestellung leisten erst recht nicht. Keine Zeit! Und es wurde auch nicht darauf geachtet, dass Windeln in den Netzunterhosen waren und auch der Kot wurde nicht entfernt. Duschen oder zumindest waschen fand nicht statt.

Von einer Bekannten, die in dem Krankenhaus tätig war, wusste ich, dass die Schwestern keine Zeit haben. Aber dennoch setze ich Hygiene in einem Krankenhaus voraus und die beginnt mit der regelmäßigen Körperhygiene. Alle reden von Krankenhaus-Killer-Keimen, aber man scheint die Gegebenheit der unhygienischen und unmenschlichen Verhältnisse dabei komplett zu ignorieren.

Nach einigen Tagen im Zimmer 231, wurde sie in das Zimmer 233 verlegt. Grund: angeblich wegen des gefährlichen Krankenhauskeimes, den irgendjemand (nicht näher bezeichnet) ausbrütete. Aber ich bezweifle das inzwischen, denn plötzlich hieß es, dass meine Mutter entlassen wird.

„Wohin?“, fragte ich den Arzt, den ich sofort aufgebracht sprechen wollte. „Nach Hause“, bekam ich zur Antwort.

Mir blieb die Spucke weg.

Sie kann sich nicht allein versorgen und ich wohne nicht in der Nähe. … Ich bemühe mich seit Wochen um einen Reha-Platz, den aber das Krankenhaus suchen müsste. … Ich hätte sogar einen Platz gehabt, aber leider hatte ich keine Unterlagen und auch fehlte für eine Verlegung der Pflegegrad, der in der Patientenakte neben Status und Medikation stehen musste, aber anscheinend nicht eingetragen war.

„Das macht der Sozialmedizinische Dienst“, bekam ich zu hören.

Wie?! … auch die medizinischen Pflegestufen wurden vom Sozialmedizinischen Dienst vergeben? … kann ich nicht glauben, weil das Verwaltungsangestellte sind und keine Ärzte und ich höre schon die Ärzte meckern, weil sie sich ja nicht die Diagnosen für ihre Patienten von einem Sozialmedizinischen Dienst vorschreiben lassen. Never !

Die Patientenakte hatte das Krankenhaus und die Ärzte verzichteten auf eine Zusammenarbeit mit mir oder war nicht gewillt. Die Genehmigung von der Krankenkasse für eine sofortige Einlieferung/Verlegung in eine Reha-Klinik hatte ich schnell. Und nachdem ich deutlicher wurde, gelobte mir eine Stationsärztin Besserung.

Daraufhin verlegte man meine Mutter erneut: in das Zimmer 235.

Die Kontaktaufnahme zum Sozialmedizinischen Dienst des Krankenhauses scheiterte, bis heute. Kein Kontakt möglich. Niemand geht ans Telefon. Anfrage für eine persönliche Absprache vom Eingang des Krankenhauses: Mitarbeiter versuchen Kontakt herzustellen, aber niemand war im Hause.

Tja, so könnte ich auch keine Klinik für Patienten finden, wenn ich nicht am Arbeitsplatz sitze und arbeite.

Was war da los?

Ich konnte die Entlassung nach Tagen des hin und her verhindern, nicht zuletzt deshalb, weil ich drohte das Krankenhaus zu verklagen. Immerhin war es nicht unsere Schuld, dass sie keinen Reha-Platz bekam. Das war das Versäumnis des Sozialmedizinischen Dienst, deren Mitarbeiter sich zu keiner Zeit mit mir in Verbindung setzten. Die Kommunikation lief nur über die Krankenschwestern und Ärzte, die wiederum die Verantwortung nicht übernehmen wollten und die Zuständigkeit abschoben – abschieben auf jemanden / etwas, dass nicht erreicht werden kann. Super!

Innerhalb ihrer Zeit bis zum 24.04.20019 wurde meine Mutter 5x in ein anderes Zimmer verlegt. Und die letzte Verlegung war die Frechheit schlechthin und mir platzte der Kragen.

Nachdem man meiner Mutter eine unzureichende Pflege angedeihen ließ und sie mehrmals von Zimmer zu Zimmer verlegte, wurde sie während ich mit ihr bei sonnigem Frühlingswetter im Krankenhausgarten saß, mal eben in ein 4-Bettzimmer verlagert.

Garten des renovierten Krankenhauses Henriettenstift

Gerade, als sie mir mitteilte, dass sie ihre neue Zimmergenossin so großartig fand, waren sie auch schon wieder getrennt.

Wir fielen aus allen Wolken, als wir in ihrem Zimmer 235 eintrafen und eine andere Frau in dem Bett lag. Es war natürlich ein anderes Bett, aber eben der Platz, auf dem es stand.

Ich machte mich auf und erfuhr, dass meine Mutter in Zimmer 225 untergebracht worden war.

„Wir haben das Bett (womit der Platz gemeint war) gebraucht“, bekam ich zu hören.

Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn es ging um die Krankenkasse. Der Neuzugang war Privatpatient/in und meine Mutter eben nur Kassenpatientin. Das Schlug dem Fass den Boden aus.

Erst verschoben die Schwestern meine Mutter von Zimmer zu Zimmer, dann soll sie entlassen werden, weil angeblich die Zeit herum war, der Sozialmedizinische Dienst war unfähig und nun musste sie sich auch noch die Diskriminierung als Kassenpatient gefallen lassen.

Unmöglich ist das!

Was ist aus unserem Gesundheitssystem geworden, was ist aus der Verantwortung eines Krankenhauses und den Ärzten gegenüber des Patienten geworden, was soll diese Zwei-Klassenindustrie?!!

JA: Industrie. Mehr ist es nicht mehr. Es geht nur noch um das Geld und nicht ums Helfen. Wer etwas anderes behauptet, lügt !!!

Allerdings glaube ich nun eher, dass die Krankenschwestern weniger Zeit für die Körperpflege der Patienten haben, weil sie ständig damit beschäftigt sind, die Patienten zu verlegen … mit Gepäck und allem, was der Patient im Krankenhaus an seinem Platz hatte, inklusive Beistellwagen und Bett. Und das nur, weil die Krankenkasse die Falsche ist: gesetzlich, was mit Minderwertig gleichzusetzen ist.

Okay, wenn man sonst nichts zu tun hat … .

Flötist, Skulptur im Garten des Henri oder Anspielung für anzubringende Flötentöne ?!

Ich werde eine schriftliche Beschwerde an die Krankenkasse und an die Bundesregierung senden. Das wird meiner Mutter zwar nicht mehr viel nützen, weil eine Entscheidung zu spät käme, aber ich hoffe darauf, dass sich das Problem für andere, nachkommende Patienten, in so einer Situation in Zukunft erledigt.

Eine Verlegung muss meine Mutter noch über sich ergehen lassen: die Anschluss-Reha beginnt am 25.04.2019 Vormittag. Endlich! Und genau in die Reha-Einrichtung, die mir mitteilte, wo die erste Anfrage des Sozialmedizinischen Dienstes einging, bevor dieser die Arbeit wegen Personalausfalles einstellte.

Die Stationsärztin teilte mir nun mit, dass sich das Krankenhaus um den Transport kümmert. – Echt ? … Soll ich das wirklich glauben? Oder sollte ich mir einen Wagen mieten und vor dem Krankenhaus Aufstellung nehmen, um gegebenenfalls eingreifen zu können?

Aber zuerst kommt der 78. Geburtstag meiner Mutter, den sie leider im Krankenhaus feiern muss. Wie erniedrigend das ist, kann nur jener nachempfinden, der in gleicher oder ähnlicher Situation ist oder wahr – entweder als Patient oder als Angehöriger.

Wir, Freunde und ich als Kind, werden ihren Geburtstag so schön wie nur möglich gestalten. Leider ohne Lebensgefährten – aber das ist ein anderes Kapitel.

Tulpe im Garten des „Henri“ aufgenommen

Berichtsstand: 20.04.2019

… von der aufgebrachten Francis Bee

Nachtrag: Meine Mutter kam endlich nach 4 Wochen zur Anschluss-Reha in die Niedersachsen Klinik. Gut so, denn jetzt kann eine gezielte Therapie erfolgen.

Die Therapeuten, wie auch der behandelnde Stationsarzt teilte mir mit: der von dem Krankenhaus erteilte Schweregrad D ist falsch. Es war ein schwerer Schlaganfall und daher max. mit B-Stufe zu kategorisieren. Die Teharapie hat außerdem zu spät begonnen, da man auch nicht genau weiß, wann der Schlaganfall passierte. War es am Tag der Einlieferung? oder schon einen Tag zuvor? Auch spielt das Alter eine Rolle. Die Genesung bei jüngeren Schlaganfallpatienten verläuft besser, mit wenigeren bis gar keinen Folgeschäden. Die Therapie ist einfacher und (oft) kürzer. Doch dies trifft alles nicht auf meine Mutter zu.

Erklärung zur Einstufung mit den Buchstaben: A steht für sehr schlecht / schwer, B ist leichter als A und C leichter als B, usw.

Das Krankenhaus Henriettenstift hat für mich die besten Tage hinter sich. Eine Reform des Krankenhausmanegements ist dringend erforderlich. Das Vertrauen zu diesem, aber leider auch zu anderen Krankenhäusern, ist verschwunden und es wird lange dauern, bis dieses Vertrauen wieder aufgebaut ist. Es gibt viel zu tun … (Stand: 04.05.2019, Francis Bee)

Beitragsfoto: Wilde Tulpe mit Hummel, Ort der Aufnahme: Garten im „Herni“

Vergissmeinnicht

Was haben Vergissmeinnicht und serve the city gemeinsam? = Antwort: das Datum.

Am 10.11.2018 hat sich eine Gruppe engagierter Menschen unter dem Motto „serve the city hannover“ im Café Tante Käthe zusammengefunden. Der Einstieg war einfach, weil wir gemeinsam bei einem Frühstück über die Aktionen diskutieren und Kontakte zu anderen Lebensbereichen knüpfen konnten.

Die Anwesenden haben sich aus verschiedenen Aktionen eine herausgepickt, bei der sie sich beteiligen wollten.

1. Warme Decken an Obdachlose verteilen

2. „Pfand gehört daneben“-Aktion

3. Fairteiler schrubben

4. Konzertbesuch mit Senioren

5. Blumenaktion zum „Vergissmeinnicht“-Tag

1. Warme Decken, Schal und Mütze, Socken und Handschuhe werden für die Obdachlosen in der Stadt gebraucht. Viele Sachen hat die Gruppe gesammelt und werden regelmäßig an Bedürftige ausgeteilt. Decken, vor allem Bettdecken mit einem Überzug werden für die kalten Nächte benötigt.

Mir ist aufgefallen, dass es eine unglaublich hohe Zahl an Frauen gibt, die sich inzwischen unter den Obdachlosen aufhalten.

2. Eine weitere Aktion ist die Unterstützung Pfandflaschen nicht in den Mülleimer zu schmeißen, sondern davor abzustellen. Es ist eklig mit den Händen im Müll wühlen zu müssen, um an Pfandflaschen zu kommen. Leider vergessen viele Menschen, dass die Obdachlosen selbst einmal ein geregeltes Leben hatten und aus den verschiedensten Gründen ihr Obdach verloren haben. Jeder muss sich fragen, ob sie/er gerne im Müll suchen würde … .

Entgegen eines Gesetzes, wobei das Sammeln tatsächlich verboten ist, schaut die Polizei absichtlich weg.

3. Der Fairteiler ist ein Bauwagen, in dem Nahrungsmittel an Bedürftige ausgeteilt werden. Es befinden sich Regale und mehrere Kühlschränke in dem Wagen, der auf dem Gelände des Haus der Jugend steht (Adresse: Maschstraße 22, 30169 Hannover). Jeder kann mitmachen.

Ein Problem: viele Lebensmittel werden – aus Unwissen – in das Eisfach gelegt. Doch Bananen verderben sofort. Aufgetaut sind sie nur noch Matsch. Auch dürfen aufgetaute gekaufte Fertigspeisen nicht wieder eingefroren werden. Sie bilden oft Salmonellen oder andere wirksame Keime / Bakterien, die einen geschwächten Organismus schädigen können. Eine regelmäßige Überwachung ist daher unerlässlich.

Über freiwillge Helfer freuen sich alle Teilnehmer, Spender wie Bedürftige.

4. Senioren brauchen auch Zuneigung. Oft hatten sie in ihrem Leben davon schon nicht genug, aber allein zurückbleibend ist es am Schlimmsten. Darum ist Abwechslung wichtig. Die ehrenamtliche Arbeit als „Unterhaltende/r Seniorenbegleitung“ ist daher so wichtig oder eben eine geplante Unterhaltung in der Gruppe. Filme gucken oder Spiele spielen … alles was von Langerweile ablenkt, macht den Tag eines jeder/n Senior*in lebenswert.

5. Vergissmeinnicht ist nicht nur eine kleine hellblaue Blume, sondern ein Ausdruck von Nächstenliebe. Dafür gab es ein Blumen-dankeschön an aktive Helfer*innen. Am 10.11.2018 ist der offizielle Vergissmeinnichttag.

Der Vergissmeinnicht-Tag wird seit 1922 in den USA begangen. Er soll an die Soldaten erinnern, die mit schweren Verwundungen oder Behinderungen aus dem Krieg zurückkehrten. Die Idee hatte Richter Robert S. Marx und schlug 1921 vor, einen Erinnerungstag an die Versehrten von Kriegen zu gedenken. Er war Mitbegründer und Vorsitzender der Organisation Disabled American Veterans of the World War (DAVWW), wo bei Aktionen der Organisation Vergissmeinnicht-Blumen verteilt wurden.

Vergissmeinnicht

Sachspenden und persönliches Teilnehmen um direkt zu Helfen ist erwünscht. Wer Geld spenden möchte kann dies direkt* oder über den Link tun.

* Sofort-Spenden an: Serve the City – Stadtkirche Dreisechzehn / IBAN: DE77 4526 04750016549701 und BIC: GENODEM1BFG

Webseite: http://servethecity-hannover.de/Contact

Mail: servethecity.hannover@gmail.com

Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Stefan Schostok für die Projektwoche 2018 von Serve the City Hannover übernommen.

Vielen Dank, Herr Schostok

„Das Ehrenamt ist eine wichtige Stütze des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Und es gibt viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt aber auch viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten möchten, aber skeptisch sind, ob sie dafür dauerhaft Zeit haben. Für diese Gruppe bietet „Serve the City“ diese Gelegenheit ohne dauerhafte Verpflichtung. Und wer weiß: Einige stellen durch diesen leichten Einstieg vielleicht fest, dass sie doch die Möglichkeit eines dauerhaften Engagements sehen.“

… das sehe ich auch so.

Dennoch sehe ich immer häufiger, dass sich die Politik zur sehr hinter die Ehrenamtsarbeit (-enden) zurückzieht – sich gar entzieht. Es muss mehr von der Politik zur Verhinderung von Obdachlosigkeit getan werden.

Obdachlose müsste es nicht geben und das ist durchaus finanzierbar.

serve the city

Der Mann ist anscheinend aus dem „Raster“ gefallen. Er kann kein Deutsch, aber mit Händen und Zeichen klappt die Verständigung. Ich darf ihn fotografieren. … es ist schlimm mit ansehen zu müssen, dass ein alter Mann, der nach Europa/Deutschland vermutlich vor Krieg / Verfolgung floh, jetzt auf der Straße leben muss. Niemand scheint sich verantwortlich zu fühlen.

serve the city

Zwei Obdachlose … einer Schwerbehindert. DAS darf nicht sein!

serve the city

Serve the city-Helfer übergeben eine Decke und andere Dinge, die gebraucht werden. Ein Gespräch ist auch noch drin.

Es kann jeden treffen … und das ist heute realer, als die letzten 70 Jahre vermuten lassen. Ich finde, das ist ein Skandal !

Ein Bericht von der Aktionistin und der von Obdachlosigkeit bedrohten Francis Bee

Die Zeit

… heilt alle Wunden …

Die Zeit im Dienst kann sein, ist ganz mies.

Aber was du nur siehst: Mensch sein ist echt fies.

Immer wird es Neider geben, und

Wahrheit wird wieder und wieder verdreht.

Gerechtigkeit mit Macht und Einfluss verwechselt.

Gesetze missachtet, verleumdet und geächtet.

Traurig bleibt jener zurück, der geträumt hat von Glück.

Das Glück mit Wahrheit und Liebe bestückt.

Doch aufgekündigt wird der Traum

und hängt geschwind am nächsten Baum.

New Orleans, Louisiana

Vieux Carré

New Orleans, lange vor dem großen Hurrican Katrina

French Quarter … oder auch Vieux Carré genannt, ist heute ein Stadtteil von New Orleans. Der „alte Platz” Vieux Carré oder The Quarter, wie das Viertel auch genannt wird, wurde 1718 von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet.

New Orleans am Mississippi in Louisiana ist berühmt für ihre Raddampfer und ist die Wiege des Rhythmus. Hier ist der Jazz geboren, wie der Blues in den Baumwollplantagen.

B.B. King … der schwarze Sänger, war die Ikone des Blues und schaffte den Sprung vom Baumwollpflücker zum Weltstar. Eine amerikanische Geschichte, wie sie amerikanischer nicht sein kann.

„Der Blues ist das Herz des Jazz. Blues ist Trauer, Freude und Kraft zugleich und ist einzigartig.“ Das, oder so ähnlich, sagte eine über 80-jährige weiße Sängerin zu mir, als ich sie fragte, was Blues ist.

Sie saß in einer Bar neben mir und lauschte dem Klavierspiel ihres Lebenspartners, einem Schwarzen, summte mit oder sang mit klarer fast jugendlichen Stimme bluesig und jazzig. Im Laufe des Abends erkannte ich die Liebe zwischen den Beiden, die in den Südstaaten bis dato verpönt, aber in New Orleans möglich ist.

Sie erzählte mir von den Zeiten der großen Jazzmusiker, die sie persönlich kannte, wie Louis Armstrong oder Fats Domino und von der Königin des Blues Bessie Smith  und den zahlreichen Sängern, Pianisten, Klarinettisten oder Bassisten, die in den Bars im French Quarter spielten. Sie schwärmte von den guten alten Zeiten, die so gut gar nicht waren, aber in ihrer Phantasie zu einer der Lebenswertesten und Besten mutierte. Wir sprachen auch über die Rassentrennung und sie winkte ab, weil das für die Menschen im Quarter keine Rolle spielte, auch wenn die Trennung noch bis vor Kurzem sichtbar war.

Auf den zerschundenen Holzdielen steppte zum Piano-Jazz ein schwarzer Junge, von dem ich nur das Weiß in seinen Augen und zwei Reihen Zähne sah, weil er vor Freude lachte. Aber seine Gesichtszüge verschwammen vollkommen in dem dämmrigen Licht der matten Öllampen und mit dem dunklen Hintergrund. Gegen Mitternacht wurde er freundlich von dem Barmann nach Hause ins Bett geschickt, nicht ohne zuvor für ihn einige Dollar einzusammeln.

Eine Kakerlake, so groß wie eine Feldmaus, wurde von Cowboy-Stiefeln gejagt und schließlich zerquetscht, bevor sie sich zwischen den Dielen in Sicherheit bringen konnte, während eine Lady fast einen Herzstillstand erlitt. Ihr goldenes Lametta um Hals und an den Armen, die fetten Ringe und ihr viel zu stark geschminktes Gesicht – die gesamte Gestalt – schien nicht so recht in diese Welt zu passen.

Die Farbe blätterte innen wie außen von den Wänden der Bar, der Rauch von Millionen Zigaretten und Zigarren inklusive dem Staub von ungeputzten Jahrzehnten, Sand und Späne auf dem Fußboden und der Schweiß der Tänzer und Musiker mischten sich mit dem Geruch von Bourbon und anderem Hochprozentigen. Mit Parfüm konnte man diesem Gemisch nicht entgegentreten. Das erscheint auch sinnlos angesichts der über 80% Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von plus 22° Ende April 1993. Nach Aussage (m)einer Taxifahrerin, die mich sicher mitten in der Nacht zu meinem Quartier brachte, war das noch gar nichts.

Drei Tage vor dem berühmten Mardi Gras im Jahre 1993 kam ich von Las Vegas über Dallas nach New Orleans. Ich wohnte in einem ruhigen Teil des nordwestlichen French Quarter. Die Unterkunft wurde von einem merkwürdigen Paar geführt: zwei weiße Männer, die stolz auf ihr Best Guest House ganz in Pink waren. Das Interieur versetzte mich in die Gründerzeit der Stadt zurück, nur die klappernde Klimaanlage in meinem geschmackvoll eingerichtetem Schlafraum erinnerte mich, dass ich im 20. Jhd. lebte. Ich stellte diese Klimaanlage in der Nacht ab, die kaum kühler war als der Tag, dafür aber ruhig.

Die alten Gemäuer der (teils) originalen Häuser aus dem 18. Jhd. sind in buntem Pastell angestrichen, ansonsten gab es die recht dunkle Farbe Rotbraun. Und dazwischen der immer wieder sich ausbreitende Schimmel, durch die ständig vorhandene Feuchtigkeit. Der Stuck und Schmuck am Haus, die großen Herrenhäuser der Kolonisten und die schmiedeeiserne Kunst an Balkonen, Zäunen, Tür und Tor und letztlich die immer zu hörende Jazz- oder Bluesmusik … das alles zusammen macht den Flair von New Orleans aus.

Louisiana war erst Französische Kolonie und dann Spanisch, bevor es Amerikanisch wurde, inklusiv weiterer Staaten.

Wobei ich mich frage: was ist eigentlich Amerikanisch?

Ich hatte viel Freude und sehr wenig Schlaf bis zu meinem Weiterflug am Morgen des 01. Mai … dem Beginn des eigentlichen Festivals Mardi Gras. Aber die Einheimischen, Weiße wie Schwarze, Schwule wie Lesben, versicherten mir: das wahre French Quarter ist jetzt! … und nicht morgen oder übermorgen. Ich wurde in die richtig guten Jazzclubs geschickt oder mitgenommen und es war großartig … unvergesslich.

Und das Essen? … auf meiner gesamten USA-Reise habe ich kaum besser gegessen als in New Orleans. Die vielseitige Küche Louisianas ist ein wohlschmeckender Mix aus spanisch-französischen und kreolischen Speisen. Am bekanntesten: Cajun (so wird auch eine Bevölkerungsgruppe genannt und der Slang wird ebenso genannt) Lecker !

Die Sprache ist geprägt von allen Einflüssen von Einwanderern und Sklaven aus den unterschiedlichsten Ländern Europas und Afrikas, von der Gründung bis zum heutigen Tag. Am ersten Tag im Flughafen angekommen, musste ich eine Unterkunft finden und ich verstand nichts. Dieses Englisch hatte mit dem Englisch, das ich bis dahin kannte, nichts zu tun. Mindestens 30 Kaugummi schienen die Aussprache zu begrenzen. Einzelne Silben, wenn nicht ganze Worte, verschwanden in einer Mischung aus sing-sang und nuscheln und verursachte einen gleichbleibenden Ton in meinen Ohren, der verstehbare Worte nicht mehr zuließ. Aber, keine Sorge, die Menschen sind auf Touristen vorbereitet und sie können auch deutlich sprechen.

Ich bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen. Meine damalige Kamera war eine einfache Agfa, eine kompakte Ausgabe – der Agfa Optima Rapid 250, 1965 sehr ähnlich (meine ist in der Liste nicht aufgeführt) – für Kleinformat-Rollfilm, mit der so ziemlich alles, was man heute von einer Kamera verlangt, nicht möglich war. Dennoch habe ich einige Fotos mit Photoshop einigermaßen ansehnlich bearbeiten können. In manchem Negativ verbarg sich ein noch ein Schatz, den ich mit Aufheller sichtbar machen konnte. … und wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekäme New Orleans zu besuchen, dann ganz sicher nicht nur für drei Tage.

Eine ganz besondere Erinnerung: ein Autokennzeichen, dass ich von der Straße aufsammelte und Teile davon mein Beitragbild geworden ist. Bei meiner Rückreise wurde ich kontrolliert und der Beamte sah mich misstrauisch an. Ich erklärte, wo ich es fand, was ihn nicht überzeugte, aber er legte es zurück in den Koffer, schloss ihn und wünschte mir einen guten Flug.

1993-04-29_066-FB_New-Orleans

… von der in Erinnerung schwelgenden Francis Bee.

 

Hier noch eine Liste des Mardi Gras – Programms 1993

Friday, April 23, 1993

John Campbell

The Allman Brothers Band

The Fabulous Thunderbirds

Saturday, April 24, 1993

The Allman Brothers Band

Sunday, April 25, 1993

Fats Domino

Friday, April 30, 1993

Dr. John

The Meters

Saturday, May 1, 1993

Buddy Guy

Fats Domino

King Sunny Adé & His African Beats

Michael McDonald

Santana

Spyro Gyra

The Dixie Cups

The Meters

Willie Lockett & The Blues Krewe

Sunday, May 2, 1993

Santana

 

p.s. Sollte sich trotz mehrmaliger Überprüfung Fehler eingeschlichen haben, wäre ich über einen Hinweis sehr dankbar.