Krimi „Der Regisseur“ – 1.Teil

ISBN  978-3-86541-535-6

Im Verlag Lehmanns Media erschienen

Der Regisseur, Francis Bee

Leseprobe

Er ließ seinen Jeep langsam die seichte Neigung hinunterrollen und stoppte am Straßenrand. Er überprüfte abermals die Umgebung. Es war der späte Nachmittag eines namenlosen Sonntages. Die Gegend immer wieder prüfend, öffnete er die Heckklappe und zog eine Plane mit einem schweren Gegenstand hervor. Die Decke, die als Sichtschutz gegen Neugierige diente, legte er sorgfältig an die Seite. Niemand würde ihn vermissen und niemand hatte gesehen, wie er seiner habhaft wurde. Als er seine schwere Last platziert hatte, sah er noch einmal über die Landschaft. Nichts rührte sich. Es war still. Kein Geräusch störte das Arrangement.

***
Sie drückte ohne viel Aufhebens ihr Handgepäck, bestehend aus einer khakifarbenen Umhängetasche mit ihrem wertvollsten Besitz, einem Netbook und ihrer sämtlich darauf gespeicherten Geschichten, in seine Hände und sagte hektisch „Entschuldigung… Bitte … können Sie das kurz halten? Ich komme sofort. Dort ist mein Koffer“, und drehte sich auch schon um und rief ihrem Koffer hinterher „Halt! Stopp! Moment mal, anhalten!“ Sie erwischte ihn fünf Meter vor der Schleuse, in der er zu verschwinden drohte, um noch eine Runde zu drehen.

***
Ein Polizeibeamter verweigerte ihnen die Weiterfahrt.
„Guten Abend. Was ist denn passiert?“ fragte Finley den Polizeibeamten, der sich in den Weg stellte.
„Hier können Sie erst einmal nicht durch“, erklärte er forsch.
Finley und Sabina sahen sich an und hörten plötzlich einen anderen Polizisten schreien: „Wo ist verdammt noch mal der Fotograf! Ruft doch mal jemand den Fotografen an!“ Seine Wut schrie er hinaus und die Polizisten in unmittelbarer Nähe zuckten zusammen.
Die Absperrung nahm unterdessen Form an. Ein gelbes Plastikband mit der Endlosaufschrift POLICE wurde großzügig um eine Fläche gezogen, in dessen Kern, am Rand zum Asphalt, etwas lag.

***
Seine Augen gewöhnten sich allmählich an das Dämmerlicht und er ging vorsichtig weiter. Nettles hatte das Gefühl, dass er beobachtet wurde. Er sah sich nach allen Seiten um, konnte aber nichts Verdächtiges entdecken.
Sollte der Mann hier unten sein, dann musste er sich hier irgendwo versteckt halten. Wäre es ein Kollege, würde er sich zu erkennen geben, dachte Nettles. Aber das hier machte ihn mehr und mehr nervös.
Plötzlich kam ein Arm von hinten und ergriff Nettles am Hals und drückte ihn nach hinten. Er wehrte sich und versuchte mit dem Ellenbogen nach hinten zu schlagen, um seinen Gegner zu treffen. Das musste er mehrmals wiederholen, bis sein Angreifer ihn endlich los ließ. Sie rangelten weiter und Nettles versuchte das Gesicht seines Angreifers im Dunkel zu erkennen. Er hatte sich für den Angriff die finsterste Ecke in der Garage ausgesucht. Perfekt gewählt. Nettles drückte seinen Angreifer an eines der Autos, dass der Alarm ausgelöst wurde. Ohrenbetäubend breitete sich der schrille Ton in der Garage aus und musste bis in die zweite Etage zu hören sein. Der Angreifer war flink und traf mit einem rechten Haken Nettles am Kinn. Der ging zu Boden und war für Sekunden benommen, als sich der Angreifer auf ihn stürzte und mit einem Gegenstand mehrmals auf ihn einschlug.

***
„Esther, bitte, lass los. Bitte“, sagte er sanft und zog vorsichtig ihre Arme von sich. „Martin. Lass die Bude hier auf den Kopf stellen und eine Spur zu seiner Frau suchen. Irgendwo muss sie sein. Vielleicht ist sie auch tot. Und Harriet nicht mit dem Monster allein lassen.“
„Es gibt einen Garten“, rief Evens, der mit einem Teil der Einheit von hinten zum Haus heran gekommen war.
„Umgraben!“ rief Nettles zurück.
„Umgraben?“ fragte Evens erstaunt.
„Ja, umgraben.“

… mehr im 1. Teil der neuen Krimireihe

Als Taschenbuch in Papierform mit 445 Seiten und als eBook im Buchandel oder Internet erhältlich

Es gelten die im Buchhandel üblichen (Fest-) Preise

Der Regisseur, Francis Bee

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