Vergissmeinnicht

Was haben Vergissmeinnicht und serve the city gemeinsam? = Antwort: das Datum.

Am 10.11.2018 hat sich eine Gruppe engagierter Menschen unter dem Motto „serve the city hannover“ im Café Tante Käthe zusammengefunden. Der Einstieg war einfach, weil wir gemeinsam bei einem Frühstück über die Aktionen diskutieren und Kontakte zu anderen Lebensbereichen knüpfen konnten.
Die Anwesenden haben sich aus verschiedenen Aktionen eine herausgepickt, bei der sie sich beteiligen wollten.

1. Warme Decken an Obdachlose verteilen
2. „Pfand gehört daneben“-Aktion
3. Fairteiler schrubben
4. Konzertbesuch mit Senioren
5. Blumenaktion zum „Vergissmeinnicht“-Tag

1. Warme Decken, Schal und Mütze, Socken und Handschuhe werden für die Obdachlosen in der Stadt gebraucht. Viele Sachen hat die Gruppe gesammelt und werden regelmäßig an Bedürftige ausgeteilt. Decken, vor allem Bettdecken mit einem Überzug werden für die kalten Nächte benötigt.
Mir ist aufgefallen, dass es eine unglaublich hohe Zahl an Frauen gibt, die sich inzwischen unter den Obdachlosen aufhalten.

2. Eine weitere Aktion ist die Unterstützung Pfandflaschen nicht in den Mülleimer zu schmeißen, sondern davor abzustellen. Es ist eklig mit den Händen im Müll wühlen zu müssen, um an Pfandflaschen zu kommen. Leider vergessen viele Menschen, dass die Obdachlosen selbst einmal ein geregeltes Leben hatten und aus den verschiedensten Gründen ihr Obdach verloren haben. Jeder muss sich fragen, ob sie/er gerne im Müll suchen würde … .
Entgegen eines Gesetzes, wobei das Sammeln tatsächlich verboten ist, schaut die Polizei absichtlich weg.

3. Der Fairteiler ist ein Bauwagen, in dem Nahrungsmittel an Bedürftige ausgeteilt werden. Es befinden sich Regale und mehrere Kühlschränke in dem Wagen, der auf dem Gelände des Haus der Jugend steht (Adresse: Maschstraße 22, 30169 Hannover). Jeder kann mitmachen.
Ein Problem: viele Lebensmittel werden – aus Unwissen – in das Eisfach gelegt. Doch Bananen verderben sofort. Aufgetaut sind sie nur noch Matsch. Auch dürfen aufgetaute gekaufte Fertigspeisen nicht wieder eingefroren werden. Sie bilden oft Salmonellen oder andere wirksame Keime / Bakterien, die einen geschwächten Organismus schädigen können. Eine regelmäßige Überwachung ist daher unerlässlich.
Über freiwillge Helfer freuen sich alle Teilnehmer, Spender wie Bedürftige.

4. Senioren brauchen auch Zuneigung. Oft hatten sie in ihrem Leben davon schon nicht genug, aber allein zurückbleibend ist es am Schlimmsten. Darum ist Abwechslung wichtig. Die ehrenamtliche Arbeit als „Unterhaltende/r Seniorenbegleitung“ ist daher so wichtig oder eben eine geplante Unterhaltung in der Gruppe. Filme gucken oder Spiele spielen … alles was von Langerweile ablenkt, macht den Tag eines jeder/n Senior*in lebenswert.

5. Vergissmeinnicht ist nicht nur eine kleine hellblaue Blume, sondern ein Ausdruck von Nächstenliebe. Dafür gab es ein Blumen-dankeschön an aktive Helfer*innen. Am 10.11.2018 ist der offizielle Vergissmeinnichttag.

Der Vergissmeinnicht-Tag wird seit 1922 in den USA begangen. Er soll an die Soldaten erinnern, die mit schweren Verwundungen oder Behinderungen aus dem Krieg zurückkehrten. Die Idee hatte Richter Robert S. Marx und schlug 1921 vor, einen Erinnerungstag an die Versehrten von Kriegen zu gedenken. Er war Mitbegründer und Vorsitzender der Organisation Disabled American Veterans of the World War (DAVWW), wo bei Aktionen der Organisation Vergissmeinnicht-Blumen verteilt wurden.

Vergissmeinnicht

Sachspenden und persönliches Teilnehmen um direkt zu Helfen ist erwünscht. Wer Geld spenden möchte kann dies direkt* oder über den Link tun.

* Sofort-Spenden an: Serve the City – Stadtkirche Dreisechzehn / IBAN: DE77 4526 04750016549701 und BIC: GENODEM1BFG

Webseite: http://servethecity-hannover.de/Contact

Mail: servethecity.hannover@gmail.com

Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Stefan Schostok für die Projektwoche 2018 von Serve the City Hannover übernommen.
Vielen Dank, Herr Schostok

„Das Ehrenamt ist eine wichtige Stütze des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Und es gibt viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt aber auch viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten möchten, aber skeptisch sind, ob sie dafür dauerhaft Zeit haben. Für diese Gruppe bietet „Serve the City“ diese Gelegenheit ohne dauerhafte Verpflichtung. Und wer weiß: Einige stellen durch diesen leichten Einstieg vielleicht fest, dass sie doch die Möglichkeit eines dauerhaften Engagements sehen.“

… das sehe ich auch so.
Dennoch sehe ich immer häufiger, dass sich die Politik zur sehr hinter die Ehrenamtsarbeit (-enden) zurückzieht – sich gar entzieht. Es muss mehr von der Politik zur Verhinderung von Obdachlosigkeit getan werden.

Obdachlose müsste es nicht geben und das ist durchaus finanzierbar.

serve the city

Der Mann ist anscheinend aus dem „Raster“ gefallen. Er kann kein Deutsch, aber mit Händen und Zeichen klappt die Verständigung. Ich darf ihn fotografieren. … es ist schlimm mit ansehen zu müssen, dass ein alter Mann, der nach Europa/Deutschland vermutlich vor Krieg / Verfolgung floh, jetzt auf der Straße leben muss. Niemand scheint sich verantwortlich zu fühlen.

serve the city

Zwei Obdachlose … einer Schwerbehindert. DAS darf nicht sein!

serve the city

Serve the city-Helfer übergeben eine Decke und andere Dinge, die gebraucht werden. Ein Gespräch ist auch noch drin.

Es kann jeden treffen … und das ist heute realer, als die letzten 70 Jahre vermuten lassen. Ich finde, das ist ein Skandal !

Ein Bericht von der Aktionistin und der von Obdachlosigkeit bedrohten Francis Bee

Krimi „Zerrissen“ – Teil 3

ISBN  978-3-86541-975-0

… wird im Verlag Lehmanns Media erscheinen

„Zerrissen“ ist der neue Krimi mit Robert Nettles nicht. Er kommt im Ganzen. Mehrere Zerreißproben warten auf den Chefermittler des Scotland Yard und seinem Freund Martin Bohlten. Können Nettles und sein Team die Einzelteile des Puzzles zu einer Einheit zusammen fügen? … 400 Seiten Spannung. Schwarz auf Weiß im Buch und mit gewohntem Gelb-Schwarzem Umschlag.

Leseprobe

… daran arbeite ich noch …

 

Als Taschenbuch in Papierform mit 400 Seiten und

als eBook im Buchandel / Internet BALD erhältlich

Es gelten die im Buchhandel üblichen (Fest-) Preise

Die Zeit

… heilt alle Wunden …

Die Zeit im Dienst kann sein, ist ganz mies.

Aber was du nur siehst: Mensch sein ist echt fies.

Immer wird es Neider geben, und

Wahrheit wird wieder und wieder verdreht.

Gerechtigkeit mit Macht und Einfluss verwechselt.

Gesetze missachtet, verleumdet und geächtet.

Traurig bleibt jener zurück, der geträumt hat von Glück.

Das Glück mit Wahrheit und Liebe bestückt.

Doch aufgekündigt wird der Traum

und hängt geschwind am nächsten Baum.

New Orleans, Louisiana

Vieux Carré

New Orleans, lange vor dem großen Hurrican Katrina

French Quarter … oder auch Vieux Carré genannt, ist heute ein Stadtteil von New Orleans. Der „alte Platz” Vieux Carré oder The Quarter, wie das Viertel auch genannt wird, wurde 1718 von Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet.

New Orleans am Mississippi in Louisiana ist berühmt für ihre Raddampfer und ist die Wiege des Rhythmus. Hier ist der Jazz geboren, wie der Blues in den Baumwollplantagen.

B.B. King … der schwarze Sänger, war die Ikone des Blues und schaffte den Sprung vom Baumwollpflücker zum Weltstar. Eine amerikanische Geschichte, wie sie amerikanischer nicht sein kann.

„Der Blues ist das Herz des Jazz. Blues ist Trauer, Freude und Kraft zugleich und ist einzigartig.“ Das, oder so ähnlich, sagte eine über 80-jährige weiße Sängerin zu mir, als ich sie fragte, was Blues ist.

Sie saß in einer Bar neben mir und lauschte dem Klavierspiel ihres Lebenspartners, einem Schwarzen, summte mit oder sang mit klarer fast jugendlichen Stimme bluesig und jazzig. Im Laufe des Abends erkannte ich die Liebe zwischen den Beiden, die in den Südstaaten bis dato verpönt, aber in New Orleans möglich ist.

Sie erzählte mir von den Zeiten der großen Jazzmusiker, die sie persönlich kannte, wie Louis Armstrong oder Fats Domino und von der Königin des Blues Bessie Smith  und den zahlreichen Sängern, Pianisten, Klarinettisten oder Bassisten, die in den Bars im French Quarter spielten. Sie schwärmte von den guten alten Zeiten, die so gut gar nicht waren, aber in ihrer Phantasie zu einer der Lebenswertesten und Besten mutierte. Wir sprachen auch über die Rassentrennung und sie winkte ab, weil das für die Menschen im Quarter keine Rolle spielte, auch wenn die Trennung noch bis vor Kurzem sichtbar war.

Auf den zerschundenen Holzdielen steppte zum Piano-Jazz ein schwarzer Junge, von dem ich nur das Weiß in seinen Augen und zwei Reihen Zähne sah, weil er vor Freude lachte. Aber seine Gesichtszüge verschwammen vollkommen in dem dämmrigen Licht der matten Öllampen und mit dem dunklen Hintergrund. Gegen Mitternacht wurde er freundlich von dem Barmann nach Hause ins Bett geschickt, nicht ohne zuvor für ihn einige Dollar einzusammeln.

Eine Kakerlake, so groß wie eine Feldmaus, wurde von Cowboy-Stiefeln gejagt und schließlich zerquetscht, bevor sie sich zwischen den Dielen in Sicherheit bringen konnte, während eine Lady fast einen Herzstillstand erlitt. Ihr goldenes Lametta um Hals und an den Armen, die fetten Ringe und ihr viel zu stark geschminktes Gesicht – die gesamte Gestalt – schien nicht so recht in diese Welt zu passen.

Die Farbe blätterte innen wie außen von den Wänden der Bar, der Rauch von Millionen Zigaretten und Zigarren inklusive dem Staub von ungeputzten Jahrzehnten, Sand und Späne auf dem Fußboden und der Schweiß der Tänzer und Musiker mischten sich mit dem Geruch von Bourbon und anderem Hochprozentigen. Mit Parfüm konnte man diesem Gemisch nicht entgegentreten. Das erscheint auch sinnlos angesichts der über 80% Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von plus 22° Ende April 1993. Nach Aussage (m)einer Taxifahrerin, die mich sicher mitten in der Nacht zu meinem Quartier brachte, war das noch gar nichts.

Drei Tage vor dem berühmten Mardi Gras im Jahre 1993 kam ich von Las Vegas über Dallas nach New Orleans. Ich wohnte in einem ruhigen Teil des nordwestlichen French Quarter. Die Unterkunft wurde von einem merkwürdigen Paar geführt: zwei weiße Männer, die stolz auf ihr Best Guest House ganz in Pink waren. Das Interieur versetzte mich in die Gründerzeit der Stadt zurück, nur die klappernde Klimaanlage in meinem geschmackvoll eingerichtetem Schlafraum erinnerte mich, dass ich im 20. Jhd. lebte. Ich stellte diese Klimaanlage in der Nacht ab, die kaum kühler war als der Tag, dafür aber ruhig.

Die alten Gemäuer der (teils) originalen Häuser aus dem 18. Jhd. sind in buntem Pastell angestrichen, ansonsten gab es die recht dunkle Farbe Rotbraun. Und dazwischen der immer wieder sich ausbreitende Schimmel, durch die ständig vorhandene Feuchtigkeit. Der Stuck und Schmuck am Haus, die großen Herrenhäuser der Kolonisten und die schmiedeeiserne Kunst an Balkonen, Zäunen, Tür und Tor und letztlich die immer zu hörende Jazz- oder Bluesmusik … das alles zusammen macht den Flair von New Orleans aus.

Louisiana war erst Französische Kolonie und dann Spanisch, bevor es Amerikanisch wurde, inklusiv weiterer Staaten.

Wobei ich mich frage: was ist eigentlich Amerikanisch?

Ich hatte viel Freude und sehr wenig Schlaf bis zu meinem Weiterflug am Morgen des 01. Mai … dem Beginn des eigentlichen Festivals Mardi Gras. Aber die Einheimischen, Weiße wie Schwarze, Schwule wie Lesben, versicherten mir: das wahre French Quarter ist jetzt! … und nicht morgen oder übermorgen. Ich wurde in die richtig guten Jazzclubs geschickt oder mitgenommen und es war großartig … unvergesslich.

Und das Essen? … auf meiner gesamten USA-Reise habe ich kaum besser gegessen als in New Orleans. Die vielseitige Küche Louisianas ist ein wohlschmeckender Mix aus spanisch-französischen und kreolischen Speisen. Am bekanntesten: Cajun (so wird auch eine Bevölkerungsgruppe genannt und der Slang wird ebenso genannt) Lecker !

Die Sprache ist geprägt von allen Einflüssen von Einwanderern und Sklaven aus den unterschiedlichsten Ländern Europas und Afrikas, von der Gründung bis zum heutigen Tag. Am ersten Tag im Flughafen angekommen, musste ich eine Unterkunft finden und ich verstand nichts. Dieses Englisch hatte mit dem Englisch, das ich bis dahin kannte, nichts zu tun. Mindestens 30 Kaugummi schienen die Aussprache zu begrenzen. Einzelne Silben, wenn nicht ganze Worte, verschwanden in einer Mischung aus sing-sang und nuscheln und verursachte einen gleichbleibenden Ton in meinen Ohren, der verstehbare Worte nicht mehr zuließ. Aber, keine Sorge, die Menschen sind auf Touristen vorbereitet und sie können auch deutlich sprechen.

Ich bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen. Meine damalige Kamera war eine einfache Agfa, eine kompakte Ausgabe – der Agfa Optima Rapid 250, 1965 sehr ähnlich (meine ist in der Liste nicht aufgeführt) – für Kleinformat-Rollfilm, mit der so ziemlich alles, was man heute von einer Kamera verlangt, nicht möglich war. Dennoch habe ich einige Fotos mit Photoshop einigermaßen ansehnlich bearbeiten können. In manchem Negativ verbarg sich ein noch ein Schatz, den ich mit Aufheller sichtbar machen konnte. … und wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekäme New Orleans zu besuchen, dann ganz sicher nicht nur für drei Tage.

Eine ganz besondere Erinnerung: ein Autokennzeichen, dass ich von der Straße aufsammelte und Teile davon mein Beitragbild geworden ist. Bei meiner Rückreise wurde ich kontrolliert und der Beamte sah mich misstrauisch an. Ich erklärte, wo ich es fand, was ihn nicht überzeugte, aber er legte es zurück in den Koffer, schloss ihn und wünschte mir einen guten Flug.

1993-04-29_066-FB_New-Orleans

… von der in Erinnerung schwelgenden Francis Bee.

 

Hier noch eine Liste des Mardi Gras – Programms 1993

Friday, April 23, 1993

John Campbell

The Allman Brothers Band

The Fabulous Thunderbirds

Saturday, April 24, 1993

The Allman Brothers Band

Sunday, April 25, 1993

Fats Domino

Friday, April 30, 1993

Dr. John

The Meters

Saturday, May 1, 1993

Buddy Guy

Fats Domino

King Sunny Adé & His African Beats

Michael McDonald

Santana

Spyro Gyra

The Dixie Cups

The Meters

Willie Lockett & The Blues Krewe

Sunday, May 2, 1993

Santana

 

p.s. Sollte sich trotz mehrmaliger Überprüfung Fehler eingeschlichen haben, wäre ich über einen Hinweis sehr dankbar.

Sommerfrischer Tomatensalat

Was gibt es leckeres als selbstgemacht und dann noch schön frisch im heißen Sommer?

Da fällt mir nur der Tomatensalat ein.

Thomaten - Salat

Zum Herrichten brauchen wir zuerst die Hardware.

Eine Schale für den Salat, ein gut schneidendes Messer mit glatter Klinge, ein Schneidebrett, einen Mörser o.ä. … und dann natürlich die …

Zutaten:

  • Tomaten 300 bis 500 g
  • Zwiebel
  • Knoblauchzehe
  • Pfeffer, bunt
  • Salz / Meersalz
  • Thymian
  • Rucola
  • Basilikum
  • Olivenöl, Leinöl oder Rapsöl

Tomaten waschen, in mundgerechte Stücke schneiden

1 mittelgroße Zwiebel, schälen und klein schnippeln

1 Knoblauchzehe klein häkseln … ganz klein … mini oder mit einer Knobblauchpresse ordentlich ausquetschen / -pressen

2 Prisen Salz / 3 Prisen Meersalz (wegen der Hitze, braucht der Körper mehr Salz – aber Vorsicht ! Nicht versalzen, lieber nachsalzen)

Pfeffer nach Geschmack (Pfeffermühle*, frisch gemahlen ergibt mehr Würze)

Kräuter zupfen – nicht schneiden: Thymian, Rucola, Basilikum

Öl: Oliven oder Rapsöl bevorzugt. Leinöl gut, wenn man keinen Fisch essen mag (bei Hitze nicht so der Hit)

Den Salat in Kühlschrank „durchziehen lassen“. Es bildet sich eine leckere Soße von den Tomaten, den Gewürzen und dem Öl, die man vor dem Essen untermischen kann oder abgießen und als Gewürzgrundlage für eine Tomatensoße mit Spaghetti benutzen (ist aber nicht Tagelang haltbar).

Wer mag, kann kurz vor dem Anrichten Essig hinzufügen … aber sparsam, denn der Salat schmeckt auch Ohne.

Meine Kräuterproduktion

… findet an meinem Fenster statt. Ich habe mir je einen Topf Basilikum, Thymian und Rucola im Bioladen gekauft und diese in einen Blumenkasten mit gutem Mutterboden, gemixt mit einigen Hydrosteinen (Feuchtigkeit wird länger gehalten und Luft kann besser zirkulieren), eingesetzt. Und siehe da: es wuchs und wuchs, wurde üppig und hat inzwischen sogar geblüht und einige unterschiedliche Wildbienen angelockt.

BIO … warum BIO?

Tomaten, am Besten aus eigener Ernte vom Balkon, Garten oder einem Anbauer eures Vertrauens … sonst sind Tomaten aus biologischem Anbau besser.

Warum Bio? … weil dort die wenigsten Schadstoffe drin sind.

Die Tomaten werden nicht geschält und nicht gekocht / gebraten und daher ist Biologisch die gesündeste Variante. Aber in jedem Fall sollte man auf Regionales Gemüse zurückgreifen.

Übrigens: Regionales ist meist teurer als Bio und längst nicht so gesund, wie Bio, weil die Pflanzen und Äcker mit Gülle aus konventioneller Massentierhaltung gedüngt (inklusive ausgeschiedener Medikamente) und mit Pflanzenschutzmittel (von Bayer / Mosanto & Co.) von der Saat (ev. Genmanipuliert) bis zur Ernte mehrfach totgespritzt wurden.

Gleiches gilt für alle anderen Zutaten.

Bio ist Wertigkeit und natürlich ist gesund, was logisch ist = biologisch.

Bio-Anbau ist ökologische Landwirtschaft.

 

Pfeffer … alles Bunt

Warum Bunter Pfeffer? … weil er billiger ist. Schwarzer Pfeffer ist am teuersten. Und die Mischung schmeckt lecker, denn rot, weiß und schwarzer Pfeffer sind im Geschmack unterschiedlich, weil sie auch zu unterschiedlichen Reifezeiten gepflückt wurden.

Wer sich die Mischung selbst zusammenstellt, kommt günstiger weg. Oft wird gemogelt mit der Menge und das kann man umgehen, wenn man sich die Pfeffersorten selbst mixt, wie man es gern hätte.

Der grüne Pfeffer ist „junger“ Pfeffer und (noch) selten in unserer Küche.

Zur Geschichte des Pfeffers

Pfeffer ist überhaupt ein Gewürz, dass erst durch die Seefahrer, die nach Indien fuhren (nicht Amerika – das kam später), in Europa bekannt wurde. Zuerst kam das scharfe Gewürz über die Seidenstraße, aber das machte den Pfeffer unglaublich teuer und nur wohlbetuchte Herrschaften konnten sich den Luxus leisten. Mit ansteigendem Handel und Massenanbaugebieten, kamen mehr Gewürze aus Asien und Nordafrika und wurde günstiger.

Leider ist mit der Massenproduktion in den Anbaugebieten viel Urwald und and. Flächen durch Kettensäge und Pestizide für Monokultur unwiederbringlich zerstört /  vernichtet worden.

Zur Technik, Anwendung

*Wer keine Pfeffermühle hat, der kann die Pfefferkörner auch in einem Mörser² oder mit 2 Steinen mahlen. Bei zwei Steinen ist es ratsam sich einen flachen und einen buckligen Stein mit einer flachen Seite zu besorgen (Bitte keine Steingärten ausrauben). Die Steine sollten nicht aus Sandstein sein, weil diese Steinsorte zu weich ist.

²Der Mörser stammt ursprünglich aus dem Chemielabor und ist aus Keramik. Das Behältnis, die Schale, ist besonders dick und hat eine gute Standfestigkeit mit hochgezogenem Rand. Innen ist die Fläche Rund und passt 1:1 zu dem Stößel, mit dem die getrockneten Früchte (u.a.) gemahlen oder zerstoßen werden. Ich habe damit auch schon Pinienkerne gemahlen, die ich später unter Avocado-Creme gemixt hatte. Die Konsistenz der Nüsse kann mit einem Mörser sehr gut kontrolliert werden.

Es gibt noch den Mörser, der Leben nimmt. Aber den behandeln wir hier nicht.

Zwei größere Steine, hart und mit ziemlich ebener Oberfläche, kann man auch am Strand einsammeln. Aber vorsicht: nicht von überall ist das Mitnehmen erlaubt. Ich habe meine schon vor über 20 Jahren aus Dänemark mitgebracht. Wer auf Schmerzen und Schleppen steht, kann sie sicher auch aus Griechenland (u.a.) mitbringen. Ich rate jedoch davon ab, weil diese Größe schlicht zu schwer für das Gepäck ist. Jedes Gramm zählt.

Mein erfrischendes und leckeres „Abendbrot“, was man auch zu anderen Tageszeiten verspeisen kann: Dinkelvollkornbrot (mit oder ohne Butter) und der würzig-duftende Tomatensalat.

Tomatensalat mit Dinkel-Vollkornbrot

Guten Appetit.

Bauteilbörse

Die Bauteilbörse ist ein Lager, wo all das noch Verwendung findet, bearbeitet, weitergegeben, verkauft und vermittelt wird, was ein anderer noch gebrauchen kann. Hier kommt nichts weg und jeder kann Schätze entdecken, die es nirgends mehr gibt.

Das Lager ist umfangreich. Besuchen Sie unsere Ausstellung und schauen Sie, staunen Sie und verlieben Sie sich in alte Werkstoffe im Original, aufgewertet, bearbeitet.

Upcycling ist eine Kunstform zur Verhinderung von Verschwendung, weiter entwickelt für neue Verwendung im Jetzt und Heute. Abfallvermeidung ist ein Kernpunkt.

Angebot in Eiche

Die Eiche Napoleons` ist das vermutlich älteste erhaltene Holz in Balkenform, welches aus Napoleons Zeitraum stammt. Kurz nach Abzug der Truppen und der Niederlage Napoleons wurde eine Eiche als Erinnerung daran und den gefallenen Kameraden, die für die Freiheit ihr Leben ließen, gepflanzt. Die 100-jährig gefällte Eiche wurde zu Stufen und Dielenbalken verarbeitete Eiche hat viele Generationen überstanden, die über 100 Jahre in einem Treppenhaus über sie liefen.

Das bis heute unbeschadet erhaltene Holz, wurde in einem Abrisshaus entdeckt und vor der Zerstörung bzw. Vernichtung bewahrt. Nun suchen diese herrlichen Holzbalken und Dielen einen neuen Platz, um ihrer Berufung gerecht zu werden. Am Besten in einem dafür geeigneten Haus, renoviert oder neu in Szene gesetzt, würde das alte Holz seinen neuen Besitzern seine Geschichte der Menschen erzählen, die sie betreten.

15 Treppenstufen

Die Stufen können abgeschliffen zu neuem zu neuem Glanz erstrahlen. Die Härte des Holzes des 100-jährigen Eichenbaumes, haben Holzwürmern keinen Fraß-Eintritt gewährt. Die Stufen sind unterschiedlich in der Länge, aber durchschnittlich 113 cm lang. Holzstärke 3,5 Zentimeter, sowie 25 Zentimeter tief/breit.

Eichendielen

Die Dielenbalken sind in einem sehr guten Zustand, schmaler und dünner. Das Holz scheint etwas jünger, aber ebenfalls aus Eiche-Vollholz. Einige Balken haben eine Kerbe, „Nut“, um ineinander geklickt werden zu können.

Die Größe liegt bei ca. 115 Zentimeter Länge, ca. sind 2,5 Zentimeter dick und 9,5 Zentimeter tief. Menge der erhaltenen Dielen liegt bei geschätzten 800 Stück.

In der Bauteilbörse wird nichts weggeworfen, sondern einer neuen Verwendung zugeführt.

Waschbecken, Kloschüssel, BD und für den Herrn der im Steh´n …

Waschbecken unterschiedliche Formen – große und kleine, weiß, hellgrün, rosé. Teilw. mit Amatur und ohne, Wasserspülbecken, BD-Becken und Urinierbecken … ohne Wasserspülung !

Einzelstück: Waschbecken mit Stein

Waschbecken mit Naturstein: Fluss-Stein

Eine Waschbeckenschüssel, eingelassen in einen eleganten Naturstein – Fluss-Stein, anthrazit/schwarz. Hier mit Amatur. Der Stein hat keine sichtbaren Gebrauchsspuren. Waschbecken und Amatur normal. inkl- Kalkablagerung. Der Stein hat die Masse 90 cm breit (Wand), 50 cm tief inkl. Becken – in der Mitte gemessen.Der sichtbarere Rand ist die Isolier-/Abdichtungsmasse, damit das Wasser nicht hinter dem Waschbecken an der Wand herunterlaufen kann.

Wer es haben möchte: Der massive Stein ist schwer und mit dem Becken hat er zusätzlich Gewicht. Ich konnte den Stein nicht anheben.

Wasserlose Urinale für den Herrn …

Diese Urinierbecken stehen für höchste Hygiene auf hoch frequentierten Toiletten … vorbeischauen lohnt sich.

Papiertuchhalter, teils nagelneu und unbenutzt

 

Ein Klavier von H. Keitel Klavierbauer aus Hannover

Oberdämpfer aus dem 19. Jahrhundert

LagerNr. HA000447
Hersteller: Keitel Hannover

Maße

Breite:  155 cm
Höhe:  133 cm
Länge/Tiefe:  65 cm

Eigenschaften

Baujahr (ca.):  1880
Material:  Vollholz, Wurzelholzfurnier
Farbe:  braun
Zustand: brauchbar

Details

Das Klavier ist gemessen am äusseren Zustand brauchbar erhalten.

Es müsste neu gestimmt, einzelne Hämmer erneuert werden. Oberdämpfer-Klaviere werden wegen des Aufwands und des unterlegenen Klangs gegenüber Unterdämpfer oft nicht mehr gestimmt.

Für Liebhaber bieten der Korpus und Verzierungen einige Highlights.

Und was gibt es noch?

  • Fensterrahmen, mit und ohne Scheiben, historischen Griffen usw. aus Holz oder (fast) neuwertig aus Plastik
  • Türen aller Art … Flügeltüren, Jugenstiltüren mit Verzierungen oder geschliffenes (Bunt-) Glas, Holz aus Ulme, Buche oder andere Harthölzer in gut erhaltenem (wenn auch teilw. überstrichenem) Zustand
  • Kacheln von Kachelöfen aus dem vorletzten Jhd.
  • Eisentüren und Verschlüsse
  • Handtuchhalter, neuwertig
  • Möbel, wie Schränke, Tische und Teile von selbigen
  • Elektro-Geräte (repariert)
  • PC-Teile und Zubehör
  • Kleinkram aller Art
  • und „ge-upcyceltes“ … neugestaltet, umfunktioniert, klimaneutral, neuwertig, umgebaut und umkonstruiert

Fensterflügel in Jugentstil oder lieber eine Tür aus den 30er/40er Jahren ?

Alte Schätze, die es immer weniger gibt …

… die Bauteilbörse hat die Schätze noch

Mehr zum Thema Upcycling auf der offiziellen Webseite: direkt-Link

Fragen beantwortet gern Gert Schmidt per Mail  gs@bauteilboerse-hannover.de oder telefonisch unter: 0511-64216481

Ein erstes Kennenlernen ist auch während der Öffnungszeiten möglich:
Dienstag zw. 15 und 19 Uhr.

Über Preise reden/schreiben wir hier nicht, doch verschenken können wir (fast) nichts.

Kontakt-Adresse:

Bauteilbörse Hannover
Glocksee Bauhaus e.V. – Der Vorstand
Glockseestraße 35
30169 Hannover (Calenberger Neustadt)

Postadresse
Glocksee Bauhaus e.V.
Postfach 6065
30060 Hannover

T 0511 – 123 574 28   oder   0151 – 157 802 66

„Deutschland braucht sich nicht zu wundern, wenn Kranke immer kranker werden.“

Wenn man krank ist, wird man noch kranker (gemacht).

Da steckt ein System dahinter … da bin ich mir sicher. Ein System, das kaum zu durchschauen ist. Oder wie geht das sonst? Es muss ein System dahinter stecken, denn sonst wäre es ein Fall für die Justiz. Also ist es politisch gewollt!

 

Einerseits werden ArbeitnehmerInnen, die nach langwieriger Krankheit wieder gesund sind und arbeiten möchten, in die Rente getrieben, obwohl sie die erforderlichen 35 Jahre für eine Frühverrentung noch gar nicht erreicht haben. Andererseits werden langversicherte, die nicht wieder gesund werden (können) aufgefordert wieder Arbeiten zu gehen.

Das war und ist gängige Praxis.

Jetzt muss man eine psychosomatische Störung haben oder vortäuschen, um eine Frührente (Erwerbsunfähigkeitsrente) zu bekommen. Körperliche Gebrechen zählen nicht mehr. Ich behaupte, dass von außen zugefügte Schmerzen psychosomatische Folgestörungen verursachen. Nicht nur körperliche (Unfall, Operation, u.ä.), sondern auch seelische Ereignisse (Mobbing, Tod des Partners / Familienmitglied, Verlassen werden, u.a.) können Auslöser einer psychosomatischen Störung sein.

Es ist egal, wie alt man im Krankheitsfall ist – man wird in jedem Fall erst einmal komplett ausgebeutet und finanziell ruiniert, bevor man irgendeine Leistung erhält. Und sollte sich noch irgendwo eine private stillgelegte Renten- oder Lebensver-sicherungsvertrag finden, wird diese sofort eingezogen / verrechnet, so dass die/der Betroffene keine Leistungen über den gesetzlichen Rahmen hinaus im Alter mehr erwarten kann.

Die Wegnahme von Sicherheiten, die das Rentenalter absichern sollen und stillgelegt – also ohne Beträge zu zahlen „ruht“ -, ist jedoch ungesetzlich. … Ich konnte zu diesem Punkt keine Beiträge / Berichte im Internet finden. Die Information erhielt ich mündlich. Ich bitte daher um Informationen, die diese Aussage belegen.

Nach langjähriger Krankheit wird die/der Betroffene ausgesteuert. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitsplatz bis auf weiteres vorhanden ist und zur Verfügung steht – denn jeder Arbeitnehmer hat das Recht, auch nach einer längeren Krankheitsphase, wieder auf den vorherigen Arbeitsplatz zurück zukommen. (Arbeitsrecht: Tarifvertrag).

Auch das Alter und die schon geleisteten Arbeitsjahre und Versicherungsjahre (DRV) spielen keine Rolle mehr. Im Gegenteil! Für die künftigen RentnerInnen ist das eine Null-Nummer. Da stehen Sozialhilfeempfänger nicht / kaum schlechter da, als ein/e RentnerIn, die/der ohne Unterbrechungen bis kurz vor der Rente arbeitete und dann plötzlich erkrankt aus dem Arbeitsleben ausscheiden musste. Im Ergebnis bedeutet das massive Kürzungen auch bei jenen ArbeitnehmerInnen, die langjährig Rentenbeiträge eingezahlt haben und ununterbrochene Arbeitszeiten aufweisen können. Die Beträge werden soweit gekürzt, dass die/der künftige RentnerIn ’sehr knapp‘ und unverhandelbar über dem Betrag liegt, der die Menschen zu Sozialhilfeempfängern macht.

Mit Wohngeld und Sozialhilfe kann man leben … wie, ist erstmal unwichtig … zumindest für Politiker, deren Gehalt alle steuerzahlenden BürgerInnen bezahlen und über die Amtszeit hinaus fette Pensionen für das Ruhestandswohl der ehemaligen Abgeordneten.

… oder man kann mit Hartz IV leben. Ganz am Ende steht das Rentenalter und wer dann wegen Krankheit nichts dazuverdienen kann (Krankheiten), der hat unter Umständen weniger als nichts.

 

über Hartz IV

Auszug: Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele fordert weitreichende Reformen von Hartz-IV. So müsse es etwa einheitliche Sanktionen für Erwachsene und Jugendliche geben und Vereinfachungen bei den Hinzuverdienstgrenzen für Aufstocker.

„Ich plädiere für die Vereinheitlichung der Hinzuverdienstgrenzen, um bei den Aufstockerleistungen den bürokratischen Aufwand zu verringern“, sagte Scheele der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Im Moment seien die ersten 100 Euro Zuverdienst in der Grundsicherung anrechnungsfrei. Nach diesem Muster könne man insgesamt auch bei darüber liegenden Beträgen verfahren. „Wir brauchen ein paar wenige feste Beträge, statt für jeden einzelnen Aufstocker variable Grenzen beachten zu müssen“, sagte der BA-Chef.

Also ich verstehe das so: Der BA-Chef fordert Vereinfachungen, um mehr Sanktionen den betroffenen Harz IV-Empfängern gegenüber aussprechen zu können. Die Krux: nicht alle Betroffenen haben das gleiche Alter, sind nicht alle gleichlang arbeitslos und einige sind sogar noch krank und gelten nach der Aussteuerung offiziell als Arbeitslos, obwohl sie es eigentlich nicht sind. Diese Betroffenen werden für den Arbeitsmarkt freigeschaltet, obwohl sie gar nicht arbeiten könnten. DAS ist Mehraufwand – für alle Beteiligten!

Hinzuverdienst darf meiner Ansicht nach nicht dazu führen, dass dieser Hinzuverdienst angerechnet wird, wenn der Arbeitgeber eine Lohnabrechnung für erbrachte Arbeitsleistungen zahlt, aber nicht in Einzelbeiträgen sondern einmalig. Das führt dazu, dass der so ausgezahlte Gesamtlohn nicht zur monatlichen Verrechnung mit dem Arbeitslosengeld benutzt wird, sondern als Einmalverdienst und somit wird der angeblich überbezahlte Monatshinzuverdienst von den Hartz IV-Zahlungen abgezogen. Wenn aber die erbrachte Leistung in dem Zeitraum von Beginn bis Ende des Arbeitsvertrages erfüllt wurde, kann der Betrag auf die Monate bezogen anerkannt werden. Somit hat der Bezieher von HARTZ IV keine Abzüge. Ich frage mich, was daran so schwer ist?! … Taschenrechner … Monate durch Gesamtgehalt macht den monatlich zu berechnenden Hinzuverdienst. Mehraufwand für die Agentur für Arbeit sehe ich nicht.

Einheitliche Regeln solle es zudem auch für die Anrechnung von Vermögen geben. „Das würde uns die Arbeit enorm erleichtern und es müsste weniger Geld in den Verwaltungsetat umgeschichtet werden“, so Scheele.

Es gibt eine einheitliche Regel: jegliches Vermögen unter 8000,- €uro wird nicht angerechnet. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: kein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit richtet sich danach. Da wird schon mal mit dem Gerichtsvollzieher gedroht, auch wenn es keine Werte gibt.

Er fügte hinzu: „Einheitliche Sanktionsregeln für Jugendliche und Erwachsene hingegen könnten uns dabei helfen, junge Menschen im Vermittlungsprozess nicht zu verlieren. Es ist niemandem geholfen, wenn ein junger Mensch seine Wohnung verliert, wenn bei der zweiten Pflichtverletzung seine Miete nicht mehr übernommen wird“, sagte Scheele.

Es kann keine einheitlichen Sanktionsregeln für Jugendliche UND Erwachsene geben. Das ist kompletter Unsinn. Jugendliche sollten schnell und unkompliziert in eine Arbeit kommen. Dafür braucht es ev. Miet- oder Fahrkartenunterstützung, wenn der Ausbildungsbetrieb / Arbeitsplatz nicht in Wohnnähe liegt. Bei Erwachsenen gibt es meiner Ansicht nach drei Kategorien:

  1. Erwachsener ohne Ausbildung, aber mit langjähriger Arbeitsstelle. Arbeitsplatzverlust durch Betriebsschließung ist nicht die Schuld des Betroffenen. Das muss berücksichtigt werden. Dazu zählen für mich aber auch jene Erwachsenen, die immer wieder versucht haben einen längerfristigen / unbefristeten Arbeitsplatz zu bekommen. Viele Menschen werden von Arbeitgebern ausgenutzt und vor Ende einer Probezeit ohne Angabe von Gründen wieder entlassen. Diese Personen dürfen nicht sanktioniert werden!
  2. Erwachsene, die durch langer Krankheit ausscheiden, aber nicht arbeitslos sind. Der Arbeitsplatz ruht. Die Versicherungsjahre für den Erhalt einer Erwerbsminderungs- / Erwerbsunfähigkeitsrente sind erreicht (ab 35 Beitragsjahre). Auch diese Personen dürfen erst recht NICHT sanktioniert werden!
  3. Erwachsene, die noch nie gearbeitet haben – zumindest nicht offiziell, sind als Faule betitelt und das sind sie auch. Ja, bei dieser Kategorie bin auch ich für Sanktionen.

Zur Debatte um den Begriff Hartz IV sagte er: „Wir brauchen keinen neuen Namen, denn die Leistung heißt ja eigentlich Grundsicherung. Das trifft es auch genau: Sie ist die letzte Sicherung, die der Staat bereithält, wenn jemand sich selbst nicht mehr helfen kann.“ Ihm sei schon wohler, wenn alle Politiker, die sich gerade darüber aufregten, den Begriff Hartz IV nicht mehr benutzten, sondern Grundsicherung sagen würden, so Scheele.

Was den Namen für etwas angeht, teile ich die Meinung des BA-Chefs. Aber die Grundsicherung reicht nicht zum Leben – egal wie sie heißt ! – gerade für die Kategorien der ehemaligen ArbeitnehmerInnen, die einen gewissen Lebensstandard erreicht haben. Diese Menschen verlieren alles, was sie sich aufgebaut haben … und das nur, weil der Betrieb geschlossen wurde oder eine Krankheit eine Arbeitsleistung nicht mehr zulässt.

In die Zukunft blickend: „… Da gebe es Menschen, die schon lange arbeitslos seien. „Sie zu vermitteln wird schwierig, das geht vielleicht bis dahin über einen sozialen Arbeitsmarkt“, so der BA-Chef.

Nicht jeder, der Langzeitarbeitslos und dazu erkrankt als solches gilt, möchte kurz vor der Rente noch vermittelt werden. Das macht auch keinen Sinn. Mehr Rentenpunkte gibt es nach 40 Jahren in Vollzeit nicht und mehr Rente wird es am Ende auch nicht geben – auch wenn das für jeden vernünftig-denkenden Menschen unlogisch erscheint – sondern eher weniger. Das Argument: demografischer Wandel.

Beitrag komplett von Focus online.

Der Gesetzgeber ist mit weitreichenden Gesetzen für einen gut funktionierenden und sozialen Arbeitsmarkt gefordert. Die Vermittlung ist und bleibt Sache der Agentur für Arbeit. Die Übernahme der Vermittelten muss gesichert werden und das auf Dauer! Das wollen die Betriebe, die Arbeitgeber nicht! Gerade mittelständische und Großbetriebe lieben befristete Arbeitsverhältnisse, auch Zeitverträge genannt. Die Löhne können so gedrückt gehalten werden, Arbeitnehmer werden ausgebeutet. Daran hat die Anhebung des Mindestlohnes nichts geändert (Mindestlohngesetz).

DGB: Gesetzlicher Mindestlohn im Jahr 2018: 8,84 Euro pro Stunde. Laut Mindestlohngesetz wird der gesetzliche Mindestlohn alle zwei Jahre neu festgelegt.

DER SPIEGEL 48/2014 vom 20.11.2014 über Ausbeutung.

Die Ausbeutung führte zu Arbeiteraufständen, Kämpfe und starken Gewerkschaften. Kann man alles in der Geschichte der Gewerkschaften nachlesen.

Doch auch für kleinere Betriebe ist es oft schwer. Die IHK macht es Aufnahmewilligen Unternehmen (auch Kleinstbetriebe) schwer auszubilden oder Einstellungen aus berufsfremden oder ähnlichen Arbeitsbereichen zu tätigen, auch wenn die praktische* Qualifikation vorhanden ist.  (*ev. ohne Berufsausbildung, aber vorhandene Kenntnisse)

Krankenkasse und Serviceleistungen

Wenn nun ein/e langzeiterkrankte/r ArbeitnehmerIn alle schulmedizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, bleiben oft nur die medizinischen Leistungen, die von den gesetzlichen (und oft auch von den privaten) Krankenversicherungen NICHT übernommen werden. Doch wird die/der finanziell ausgebeutete Betroffene keine Chance auf Heilung oder mindestens Besserung haben, weil die Mittel fehlen.

Bei den hohen Gewinnen, die die Krankenkassen in den Jahren nach der Gesundheitsreform hatten, sind Zugeständnisse natürlich nicht drin. Überschuss könnte auch denen zu Gute kommen, die sonst keine Chance auf Linderung oder sogar Genesung haben.

Eine Rückkehr in den Beruf ist damit aussichtslos. Der soziale Abstieg unaufhaltsam. Obdachlosigkeit droht!

Wenige können nebenbei arbeiten gehen und sich eine Art Aufstockung der geringen Grundsicherung dazuverdienen. Aber Vorsicht !!! Außer Schwarzarbeit ist der Job anzumelden (geschieht über das Melden des Arbeitgebers bei Rentenversicherung und Krankenversicherung) und ca. 1/3 des Nettoverdienstes wird von den Zahlungen abgezogen.

Es gibt einige (noch sind es wenige) Betroffene, die sich das Leben nehmen … ich weiß nicht, was andere tun.

Krankenkassen bieten Serviceleistungen an, die man mit Eigenanteilzahlungen aufstocken kann. Das können die wenigsten Arbeitnehmer und RentnerInnen (mit niedrigem Verdienst und Zukünftige) noch leisten. Nebenher machen die Krankenkassen Milliardenprofit.

Doch wenn es darum geht, dass die/der Betroffene wieder eine Chance hätte in den Beruf zurückzukehren, wäre das nicht für alle Versicherten in Deutschland besser?

 

Rückkehr in den Beruf ausgeschlossen

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Es gibt Erkrankungen, die mit einer speziellen oder besonderen Behandlung wieder gelöst, gelöscht und würden für den Arbeitsmarkt bzw. für ihren Job wieder zur Verfügung stehen.

Stattdessen werden Zusatzleistungen, die aus dem Pool dank der Gesundheitsreform Agenda 2010 großzügig herausgenommen wurden, von keiner Krankenkasse bezahlt (Ausnahmen gibt es wenig).

Eine Zusatzleistung ist z.B. die Zahnprophylaxe oder professionelle Zahnreinigung. Das liegt sicher daran, dass die Manager der Krankenkassen und Politiker meinen dass RentnerInnen keine Zähne mehr brauchen. Die Krankenkassen bieten unterschiedliche Serviceleistungen an, aber 1 Prophylaxe pro Jahr muss/kann der Zahnarzt abrechnen.

Zu den Zusatzleistungen zählen auch Salben, deren Inhalt auf pflanzlicher Basis und damit ohne Kortison / Hydrokortison (künstlich erzeugtes Hormonpräparat, welches auch von der Niere / Nebennierenrinde erzeugt wird) versetzt ist, aber eben für eine Dauerbehandlung bei Hautkrankheiten [Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte)] angewendet werden kann. Kortison hingegen darf nur in einem bestimmten Zeitraum dem Körper bzw. den Nieren zugemutet werden. Die Daueranwendung schädigt die körpereigene Produktion der Nebennierenrinde.

Die körpereigene Kortison-Produktion der Niere kann mit Kneippanwendungen angeregt werden. Bei einigen Patienten reicht das schon für eine Besserung, andere müssen künstlich nachhelfen. Aber um die Nieren nicht zu schädigen, muss die Gabe des künstlichen Kortisons in Dosierung und zeitlich begrenzt sein. Das Ausleiten von hohen Kortisongaben dauert ca. 10 Jahre*. In der Zeit darf kein Kortison eingenommen, gesalbt oder gespritzt werden. (Quellen: *Heilpraktiker K. Peinert [+], Wort: Duden, Latinum)

Zusatzleistung ist auch das Aufsuchen eines Chiropraktikers oder Homöopathen.

Link zum Kassenvergleich für Serviceleistungen

Einige Krankenkassen übernehmen Zusatzleistungen im Jahr von ca. 500,-€ (Information aus einer Praxis –  bitte erst nachfragen). Meine Recherche dazu: die Übernahme erfolgt bei der AOK bis 80% des privat zu zahlenden Betrages und auch nur dann, wenn Chiropraktiker / Homöopath eingetragener Arzt ist und z.B. anerkannte  Therapien / Schulmedizin anbietet. Hierfür ist dann wichtig, dass auf die Leistung entsprechend ausgewählt wird, die auch als Zusatzleistung deklariert ist.

Siehe auch die Geschichte der Gesundheitsreform.

 

„Die Rente muss reichen“

Nachdem der Staat den einzelnen Normalbürger ordentlich ausgenommen hat und an an den Rand des Exixtensminimums brachte, stellt sich die Frage, wie ein Rentenniveau erreicht werden kann, damit der Lebensabend für die jetzigen RentenensteigerInnen und künftigen Rentner noch überlebenswert bleibt.

Alterssitz?

Ich werde meinen Lebensabend ohne Freund verbringen müssen. Er hat mich im Stich gelassen, weil ich krank bin.

Ich brauche keine Millionen, ich verlange keine riesen Summen … aber wenn ich meine Miete plus Nebenkosten, die Verkehrsmöglichkeiten / Öffis und den Seniorennachmittag / soziale Kontakte und Medizin (auch jene, die nicht von den Krankenkassen übernommen wird) nicht mehr leisten kann, mich auf ein Minimum für Lebensmittel beschränken muss, keine neue Kleidung mehr kaufen kann und für den Rest meines Lebens auf einen einzigen Urlaub im Jahr verzichten muss, hat das mit Lebensqualität nichts zu tun. Dann habe ich umsonst über 35 / 40 Jahre gearbeitet.

Mein Apell richtet sich vor allem an die Politik und an jene, die zuviel von dem haben, was Alterssicherung bedeutet: Geld.

… nur so nebenbei: die „Erneuerung“ der Bundeswehr kostet über 12 Milliarden €uro. Das bezahlen WIR, die Steuerzahler.

 

Recherchestand: Mai 2018