Ruhe in Frieden

Verwandte und Freunde meiner Mama Christa waren der Einladung gefolgt und trafen sich am Parkplatz des RuheForst´s am Deister. Das Wetter meinte es gut mit uns und so wehte der Wind die dicken Regenwolken fort. Im Wald war es angenehm – alles andere war schon unangenehm genug.

Es wurde ein Gedicht verlesen, welches ich mir zuvor aussuchen durfte, … ich wählte eins, in dem ein Engel vorkam.

Andachtsplatz

Die Urne, perlmuttschimmernd mit Goldrand und Engel.

Der letzte Weg

Im Stillen gedachten die Trauergäste meiner Mutter, während die Vögel im Hintergrund zwitscherten. Ach, ich glaube, dass hätte meiner Mama gefallen, auch wenn es etwas kitschig anmutet. Kitsch ist manchmal klasse.

Bei der Frage, ob sich jemand als Träger der Urne findet, zuckten alle erschrocken zurück … auch die Jüngeren unter uns. Diesen Part übernahm dann auch der RuheForst-Begleiter und so wanderten wir über einen weichen Holzverschnitt-Teppich zum Baum, wo die Urne eingelassen werden sollte.

Andachtsplatz

Das war für die älteren Teilnehmer schon ein kleiner Gewaltmarsch. Rauf und runter … es war so bergig … mal nach Rechts, dann wieder Links herum und über eine kleine Holzbrücke. Und ich wünschte mir in dem Moment, dass die Leute, die jetzt diese Wanderung unternahmen, auch Strapazen hätten auf sich nehmen können, als meine Mama noch lebte.

Wenige haben meine Mutti im Pflegeheim besucht – und wenn, dann nur ein Mal innerhalb von einem Jahr. Einige kamen nie. Dafür gäbe es nur eine einzige Entschuldigung: die Entfernung. Doch genau dieser Teil der Verwandtschaft, die den längsten Weg hatte, war gleich mehrmals angereist.

Am Urnenplatz und Baum

Schalen mit Blüten und Sand standen bereit … und der Wald war es auch.

Nachdem die Urne eingelassen und wir uns gegeseitig getröstet hatten, gingen wir langsam … weg.

Wir ließen den Wald hinter uns und entfernten uns so schnell, dass das Gehirn die Schnelligkeit kaum verarbeiten konnte. Es trat eine unbeschreibliche Leere an die Stelle, die zuvor noch mit den Tränen rang. Ein letzter Blick auf ein Foto in silbernem Rahmen und ein Licht, welches symbolisch der Seele meiner Mama den Weg weist, blieb gedanklich im Wald zurück.

Die Trauerfeier fand in dem Lieblingsrestaurant meiner Mama statt. Wir haben viele Geburtstage, Taufen und Hochzeiten im ‚Donau Grill‚ gefeiert.

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Im Biergarten haben wir dann alte Fotos gesichtet, die meine Tante mitgebracht hatte. Viele davon kannte ich nicht, aber die meisten hatte mein Opa (der Vater meiner Mutter) mit seiner Praktika fotografiert. Die muss ich natürlich haben. Ich bin gespannt.

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Ein Leben danach … scheint möglich. Doch ich fühle mich leer … es fehlt wieder ein Stück meines Herzens. Vielleicht ist es das letzte Stück und das Gefühl ist stärker als jemals zuvor. Ich kann mir nicht vorstellen noch mehr zu verlieren.

Ja, ich fühl mich alleingelassen.

Und der Verstorbene? … Es bleibt von der Person nichts, außer Erinnerungen für die Verwandten, Freunde und den Bekannten. Das geht für mich irgendwie nicht zusammen … man ist einfach weg. Man kann nicht anrufen und auch nicht hinfahren. Es wird sein, wie damals bei meinen Großeltern: ich stand vor dem Grab und redete mit dem Stein. Jetzt werde ich im Wald stehen und mit einem Baum reden. Im Gegensatz zu einem Stein, versteht mich der Baum wenigstens … Bäume haben eine Seele und sie können Signale aussenden. Das weiß ich schon länger, als moderne Förster. [Buchtipp: Förster Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume]

Ein paar Dinge, die nicht einfach so verschwunden sind, nennt man Nachlass – ohne juistischem Hintergrund, und ist soviel mehr, als nur das, was so in einem Leben angesammelt wurde.

DER KAMPF GEHT WEITER

Der Nachlass ist auch das, was den Erben, Kindern oder Eheleuten, leider mit viel Arbeit und Kampf mit den Behörden zurücklässt. Rechnungen treffen ein und ich habe wieder Formulare ausgefüllt und Anlagen, wie die Sterbeurkunde, verschickt.

Die Deutsche Rentenversicherung* hat die überwiesene Rente, sofort wieder eingezogen … Minus auf dem Girokonto meiner Mutter !!!

Das ist der fehlende Betrag, den das Sozialamt Fachbereich Senioren immer noch bezahlen muss (siehe dazu Blogbericht: Pflegeheim kündigt Heimplatz). Der Betrag, der aus der Räumung herührt, die teurer wurde als das Sozialamt gewollt hatte, ist noch immer nicht auf dem Konto eingegangen (näheres im Blog).

Minus auf dem Girokonto.

Ich habe einen Antrag an die DRV* geschickt. Mir steht als Hinterbliebene die Rente zu – dachte ich zumindest. Doch vorerst kann ich gar nichts tun, weil kein Geld da ist.

Wer mir helfen möchte, der möge bitte direkt auf das Konto der Commerzbank / IBAN: DE87 2508 0020 8338 0944 00 / BIC: DRESDEFF 250 eine Direkt-Einzahlung vornehmen.
Ein Ende ist zumindest noch nicht in sicht, was den Krieg mit den Behörden angeht. Ich vermute, das wird mir mein Leben versauern.

Doch jetzt begebe ich mich erstmal in den Wald …

Blick in den Wald

Waldgesichter

… lausche nach Geräuschen

… schaue nach Gesichtern

… gehe in Gespräche

… und bin gespannt, was ich alles finde.

                     Liebe Grüße 

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Fotos: Max Heise | Foto-Bearbeitung,Zusammenstellung, Blog: Francis Bee

 

 

 

Der letzte Weg

Nachdem ich nun alles getan habe, damit der Pflegeheimplatz meiner Mutter nicht gekündigt wird und ich immer noch auf das Geld vom Sozialamt warte, hat sich meine Mutter aus dem ‚Staub‘ gemacht. Nun stehen, neben den alten, neue Rechnungen ins Haus: die Beerdigungskosten.

Christa

Meine Mama – Aufnahme bei einer Feier entstanden

Die eigenmächtigen Abbuchungen des Pflegeheimes (kompletter Betrag) haben ein Loch gerissen, welches annähernd die Höhe des Verwahrgeldes in der Gesamtsumme zw. Juni 2019 bis Mai 2020 umfasst. Das Verwahrgeld wird auf gleichnamiges Konto in dem jeweiligen Alten-Pflegeheim für private Ausgaben oder Anschaffungen für Heimbewohner hinterlegt und bei Bedarf ausgezahlt. Es wird für Zusatzausgaben wie Friseur, Nagelpflege oder Sonderwünsche des Bewohners verwahrt. Die Höhe des Verwahrgeldes richtet sich nach Höhe der Rente, aber es gibt bei kleinen Renten einen Mindestsatz. Zusatzleistungen, wie rezeptfreie Medikamente, Podologie, Telefon, Essen außerhalb der Einrichtung oder der Friseurbesuch usw. sind nicht in den Heimkosten bzw. -ausgaben enthalten. Einzige Ausnahme: der/die Heimbewohner*in kann nicht mehr selbstständig die Wege erledigen.

Meine Mama hatte nach einem Schlaganfall Aphasie. Das ist eine Störung, die das Sprachzentrum betrifft. Meine Mutter konnte nicht mehr lesen und schreiben, sprechen (fast) nur mit verdrehten Buchstaben und so hat sie vermutlich alle anderen auch nicht verstanden. Sie fand das schrecklich, denn sie konnte sich nicht mehr so artikulieren, wie es gewöhnlich war. So manches gab mir Rätsel auf. Doch es war weit mehr bei dem Schlaganfall getroffen worden. So auch das Verständnis für notwendige Dinge. Sie entwickelte geradezu eine Phobie gegen Wasser und schreckte bei Wasserberührung regelrecht zurück – schließlich wehrte sie sich mit allem, was ihr zur Verfügung stand. Wir nahmen abstand. Was solls auch. Sauberkeit wird überschätzt – juckt nur manchmal – und in dem Alter werden sportliche Aktivitäten, bei denen man derart ins Schwitzen kommt, dass man duschen möchte, auf die nötigsten Gänge zum Essen, Toilette und einem kleinen Spaziergang beschränkt. Und juckt das Fell besonders, kann man es ja mal mit einem Schwimmausflug an die Kiesteiche versuchen … im Hochsommer. Doch auch dazu ist es leider nicht mehr gekommen.

Sie war Friseurin ( … so heißt das, und nicht Friseuse, erklärte mir einmal meine Mutter) und hat sich die Haare selbst geschnitten. Bestenfalls hat sie eine ehemalige Kollegin und langjährige Freundin an ihren Kopf gelassen. Für die Nagelpflege habe ich eine junge Dame engagiert, die ein transportables Nagelstudio-Equipment hatte. Bezahlt habe ich das aus dem Bankkonto meiner Mutter, obwohl dafür eigentlich das Verwahrgeld im Heim eingesetzt werden sollte.

Trotz der Absprache im Januar 2020 hat das Pflegeheim die komplette Rente ohne Einwilligungserklärung vom Konto eingezogen. Die Höhe des Verwahrgeldes würde gerade ausreichen um Nagel- und Fußpflege, Friseur, Zusatz-Versicherung für Zahn und Brille, Telefon und Kontoführungskosten zu decken. Wenn aber die komplette Rente abgezogen wird, entsteht ein Loch / Minus auf dem Bankkonto. … ich hatte einen Rechtsanwalt eingeschaltet … .

Mamas fortschreitender Verfall

Einziger Trost: meine Mama hat mich bis zum Schluss erkannt und sich gefreut. Ich konnte sie zwar nicht mehr in den Arm nehmen, aber immerhin besuchen … und in der Quarantänezeit nach ihrem Krankenhausaufenthalt, befand sie sich im Erdgeschoss des Pflegeheimes, was mir die Möglichkeit gab, sie wenigstens durch das Fenster sehen zu können. Nur das … und es brach mir fast das Herz. Das letzte Mal, als ich bei ihr war, musste ich weinen, als ich ging. Das war nicht gut – für meine Mama.

Trotzdem kommt der Moment, wo es heißt, endgültig Abschied zu nehmen. Und dieser Moment kommt immer zur Unzeit. Darauf kann man sich nicht vorbereiten.

Lebens-Collage

Das Leben meiner Mutter in Portraits mit ihren drei Männern (mein Papa, oben rechts).

Am 26.05.2020 – High noon – war es soweit. …

High noon gehörte zu den Lieblingsfilmen meiner Mutter. Das hat sie ja toll hingekriegt, dachte ich sofort.

Mein Leben blieb stehen … ein Nichts breitete sich in mir aus … alles verschwamm … jede Handlung wurde zu einer unfühlbaren Tätigkeit … taub und stumm fühlt sich das an. Die Ohren hören nicht mehr, Telefonate geraten in einem Geflecht von Worthülsen zu zerfallen, eine merkwürdige Hektik ergreift das Herz und lässt es schneller schlagen, der Magen rebelliert und im Kopf brummt es. Geräusche werden abgeschnitten, zurückgedrängt, dumpf  … Watte … es ist wie Watte. Und am liebsten wäre ich durchsichtig.

Mit einem Mal war ich erwachsen = „Zwangserwachsen“. Ich wollte das nie: erwachsen sein. Doch wenn das letzte Elternteil nicht mehr da ist, ist man ganz sicher Erwachsen. Und man fühlt sich unsagbar allein. … Jetzt war ich es tatsächlich: Allein.

Ich musste, nachdem der Notarzt den Tod im Pflegeheim festgestellt und ich mich verabschiedet hatte, sofort zum Bestattungsinstitut … und man wählt eines, welches in der Nähe ist, egal welches man sich vielleicht zuvor schon mal angesehen hatte.

Einige Aufgaben übernimmt der Bestatter, was es aber nicht wesentlich einfacher macht. Behörden wurden informiert. Das alles kostet nicht nur Zeit. … Jede einzelne Kopie wie die Sterbeurkunde kostet Verwaltungsgebühren. Der Amtsakt im Rathaus umfasst die Ausstellung eines unscheinbaren Zettels mit Unterschriftenkürzel und einem offiziellen Stempel der Stadt in zweifacher Ausführung. Die Ausübung dauert maximal fünf (5) Minuten und Eintrag ins städtische Einwohnermelderegister … oder der Austrag.

Die Einäscherung erfolgt in einem Sarg aus Kiefern-Vollholz, roh inkl. Innenauskleidung. Bestatterwagen, Träger zur Überführung aus dem Pflegeheim und Nutzung des Transportsystems (nach Din EN 15017 = Europäische Norm für Bestatter), der Urnentransport, das Krematorium, Bestatterwagen und die Träger … alle Posten werden einzeln aufgeführt … das kostet. Dazu kommen Kleinigkeiten wie hygienische Versorgung des Verstorbenen, Kleidung, Klimaraum bis zur Einäscherung, Orga und Koordinierung aller Termine, die Überwachung, Büromaterial, Telefon- und Portokosten … alles in allem kostet nur diese Abwicklung ab 2200,-€uro. Es geht auch günstiger und – wer hätte es gedacht – teurer … alles eine Frage der Information. Doch wer will sich damit befassen, wenn der Todesfall noch so fern .

Die Urne soll nicht aussehen, wie eine Blechbüchse – das war bei meinem Vater so, was mich nachhaltig prägt. Diese Büchse steckte in der für alle sichtbaren Urnenhülle, die aber meiner Meinung nach nicht viel besser aussah. Aber die Wahl war sicher auch eine Kostenfrage, denn die 2. Frau meines Vaters hatte kein Geld.

Mein Vater ist schon mit 66 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben.

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Abschied mit Schreibfehler

Für meine Mama sollte es eine schöne Urne sein, die zu ihr passt und die sie sich auch ausgesucht hätte. Ich wählte eine perlmuttglänzende Urne mit einem Zierstreifen aus Goldfarbe und mit einem Engel drauf. Meine Mutti liebte Engel. Engel haben etwas wunderbares an sich, sagte sie einmal. Sie meinte, dass diese kleinen Engel überall hinfliegen können und dortbleiben, wo es ihnen gefällt. Und ich finde, sie hatte recht. Mich faszinieren auch Engel und ich glaube, meine Omi ist nach ihrem Tod 1979 ein Engel geworden. Sie hat mich schon beschützt. Das weiß ich, denn ich habe sie jedesmal in dem Moment gesehen … mit fast unsichtbaren Flügeln. Es war kein Traum … meine Omi schwebte an mir vorbei und sah mich an. Ich habe nicht geschlafen, sondern war hellwach.

Ein Engel aus der übersichtlichen Sammlung meiner Mama:

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Die Urne ist von VÖLKSEN.

Ich habe einen ruhigen Platz gesucht … einen Wald, der zur Ruhestätte umfunktioniert wurde. So kann man die Natur schützen und jeden einzelnen Baum, denn der ist Grabsteinersatz und die Urnen lösen sich nach einer gewissen Zeit vollkommen auf. Nach Aussage der Bestatter ist diese Art der Urnenbeisetzung die Unauffälligste und Umweltschonendste. Keine Giftreste, die aus dem Körper entweichen und ins Grundwasser gelangen könnten. Keine Würmer oder Maden oder anderes schreckliches, das an einem herumnagt.

An dieser Stelle erinnere ich mich an eine Geschichte von Edgar Allen Poe. In einem furchtbar gruseligen Film fürchtete sich ein Mann vor dem Tod. Aber vor allem davor, dass er im verschlossenen Sag erwachte und unter der Erde ihn niemand hören würde, wenn er langsam unter der Erde vergraben erstickte. Das soll es tatsächlich gegeben haben. Nun … meine Mama ereilt dieses grausame Schicksal nicht und auch ich, werde so nicht dahinscheiden. Der Film hieß: Lebendig begraben (1962) mit Ray Milland. Das ist der Schrecken schlechthin. … vermutlich spuken die Hauptakteure noch immer durch das nebelwabernde Unterholz und versuchen Vorbeiziehende zu ermorden … . Da kommt die Krimischreiberin zum Vorschein, was derzeit bei mir viel zu kurz kommt.

Urnenbeispiele

Diese Urnen lösen sich unter der Erde auf. Fotos: Roman Thomas

Die doch eher schlichten Urnen sind teurer, als die farblich verzierten – wobei ich die Hölzerne noch am Schönsten finde. Außerdem waren keine mehr da. Liegt das etwa an höheren Sterbezahlen? … ungezählte Corona-Opfer?

Ich mag nicht spekulieren …

Zumindest hatte ich einen neuen Antrag an das Sozialamt gestellt. Bestattungen sind teuer und das Sozialamt schuldet mir noch was für die Räumung der Wohnung und die gestiegenen Forderungen des Pflegeheimes durch den Rechtsanwalt und Rücküberweisungen, die nur deshalb entstanden sind, weil das Sozialamt nicht bezahlt hat.

Ich hatte auch die Presse wegen der Nichtzahlungen des Sozialamtes angeschrieben. Jetzt hat sich tatsächlich ein angehender Reporter bei mir gemeldet und ich habe versucht in kürze vom Entstehen der ganzen Misere zu berichten. Ich hoffe, dass er mehr Glück hat und eine Auskunft bekommt.

Berichtsstand: 12.06.2020, Francis Bee

Krimi „Zerrissen“ – Teil 3

ISBN  978-3-86541-975-0

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Erschienen im Verlag Lehmanns Media

„Zerrissen“ ist der neue Krimi mit Robert Nettles nicht. Er kommt im Ganzen. Mehrere Zerreißproben warten auf den Chefermittler einer Sondereinheit des Scotland Yard und seinem Freund DI Martin Bohlten. Können Nettles und sein Team die Einzelteile des Puzzles zu einer Einheit zusammen fügen? … 400 Seiten Spannung. Schwarz auf Weiß im Buch und mit gewohntem Gelb-Schwarzem Umschlag.

Als Taschenbuch in Papierform

400 Seiten Hochspannung

als eBook im Buchandel / Internet

erhältlich

Es gelten die im Buchhandel üblichen (Fest-) Preise

Diakovere und andere Verfehlungen

Über die Hygiene und den Umgang mit Patienten

oder: „Die Klassenmedizin gibt es noch immer.“

Die Einlieferung in ein Krankenhaus nach einem Schlaganfall kann niemand verhindern und will es auch nicht. Immerhin hängt das Leben sprichwörtlich am „seidenen Faden“.

Nach einer Zeit des körperlichen Aufbaues und einer genauen Untersuchung und Feststellung der Härte des Schlaganfalles: schwach – mittel – schwer, wird der Patient normalerweise im Anschluss in eine Reha-Klinik überführt. 

Meine Mutter wurde am 23.03.2019 eingeliefert und verbrachte, nach einer intensiven Erstuntersuchung in der Notaufnahme, fast 2 Wochen auf der Intensivstation, bevor sie (endlich) auf die „normale“ Station verlegt wurde.

In der Zeit wurde mir von ständig wechselnden Stationsärzten mitgeteilt, dass sich der Sozialmedizinische Dienst des Krankenhauses um eine Anschluss-Reha bemühte. Aber es geschah nichts. Immer wenn ich nachfragte, wie der Stand sei, bekam ich zu hören: es ist ein leichter Schlaganfall und das Sprachzentrum sei betroffen und der Sozialmedizinische Dienst macht das.

Die anfänglichen körperlichen Koordinationsprobleme wurden allmählich weniger, das bemerkten wir Besucher ebenfalls, und das machte Mut, dass sie die Reha und damit eine konzentrierte Therapie bald antreten konnte.

Aber darauf ruhte ich mich nicht aus, sondern versuchte nach einer weiteren Woche (der Dritten) der unzureichenden bis nicht stattfindenden Mitarbeit des Sozialmedizinischen Dienstes des Krankenhauses, eine Einweisung in eine Reha-Maßnahme zu beschleunigen. Ich rief einige Kliniken an, die in Frage kamen, und erfuhr, dass der Sozialmedizinische Dienst sich tatsächlich gemeldet hatte – Einmal! Außerdem teilte man mir mit, dass ich die Einweisung nicht veranlassen könne, sondern nur der Sozialmedizinische Dienst des jeweiligen Krankenhauses. Am Ende geht es leider wieder nur um Zuständigkeiten. Es lebe der Verwaltungsakt.

„Menschen machen Eindruck“
Mein Eindruck: ein Menschenleben wird gemessen an der Höhe der finanziellen Möglichkeiten.

Ich versuchte Kontakt mit dem Sozialmedizinischen Dienst aufzunehmen, denn es passierte weiterhin nichts. Niemand rief an und niemand beantwortete meine Fragen. Doch mein Kontaktgesuch scheiterte immer wieder. Später erfuhr ich, dass zwei Mitarbeiter/innen krank und eine/r im Urlaub sei. Ob das so war … wir wissen es nicht. Aber es ging anderen Patienten anscheinend auch so, also wird etwas dran sein.

Abwiegeln und vertrösten … das können die Ärzte und auch das Pflegepersonal hervorragend. Ganze Horden von Angehörigen im Unklaren lassen und die Geheimhaltung über die Personalakte wird nebenbei zu Perfektion getrieben, auch wenn die Patienten für sich selbst nicht sprechen können und die Angehörigen entsprechend gefordert sind. Ich glaube aber auch, dass diese Personalakte – außer, oder ich hoffe das zumindest, bei den medizinischen Daten – nicht so korrekt geführt wurde. Da wird schon mal eingetragen, dass die Tochter ständig nervt oder der Sohn Strafanzeige stellen will. … man unterhält sich auch unter den betroffenen Angehörigen … .

Das alles hat nichts in der Personalakte zu suchen und ich vermute außerdem, dass diese Einträge über den Computer immer wieder angepasst und verändert werden, je nachdem, und bei Anforderung verschwunden sind. Frei nach dem Motto: da ist alles korrekt aufgeführt. Aber Unzulänglichkeiten werden ganz sicher verschwiegen. Da bin ich mir sicher, dass die sich nicht selbst bezichtigen. … Es war die Schuld von … .

Sicher ist es das NICHT.

In der Patientenakte steht nicht, dass dem Patienten nicht die Zähne geputzt, die Haare nicht gewaschen oder der Arsch abgewischt wurde. Dort steht nicht, dass die Patienten nicht so schnell in eine Anschluss-Reha gekommen sind, damit sich Sprachfehler gar nicht erst verfestigen konnten.

Meine Mutter befand sich in einem Krankenhaus mitten in der Landeshauptstadt Hannover und die Diakovere Henriettenstift, kurz Henri genannt. Das Krankenhaus hatte eigentlich bis Dato einen guten Ruf.

Hatte.

Den ruiniert sich das Krankenhaus gerade selbst … mit unfähigen Mitarbeitern, die anscheinend komplett überfordert und überarbeitet sind. Sicher haben sie zu wenig Personal, aber wenn ich etwas nicht schaffe, dann nehme ich Hilfe von außen oder Angehörigen an, die sich anbieten.

Ich dachte ja, auf der „normalen Station“ würde meine Mutter besser betreut und man würde ihr bei Dingen, die sie nach dem Schlaganfall noch nicht konnte, geholfen. Das war zum Beispiel das aufdrehen der Zahnpastatube oder Wasserflasche. Überhaupt hat sie schon wegen ihrer Arthrose Schwierigkeiten und das ist die körperliche Einschränkung, die sie schon vorher hatte und weswegen sie Arbeitsunfähig wurde. Und den Unterlagen zufolge, bekam sie einen mickrigen Grad der Behinderung von 40 zugesprochen, obwohl die Schmerzen ununterbrochen da sind und die Entzündungsherde sichtbar.

Ein Armutszeugnis in einem so reichen Land, wie Deutschland und ich hätte es nicht geglaubt, wenn mir das ein anderer erzählt hätte. So erlebte ich es immer wieder als Schwerbehindertenvertretung mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen ähnlich umgegangen wurde. Unterschiede gab es aber auch damals schon: jemand mit einem besseren Job und mehr Geld, bekam auch schneller Hilfe – egal was.

Parolen wie „Die Renten sind sicher“ und „Deutschland hat das beste Sozialsystem“ sind heute nur noch Makulatur. Die Praxis zeigt es.

Die Politik verpasste dem bis in die 1990-ger Jahre funktionierenden Gesundheitssystem durch eine allumfassende Sparauflage – die Kritik damals war teilweise sogar berechtigt, weil Zahnärzte nach Lust und Laune auch Zähne zogen, die noch nicht hätten gezogen werden müssen. Ich kann mich erinnern, dass meine Großeltern mit Mitte 50 keinen eigenen Zahn mehr hatten. Auch wurden Menschen schon beim Schein eines Bandscheibenvorfalls einfach mal so eben zur Kur geschickt. Man scherzte damals allzu oft: ich fahr´ in den Kururlaub.

Das Gesundheitssystem musste reformiert werden und es kam gewaltig mit der ‚Agenda 2010‘, die dem Gesundheitswesen den Todesstoß versetzte. Diese Reform zeichnet den schlimmsten Einschnitt für die Versicherten in der Geschichte des Sozialsystems nach dem letzten Krieg.

Nach der Einführung freuten sich die Krankenkassen und bauten gleich mal diverse neue Versicherungsgebäude, anstatt die Mitgliedsbeiträge für die zahlenden Patienten aufzuwenden (von denen das Geld [durch den Mitgliedsbeitrag, der monatlich vom Verdienst abgezogen wird] stammt) oder wenigstens für „schlechte“ Zeiten zurückzulegen.

Vor der Reform war auch nicht alles rosig und vor allem die Ungleichbehandlung war immer wieder Thema und dies sollte eine allumfassende Reform werden, die Missstände ausräumte. Allumfassend? Genau das war es nicht. Unverändert blieb die Ungleichbehandlung zwischen Gesetzlich- und den Privatversicherten. Hinzu kamen Zuzahlungen für den ohnehin gebeutelten Patienten und umständliche Verwaltungsrichtlinien für die behandelnden Ärzte. Man erreichte nur, dass der Hausarzt mehr Verwaltungsarbeiten hatte und die Spezialisten weniger aufgesucht wurden. Das ging auf Kosten der Patientenzeiten. Und die zusätzlichen Wege für Patienten wurden erhöht, denn man musste sich in jedem Quartal eine Überweisung holen, auch wenn man mit einem gebrochenen Arm nicht zum Internisten, sondern am besten gleich zum Orthopäden gehen sollte. Für jene, die ohnehin mit Gehbehinderungen o.ä. zu kämpfen hatten, war der Umstand groß, Arzttermine wurden nicht (mehr) wahrgenommen, was wiederum auf Kosten des Gesundheitszustandes ging.

Meine Mutter wurde auf die Station 2B verlegt. Es war ein 2-Bettzimmer. Aber wenn ich mir einbildete, dass die Versorgung und vor allem die Körperhygiene jetzt besser würde, hatte ich mich getäuscht. Ich bemerkte, dass ihre Haare immer fettiger wurden. Außer kämmen, wurde nichts gemacht. Eines Tages konnte sie sich zumindest soweit artikulieren, dass sie uns klar machte, dass ihr niemand die Zahnpastatube aufdreht. Und auch die Unterwäsche wurde mehr lieblos bis gar nicht verteilt oder gewechselt und beim Anziehen Hilfestellung leisten erst recht nicht. Keine Zeit! Und es wurde auch nicht darauf geachtet, dass Windeln in den Netzunterhosen waren und auch der Kot wurde nicht entfernt. Duschen oder zumindest waschen fand nicht statt.

Von einer Bekannten, die in dem Krankenhaus tätig war, wusste ich, dass die Schwestern keine Zeit haben. Aber dennoch setze ich Hygiene in einem Krankenhaus voraus und die beginnt mit der regelmäßigen Körperhygiene. Alle reden von Krankenhaus-Killer-Keimen, aber man scheint die Gegebenheit der unhygienischen und unmenschlichen Verhältnisse dabei komplett zu ignorieren.

Nach einigen Tagen im Zimmer 231, wurde sie in das Zimmer 233 verlegt. Grund: angeblich wegen des gefährlichen Krankenhauskeimes, den irgendjemand (nicht näher bezeichnet) ausbrütete. Aber ich bezweifle das inzwischen, denn plötzlich hieß es, dass meine Mutter entlassen wird.

„Wohin?“, fragte ich den Arzt, den ich sofort aufgebracht sprechen wollte. „Nach Hause“, bekam ich zur Antwort.

Mir blieb die Spucke weg.

Sie kann sich nicht allein versorgen und ich wohne nicht in der Nähe. … Ich bemühe mich seit Wochen um einen Reha-Platz, den aber das Krankenhaus suchen müsste. … Ich hätte sogar einen Platz gehabt, aber leider hatte ich keine Unterlagen und auch fehlte für eine Verlegung der Pflegegrad, der in der Patientenakte neben Status und Medikation stehen musste, aber anscheinend nicht eingetragen war.

„Das macht der Sozialmedizinische Dienst“, bekam ich zu hören.

Wie?! … auch die medizinischen Pflegestufen wurden vom Sozialmedizinischen Dienst vergeben? … kann ich nicht glauben, weil das Verwaltungsangestellte sind und keine Ärzte und ich höre schon die Ärzte meckern, weil sie sich ja nicht die Diagnosen für ihre Patienten von einem Sozialmedizinischen Dienst vorschreiben lassen. Never !

Die Patientenakte hatte das Krankenhaus und die Ärzte verzichteten auf eine Zusammenarbeit mit mir oder war nicht gewillt. Die Genehmigung von der Krankenkasse für eine sofortige Einlieferung/Verlegung in eine Reha-Klinik hatte ich schnell. Und nachdem ich deutlicher wurde, gelobte mir eine Stationsärztin Besserung.

Daraufhin verlegte man meine Mutter erneut: in das Zimmer 235.

Die Kontaktaufnahme zum Sozialmedizinischen Dienst des Krankenhauses scheiterte, bis heute. Kein Kontakt möglich. Niemand geht ans Telefon. Anfrage für eine persönliche Absprache vom Eingang des Krankenhauses: Mitarbeiter versuchen Kontakt herzustellen, aber niemand war im Hause.

Tja, so könnte ich auch keine Klinik für Patienten finden, wenn ich nicht am Arbeitsplatz sitze und arbeite.

Was war da los?

Ich konnte die Entlassung nach Tagen des hin und her verhindern, nicht zuletzt deshalb, weil ich drohte das Krankenhaus zu verklagen. Immerhin war es nicht unsere Schuld, dass sie keinen Reha-Platz bekam. Das war das Versäumnis des Sozialmedizinischen Dienst, deren Mitarbeiter sich zu keiner Zeit mit mir in Verbindung setzten. Die Kommunikation lief nur über die Krankenschwestern und Ärzte, die wiederum die Verantwortung nicht übernehmen wollten und die Zuständigkeit abschoben – abschieben auf jemanden / etwas, dass nicht erreicht werden kann. Super!

Innerhalb ihrer Zeit bis zum 24.04.20019 wurde meine Mutter 5x in ein anderes Zimmer verlegt. Und die letzte Verlegung war die Frechheit schlechthin und mir platzte der Kragen.

Nachdem man meiner Mutter eine unzureichende Pflege angedeihen ließ und sie mehrmals von Zimmer zu Zimmer verlegte, wurde sie während ich mit ihr bei sonnigem Frühlingswetter im Krankenhausgarten saß, mal eben in ein 4-Bettzimmer verlagert.

Garten des renovierten Krankenhauses Henriettenstift

Gerade, als sie mir mitteilte, dass sie ihre neue Zimmergenossin so großartig fand, waren sie auch schon wieder getrennt.

Wir fielen aus allen Wolken, als wir in ihrem Zimmer 235 eintrafen und eine andere Frau in dem Bett lag. Es war natürlich ein anderes Bett, aber eben der Platz, auf dem es stand.

Ich machte mich auf und erfuhr, dass meine Mutter in Zimmer 225 untergebracht worden war.

„Wir haben das Bett (womit der Platz gemeint war) gebraucht“, bekam ich zu hören.

Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn es ging um die Krankenkasse. Der Neuzugang war Privatpatient/in und meine Mutter eben nur Kassenpatientin. Das Schlug dem Fass den Boden aus.

Erst verschoben die Schwestern meine Mutter von Zimmer zu Zimmer, dann soll sie entlassen werden, weil angeblich die Zeit herum war, der Sozialmedizinische Dienst war unfähig und nun musste sie sich auch noch die Diskriminierung als Kassenpatient gefallen lassen.

Unmöglich ist das!

Was ist aus unserem Gesundheitssystem geworden, was ist aus der Verantwortung eines Krankenhauses und den Ärzten gegenüber des Patienten geworden, was soll diese Zwei-Klassenindustrie?!!

JA: Industrie. Mehr ist es nicht mehr. Es geht nur noch um das Geld und nicht ums Helfen. Wer etwas anderes behauptet, lügt !!!

Allerdings glaube ich nun eher, dass die Krankenschwestern weniger Zeit für die Körperpflege der Patienten haben, weil sie ständig damit beschäftigt sind, die Patienten zu verlegen … mit Gepäck und allem, was der Patient im Krankenhaus an seinem Platz hatte, inklusive Beistellwagen und Bett. Und das nur, weil die Krankenkasse die Falsche ist: gesetzlich, was mit Minderwertig gleichzusetzen ist.

Okay, wenn man sonst nichts zu tun hat … .

Flötist, Skulptur im Garten des Henri oder Anspielung für anzubringende Flötentöne ?!

Ich werde eine schriftliche Beschwerde an die Krankenkasse und an die Bundesregierung senden. Das wird meiner Mutter zwar nicht mehr viel nützen, weil eine Entscheidung zu spät käme, aber ich hoffe darauf, dass sich das Problem für andere, nachkommende Patienten, in so einer Situation in Zukunft erledigt.

Eine Verlegung muss meine Mutter noch über sich ergehen lassen: die Anschluss-Reha beginnt am 25.04.2019 Vormittag. Endlich! Und genau in die Reha-Einrichtung, die mir mitteilte, wo die erste Anfrage des Sozialmedizinischen Dienstes einging, bevor dieser die Arbeit wegen Personalausfalles einstellte.

Die Stationsärztin teilte mir nun mit, dass sich das Krankenhaus um den Transport kümmert. – Echt ? … Soll ich das wirklich glauben? Oder sollte ich mir einen Wagen mieten und vor dem Krankenhaus Aufstellung nehmen, um gegebenenfalls eingreifen zu können?

Aber zuerst kommt der 78. Geburtstag meiner Mutter, den sie leider im Krankenhaus feiern muss. Wie erniedrigend das ist, kann nur jener nachempfinden, der in gleicher oder ähnlicher Situation ist oder wahr – entweder als Patient oder als Angehöriger.

Wir, Freunde und ich als Kind, werden ihren Geburtstag so schön wie nur möglich gestalten. Leider ohne Lebensgefährten – aber das ist ein anderes Kapitel.

Tulpe im Garten des „Henri“ aufgenommen

Berichtsstand: 20.04.2019

… von der aufgebrachten Francis Bee

Nachtrag: Meine Mutter kam endlich nach 4 Wochen zur Anschluss-Reha in die Niedersachsen Klinik. Gut so, denn jetzt kann eine gezielte Therapie erfolgen.

Die Therapeuten, wie auch der behandelnde Stationsarzt teilte mir mit: der von dem Krankenhaus erteilte Schweregrad D ist falsch. Es war ein schwerer Schlaganfall und daher max. mit B-Stufe zu kategorisieren. Die Teharapie hat außerdem zu spät begonnen, da man auch nicht genau weiß, wann der Schlaganfall passierte. War es am Tag der Einlieferung? oder schon einen Tag zuvor? Auch spielt das Alter eine Rolle. Die Genesung bei jüngeren Schlaganfallpatienten verläuft besser, mit wenigeren bis gar keinen Folgeschäden. Die Therapie ist einfacher und (oft) kürzer. Doch dies trifft alles nicht auf meine Mutter zu.

Erklärung zur Einstufung mit den Buchstaben: A steht für sehr schlecht / schwer, B ist leichter als A und C leichter als B, usw.

Das Krankenhaus Henriettenstift hat für mich die besten Tage hinter sich. Eine Reform des Krankenhausmanegements ist dringend erforderlich. Das Vertrauen zu diesem, aber leider auch zu anderen Krankenhäusern, ist verschwunden und es wird lange dauern, bis dieses Vertrauen wieder aufgebaut ist. Es gibt viel zu tun … (Stand: 04.05.2019, Francis Bee)

Beitragsfoto: Wilde Tulpe mit Hummel, Ort der Aufnahme: Garten im „Herni“

Vergissmeinnicht

Was haben Vergissmeinnicht und serve the city gemeinsam? = Antwort: das Datum.

Am 10.11.2018 hat sich eine Gruppe engagierter Menschen unter dem Motto „serve the city hannover“ im Café Tante Käthe zusammengefunden. Der Einstieg war einfach, weil wir gemeinsam bei einem Frühstück über die Aktionen diskutieren und Kontakte zu anderen Lebensbereichen knüpfen konnten.

Die Anwesenden haben sich aus verschiedenen Aktionen eine herausgepickt, bei der sie sich beteiligen wollten.

1. Warme Decken an Obdachlose verteilen

2. „Pfand gehört daneben“-Aktion

3. Fairteiler schrubben

4. Konzertbesuch mit Senioren

5. Blumenaktion zum „Vergissmeinnicht“-Tag

1. Warme Decken, Schal und Mütze, Socken und Handschuhe werden für die Obdachlosen in der Stadt gebraucht. Viele Sachen hat die Gruppe gesammelt und werden regelmäßig an Bedürftige ausgeteilt. Decken, vor allem Bettdecken mit einem Überzug werden für die kalten Nächte benötigt.

Mir ist aufgefallen, dass es eine unglaublich hohe Zahl an Frauen gibt, die sich inzwischen unter den Obdachlosen aufhalten.

2. Eine weitere Aktion ist die Unterstützung Pfandflaschen nicht in den Mülleimer zu schmeißen, sondern davor abzustellen. Es ist eklig mit den Händen im Müll wühlen zu müssen, um an Pfandflaschen zu kommen. Leider vergessen viele Menschen, dass die Obdachlosen selbst einmal ein geregeltes Leben hatten und aus den verschiedensten Gründen ihr Obdach verloren haben. Jeder muss sich fragen, ob sie/er gerne im Müll suchen würde … .

Entgegen eines Gesetzes, wobei das Sammeln tatsächlich verboten ist, schaut die Polizei absichtlich weg.

3. Der Fairteiler ist ein Bauwagen, in dem Nahrungsmittel an Bedürftige ausgeteilt werden. Es befinden sich Regale und mehrere Kühlschränke in dem Wagen, der auf dem Gelände des Haus der Jugend steht (Adresse: Maschstraße 22, 30169 Hannover). Jeder kann mitmachen.

Ein Problem: viele Lebensmittel werden – aus Unwissen – in das Eisfach gelegt. Doch Bananen verderben sofort. Aufgetaut sind sie nur noch Matsch. Auch dürfen aufgetaute gekaufte Fertigspeisen nicht wieder eingefroren werden. Sie bilden oft Salmonellen oder andere wirksame Keime / Bakterien, die einen geschwächten Organismus schädigen können. Eine regelmäßige Überwachung ist daher unerlässlich.

Über freiwillge Helfer freuen sich alle Teilnehmer, Spender wie Bedürftige.

4. Senioren brauchen auch Zuneigung. Oft hatten sie in ihrem Leben davon schon nicht genug, aber allein zurückbleibend ist es am Schlimmsten. Darum ist Abwechslung wichtig. Die ehrenamtliche Arbeit als „Unterhaltende/r Seniorenbegleitung“ ist daher so wichtig oder eben eine geplante Unterhaltung in der Gruppe. Filme gucken oder Spiele spielen … alles was von Langerweile ablenkt, macht den Tag eines jeder/n Senior*in lebenswert.

5. Vergissmeinnicht ist nicht nur eine kleine hellblaue Blume, sondern ein Ausdruck von Nächstenliebe. Dafür gab es ein Blumen-dankeschön an aktive Helfer*innen. Am 10.11.2018 ist der offizielle Vergissmeinnichttag.

Der Vergissmeinnicht-Tag wird seit 1922 in den USA begangen. Er soll an die Soldaten erinnern, die mit schweren Verwundungen oder Behinderungen aus dem Krieg zurückkehrten. Die Idee hatte Richter Robert S. Marx und schlug 1921 vor, einen Erinnerungstag an die Versehrten von Kriegen zu gedenken. Er war Mitbegründer und Vorsitzender der Organisation Disabled American Veterans of the World War (DAVWW), wo bei Aktionen der Organisation Vergissmeinnicht-Blumen verteilt wurden.

Vergissmeinnicht

Sachspenden und persönliches Teilnehmen um direkt zu Helfen ist erwünscht. Wer Geld spenden möchte kann dies direkt* oder über den Link tun.

* Sofort-Spenden an: Serve the City – Stadtkirche Dreisechzehn / IBAN: DE77 4526 04750016549701 und BIC: GENODEM1BFG

Webseite: http://servethecity-hannover.de/Contact

Mail: servethecity.hannover@gmail.com

Die Schirmherrschaft hatte der damalige Oberbürgermeister Stefan Schostok für die Projektwoche 2018 von Serve the City Hannover übernommen.

Vielen Dank, Herr Schostok

„Das Ehrenamt ist eine wichtige Stütze des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Und es gibt viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt aber auch viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten möchten, aber skeptisch sind, ob sie dafür dauerhaft Zeit haben. Für diese Gruppe bietet „Serve the City“ diese Gelegenheit ohne dauerhafte Verpflichtung. Und wer weiß: Einige stellen durch diesen leichten Einstieg vielleicht fest, dass sie doch die Möglichkeit eines dauerhaften Engagements sehen.“

… das sehe ich auch so.

Dennoch sehe ich immer häufiger, dass sich die Politik zur sehr hinter die Ehrenamtsarbeit (-enden) zurückzieht – sich gar entzieht. Es muss mehr von der Politik zur Verhinderung von Obdachlosigkeit getan werden.

Obdachlose müsste es nicht geben und das ist durchaus finanzierbar.

serve the city

Der Mann ist anscheinend aus dem „Raster“ gefallen. Er kann kein Deutsch, aber mit Händen und Zeichen klappt die Verständigung. Ich darf ihn fotografieren. … es ist schlimm mit ansehen zu müssen, dass ein alter Mann, der nach Europa/Deutschland vermutlich vor Krieg / Verfolgung floh, jetzt auf der Straße leben muss. Niemand scheint sich verantwortlich zu fühlen.

serve the city

Zwei Obdachlose … einer Schwerbehindert. DAS darf nicht sein!

serve the city

Serve the city-Helfer übergeben eine Decke und andere Dinge, die gebraucht werden. Ein Gespräch ist auch noch drin.

Es kann jeden treffen … und das ist heute realer, als die letzten 70 Jahre vermuten lassen. Ich finde, das ist ein Skandal !

Ein Bericht von der Aktionistin und der von Obdachlosigkeit bedrohten Francis Bee

Bauteilbörse

Die Bauteilbörse ist ein Lager, wo all das noch Verwendung findet, bearbeitet, weitergegeben, verkauft und vermittelt wird, was ein anderer noch gebrauchen kann. Hier kommt nichts weg und jeder kann Schätze entdecken, die es nirgends mehr gibt.

Das Lager ist umfangreich. Besuchen Sie unsere Ausstellung und schauen Sie, staunen Sie und verlieben Sie sich in alte Werkstoffe im Original, aufgewertet, bearbeitet.

Upcycling ist eine Kunstform zur Verhinderung von Verschwendung, weiter entwickelt für neue Verwendung im Jetzt und Heute. Abfallvermeidung ist ein Kernpunkt.

Angebot in Eiche

Die Eiche Napoleons` ist das vermutlich älteste erhaltene Holz in Balkenform, welches aus Napoleons Zeitraum stammt. Kurz nach Abzug der Truppen und der Niederlage Napoleons wurde eine Eiche als Erinnerung daran und den gefallenen Kameraden, die für die Freiheit ihr Leben ließen, gepflanzt. Die 100-jährig gefällte Eiche wurde zu Stufen und Dielenbalken verarbeitete Eiche hat viele Generationen überstanden, die über 100 Jahre in einem Treppenhaus über sie liefen.

Das bis heute unbeschadet erhaltene Holz, wurde in einem Abrisshaus entdeckt und vor der Zerstörung bzw. Vernichtung bewahrt. Nun suchen diese herrlichen Holzbalken und Dielen einen neuen Platz, um ihrer Berufung gerecht zu werden. Am Besten in einem dafür geeigneten Haus, renoviert oder neu in Szene gesetzt, würde das alte Holz seinen neuen Besitzern seine Geschichte der Menschen erzählen, die sie betreten.

15 Treppenstufen

Die Stufen können abgeschliffen zu neuem zu neuem Glanz erstrahlen. Die Härte des Holzes des 100-jährigen Eichenbaumes, haben Holzwürmern keinen Fraß-Eintritt gewährt. Die Stufen sind unterschiedlich in der Länge, aber durchschnittlich 113 cm lang. Holzstärke 3,5 Zentimeter, sowie 25 Zentimeter tief/breit.

Eichendielen

Die Dielenbalken sind in einem sehr guten Zustand, schmaler und dünner. Das Holz scheint etwas jünger, aber ebenfalls aus Eiche-Vollholz. Einige Balken haben eine Kerbe, „Nut“, um ineinander geklickt werden zu können.

Die Größe liegt bei ca. 115 Zentimeter Länge, ca. sind 2,5 Zentimeter dick und 9,5 Zentimeter tief. Menge der erhaltenen Dielen liegt bei geschätzten 800 Stück.

In der Bauteilbörse wird nichts weggeworfen, sondern einer neuen Verwendung zugeführt.

Waschbecken, Kloschüssel, BD und für den Herrn der im Steh´n …

Waschbecken unterschiedliche Formen – große und kleine, weiß, hellgrün, rosé. Teilw. mit Amatur und ohne, Wasserspülbecken, BD-Becken und Urinierbecken … ohne Wasserspülung !

Einzelstück: Waschbecken mit Stein

Waschbecken mit Naturstein: Fluss-Stein

Eine Waschbeckenschüssel, eingelassen in einen eleganten Naturstein – Fluss-Stein, anthrazit/schwarz. Hier mit Amatur. Der Stein hat keine sichtbaren Gebrauchsspuren. Waschbecken und Amatur normal. inkl- Kalkablagerung. Der Stein hat die Masse 90 cm breit (Wand), 50 cm tief inkl. Becken – in der Mitte gemessen.Der sichtbarere Rand ist die Isolier-/Abdichtungsmasse, damit das Wasser nicht hinter dem Waschbecken an der Wand herunterlaufen kann.

Wer es haben möchte: Der massive Stein ist schwer und mit dem Becken hat er zusätzlich Gewicht. Ich konnte den Stein nicht anheben.

Wasserlose Urinale für den Herrn …

Diese Urinierbecken stehen für höchste Hygiene auf hoch frequentierten Toiletten … vorbeischauen lohnt sich.

Papiertuchhalter, teils nagelneu und unbenutzt

 

Ein Klavier von H. Keitel Klavierbauer aus Hannover

Oberdämpfer aus dem 19. Jahrhundert

LagerNr. HA000447
Hersteller: Keitel Hannover

Maße

Breite:  155 cm
Höhe:  133 cm
Länge/Tiefe:  65 cm

Eigenschaften

Baujahr (ca.):  1880
Material:  Vollholz, Wurzelholzfurnier
Farbe:  braun
Zustand: brauchbar

Details

Das Klavier ist gemessen am äusseren Zustand brauchbar erhalten.

Es müsste neu gestimmt, einzelne Hämmer erneuert werden. Oberdämpfer-Klaviere werden wegen des Aufwands und des unterlegenen Klangs gegenüber Unterdämpfer oft nicht mehr gestimmt.

Für Liebhaber bieten der Korpus und Verzierungen einige Highlights.

Und was gibt es noch?

  • Fensterrahmen, mit und ohne Scheiben, historischen Griffen usw. aus Holz oder (fast) neuwertig aus Plastik
  • Türen aller Art … Flügeltüren, Jugenstiltüren mit Verzierungen oder geschliffenes (Bunt-) Glas, Holz aus Ulme, Buche oder andere Harthölzer in gut erhaltenem (wenn auch teilw. überstrichenem) Zustand
  • Kacheln von Kachelöfen aus dem vorletzten Jhd.
  • Eisentüren und Verschlüsse
  • Handtuchhalter, neuwertig
  • Möbel, wie Schränke, Tische und Teile von selbigen
  • Elektro-Geräte (repariert)
  • PC-Teile und Zubehör
  • Kleinkram aller Art
  • und „ge-upcyceltes“ … neugestaltet, umfunktioniert, klimaneutral, neuwertig, umgebaut und umkonstruiert

Fensterflügel in Jugentstil oder lieber eine Tür aus den 30er/40er Jahren ?

Alte Schätze, die es immer weniger gibt …

… die Bauteilbörse hat die Schätze noch

Mehr zum Thema Upcycling auf der offiziellen Webseite: direkt-Link

Fragen beantwortet gern Gert Schmidt per Mail  gs@bauteilboerse-hannover.de oder telefonisch unter: 0511-64216481

Ein erstes Kennenlernen ist auch während der Öffnungszeiten möglich:
Dienstag zw. 15 und 19 Uhr.

Über Preise reden/schreiben wir hier nicht, doch verschenken können wir (fast) nichts.

Kontakt-Adresse:

Bauteilbörse Hannover
Glocksee Bauhaus e.V. – Der Vorstand
Glockseestraße 35
30169 Hannover (Calenberger Neustadt)

Postadresse
Glocksee Bauhaus e.V.
Postfach 6065
30060 Hannover

T 0511 – 123 574 28   oder   0151 – 157 802 66

„Deutschland braucht sich nicht zu wundern, wenn Kranke immer kranker werden.“

Wenn man krank ist, wird man noch kranker (gemacht).

Da steckt ein System dahinter … da bin ich mir sicher. Ein System, das kaum zu durchschauen ist. Oder wie geht das sonst? Es muss ein System dahinter stecken, denn sonst wäre es ein Fall für die Justiz. Also ist es politisch gewollt!

Einerseits werden ArbeitnehmerInnen, die nach langwieriger Krankheit wieder gesund sind und arbeiten möchten, in die Rente getrieben, obwohl sie die erforderlichen 35 Jahre für eine Frühverrentung noch gar nicht erreicht haben. Andererseits werden Langversicherte, die nicht wieder gesund werden (können) aufgefordert wieder Arbeiten zu gehen.

Das war und ist gängige Praxis.

Jetzt muss man eine psychosomatische Störung haben oder vortäuschen, um eine Frührente (Erwerbsunfähigkeitsrente) zu bekommen. Körperliche Gebrechen zählen nicht mehr. Ich gehe noch wieter und behaupte, dass von außen zugefügte Schmerzen psychosomatische Folgestörungen verursachen. Nicht nur körperliche (Unfall, Operation, u.ä.), sondern auch seelische Ereignisse (Mobbing, Tod des Partners / Familienmitglied, Verlassen werden, u.a.) können Auslöser einer psychosomatischen Störung sein.

Es ist egal, wie alt man im Krankheitsfall ist – man wird in jedem Fall erst einmal komplett ausgebeutet und finanziell ruiniert, bevor man irgendeine Leistung erhält. Und sollte sich noch irgendwo eine private stillgelegte Renten- oder Lebensversicherungsvertrag finden, wird diese sofort eingezogen / verrechnet, so dass die/der Betroffene keine Leistungen erwarten kann.

Die Wegnahme von Sicherheiten, die das Rentenalter absichern sollen, werden stillgelegt – also ohne Beträge zu zahlen „ruht“ alles -, das ist jedoch ungesetzlich. … Ich konnte zu diesem Punkt keine Beiträge / Berichte im Internet finden. Die Information erhielt ich mündlich. Ich bitte daher um Informationen, die diese Aussage belegen.

Nach langjähriger Krankheit wird die/der Betroffene ausgesteuert. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitsplatz bis auf weiteres vorhanden ist und zur Verfügung steht – denn jeder Arbeitnehmer hat das Recht, auch nach einer längeren Krankheitsphase, wieder auf den vorherigen Arbeitsplatz zurück zukommen. (Arbeitsrecht: Tarifvertrag).

Auch das Alter und die schon geleisteten Arbeitsjahre und Versicherungsjahre (DRV) spielen keine Rolle mehr. Im Gegenteil! Für die künftigen RentnerInnen ist das eine Null-Nummer. Da stehen Sozialhilfeempfänger nicht / kaum schlechter da, als ein/e RentnerIn, die/der ohne Unterbrechungen bis kurz vor der Rente arbeitete und dann plötzlich erkrankt und aus dem Arbeitsleben ausscheiden musste. Im Ergebnis bedeutet das massive Kürzungen auch bei jenen ArbeitnehmerInnen, die langjährig Rentenbeiträge eingezahlt haben und ununterbrochene Arbeitszeiten aufweisen können. Die Beträge werden soweit gekürzt, dass die/der künftige RentnerIn ’sehr knapp‘ und unverhandelbar über dem Betrag liegt, der die Menschen zu Sozialhilfeempfängern macht.

Mit Wohngeld und Sozialhilfe kann man leben … wie, ist erstmal unwichtig … zumindest für Politiker, deren Gehalt alle steuerzahlenden BürgerInnen bezahlen und über die Amtszeit hinaus und fette Pensionen für das Ruhestandswohl beziehen.

… oder man kann mit Hartz IV leben. Ganz am Ende steht das Rentenalter und wer dann wegen Krankheit nichts dazuverdienen kann (Krankheiten), der hat unter Umständen weniger als nichts.
Als BezieherIn von Hartz IV kann es engwerden – neben Sanktionen, drohen Wohnungsräumung und damit Obdachlosigkeit – erst recht, wenn man körperlich eingeschränkt, krank oder behindert ist.

über Hartz IV

Auszug: Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele fordert weitreichende Reformen von Hartz-IV. So müsse es etwa einheitliche Sanktionen für Erwachsene und Jugendliche geben und Vereinfachungen bei den Hinzuverdienstgrenzen für Aufstocker.

„Ich plädiere für die Vereinheitlichung der Hinzuverdienstgrenzen, um bei den Aufstockerleistungen den bürokratischen Aufwand zu verringern“, sagte Scheele der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Im Moment seien die ersten 100 Euro Zuverdienst in der Grundsicherung anrechnungsfrei. Nach diesem Muster könne man insgesamt auch bei darüber liegenden Beträgen verfahren. „Wir brauchen ein paar wenige feste Beträge, statt für jeden einzelnen Aufstocker variable Grenzen beachten zu müssen“, sagte der BA-Chef.

Also ich verstehe das so: Der BA-Chef fordert Vereinfachungen, um mehr Sanktionen den betroffenen Harz IV-Empfängern gegenüber aussprechen zu können. Die Krux: nicht alle Betroffenen haben das gleiche Alter, sind nicht alle gleichlang arbeitslos und einige sind sogar noch krank und gelten nach der Aussteuerung offiziell als Arbeitslos, obwohl sie es eigentlich nicht sind. Diese Betroffenen werden für den Arbeitsmarkt freigeschaltet, obwohl sie gar nicht arbeiten könnten. DAS ist Mehraufwand – für alle Beteiligten!

Hinzuverdienst darf meiner Ansicht nach nicht dazu führen, dass dieser Hinzuverdienst angerechnet wird, wenn der Arbeitgeber eine Lohnabrechnung für erbrachte Arbeitsleistungen zahlt, aber nicht in Einzelbeiträgen sondern einmalig. Das führt dazu, dass der so ausgezahlte Gesamtlohn nicht zur monatlichen Verrechnung mit dem Arbeitslosengeld benutzt wird, sondern als Einmalverdienst und somit wird der angeblich überbezahlte Monatshinzuverdienst von den Hartz IV-Zahlungen abgezogen. Wenn aber die erbrachte Leistung in dem Zeitraum von Beginn bis Ende des Arbeitsvertrages erfüllt wurde, kann der Betrag auf die Monate bezogen anerkannt werden. Somit hat der Bezieher von HARTZ IV keine Abzüge. Ich frage mich, was daran so schwer ist?! … Taschenrechner … Monate durch Gesamtgehalt macht den monatlich zu berechnenden Hinzuverdienst. Mehraufwand für die Agentur für Arbeit sehe ich nicht.

Einheitliche Regeln solle es zudem auch für die Anrechnung von Vermögen geben. „Das würde uns die Arbeit enorm erleichtern und es müsste weniger Geld in den Verwaltungsetat umgeschichtet werden“, so Scheele.

Es gibt eine einheitliche Regel: jegliches Vermögen unter 8000,- €uro wird nicht angerechnet. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: kein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit richtet sich danach. Da wird schon mal mit dem Gerichtsvollzieher gedroht, auch wenn es keine Werte gibt.

Er fügte hinzu: „Einheitliche Sanktionsregeln für Jugendliche und Erwachsene hingegen könnten uns dabei helfen, junge Menschen im Vermittlungsprozess nicht zu verlieren. Es ist niemandem geholfen, wenn ein junger Mensch seine Wohnung verliert, wenn bei der zweiten Pflichtverletzung seine Miete nicht mehr übernommen wird“, sagte Scheele.

Es kann keine einheitlichen Sanktionsregeln für Jugendliche UND Erwachsene geben. Das ist kompletter Unsinn. Jugendliche sollten schnell und unkompliziert in eine Arbeit kommen. Dafür braucht es ev. Miet- oder Fahrkartenunterstützung, wenn der Ausbildungsbetrieb / Arbeitsplatz nicht in Wohnnähe liegt. Bei Erwachsenen gibt es meiner Ansicht nach drei Kategorien:

  1. Erwachsener ohne Ausbildung, aber mit langjähriger Arbeitsstelle. Arbeitsplatzverlust durch Betriebsschließung ist nicht die Schuld des Betroffenen. Das muss berücksichtigt werden. Dazu zählen für mich aber auch jene Erwachsenen, die immer wieder versucht haben einen längerfristigen / unbefristeten Arbeitsplatz zu bekommen. Viele Menschen werden von Arbeitgebern ausgenutzt und vor Ende einer Probezeit ohne Angabe von Gründen wieder entlassen. Diese Personen dürfen nicht sanktioniert werden!
  2. Erwachsene, die durch langer Krankheit ausscheiden, aber nicht arbeitslos sind. Der Arbeitsplatz ruht. Die Versicherungsjahre für den Erhalt einer Erwerbsminderungs- / Erwerbsunfähigkeitsrente sind erreicht (ab 35 Beitragsjahre). Auch diese Personen dürfen erst recht NICHT sanktioniert werden!
  3. Erwachsene, die noch nie gearbeitet haben – zumindest nicht offiziell, sind als Faule betitelt und das sind sie auch. Ja, bei dieser Kategorie bin auch ich für Sanktionen.

Zur Debatte um den Begriff Hartz IV sagte er: „Wir brauchen keinen neuen Namen, denn die Leistung heißt ja eigentlich Grundsicherung. Das trifft es auch genau: Sie ist die letzte Sicherung, die der Staat bereithält, wenn jemand sich selbst nicht mehr helfen kann.“ Ihm sei schon wohler, wenn alle Politiker, die sich gerade darüber aufregten, den Begriff Hartz IV nicht mehr benutzten, sondern Grundsicherung sagen würden, so Scheele.

Was den Namen für etwas angeht, teile ich die Meinung des BA-Chefs. Aber die Grundsicherung reicht nicht zum Leben – egal wie sie heißt ! – gerade für die Kategorien der ehemaligen ArbeitnehmerInnen, die einen gewissen Lebensstandard erreicht haben. Diese Menschen verlieren alles, was sie sich aufgebaut haben … und das nur, weil der Betrieb geschlossen wurde oder eine Krankheit eine Arbeitsleistung nicht mehr zulässt.

In die Zukunft blickend: „… Da gebe es Menschen, die schon lange arbeitslos seien. „Sie zu vermitteln wird schwierig, das geht vielleicht bis dahin über einen sozialen Arbeitsmarkt“, so der BA-Chef.

Nicht jeder, der Langzeitarbeitslos und dazu erkrankt als solches gilt, möchte kurz vor der Rente noch vermittelt werden. Das macht auch keinen Sinn. Mehr Rentenpunkte gibt es nach 40 Jahren in Vollzeit nicht und mehr Rente wird es am Ende auch nicht geben – auch wenn das für jeden vernünftig-denkenden Menschen unlogisch erscheint – sondern eher weniger. Das Argument: demografischer Wandel.

Beitrag komplett von Focus online.

Der Gesetzgeber ist mit weitreichenden Gesetzen für einen gut funktionierenden und sozialen Arbeitsmarkt gefordert. Die Vermittlung ist und bleibt Sache der Agentur für Arbeit. Die Übernahme der Vermittelten muss gesichert werden und das auf Dauer! Das wollen die Betriebe, die Arbeitgeber nicht! Gerade mittelständische und Großbetriebe lieben befristete Arbeitsverhältnisse, auch Zeitverträge genannt. Die Löhne können so gedrückt gehalten werden, Arbeitnehmer werden ausgebeutet. Daran hat die Anhebung des Mindestlohnes nichts geändert (Mindestlohngesetz).

DGB: Gesetzlicher Mindestlohn im Jahr 2018: 8,84 Euro pro Stunde. Laut Mindestlohngesetz wird der gesetzliche Mindestlohn alle zwei Jahre neu festgelegt.

DER SPIEGEL 48/2014 vom 20.11.2014 über Ausbeutung.

Die Ausbeutung führte zu Arbeiteraufständen, Kämpfe und starken Gewerkschaften. Kann man alles in der Geschichte der Gewerkschaften nachlesen.

Doch auch für kleinere Betriebe ist es oft schwer. Die IHK macht es Aufnahmewilligen Unternehmen (auch Kleinstbetriebe) schwer auszubilden oder Einstellungen aus berufsfremden oder ähnlichen Arbeitsbereichen zu tätigen, auch wenn die praktische* Qualifikation vorhanden ist.  (*ev. ohne Berufsausbildung, aber vorhandene Kenntnisse)

Krankenkasse und Serviceleistungen

Wenn nun ein/e langzeiterkrankte/r ArbeitnehmerIn alle schulmedizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, bleiben oft nur die medizinischen Leistungen, die von den gesetzlichen (und oft auch von den privaten) Krankenversicherungen NICHT übernommen werden. Doch wird die/der finanziell ausgebeutete Betroffene keine Chance auf Heilung oder mindestens Besserung haben, weil die Mittel fehlen.

Bei den hohen Gewinnen, die die Krankenkassen in den Jahren nach der Gesundheitsreform hatten, sind Zugeständnisse natürlich nicht drin. Überschuss könnte auch denen zu Gute kommen, die sonst keine Chance auf Linderung oder sogar Genesung haben.

Eine Rückkehr in den Beruf ist damit aussichtslos. Der soziale Abstieg unaufhaltsam. Obdachlosigkeit droht!

Wenige können nebenbei arbeiten gehen und sich eine Art Aufstockung der geringen Grundsicherung dazuverdienen. Aber Vorsicht !!! Außer Schwarzarbeit ist der Job anzumelden (geschieht über das Melden des Arbeitgebers bei Rentenversicherung und Krankenversicherung) und ca. 1/3 des Nettoverdienstes wird von den Zahlungen abgezogen.

Es gibt einige (noch sind es wenige) Betroffene, die sich das Leben nehmen … ich weiß nicht, was andere tun.

Krankenkassen bieten Serviceleistungen an, die man mit Eigenanteilzahlungen aufstocken kann. Das können die wenigsten Arbeitnehmer und RentnerInnen (mit niedrigem Verdienst und Zukünftige) noch leisten. Nebenher machen die Krankenkassen Milliardenprofit.

Doch wenn es darum geht, dass die/der Betroffene wieder eine Chance hätte in den Beruf zurückzukehren, wäre das nicht für alle Versicherten in Deutschland besser?

Rückkehr in den Beruf ausgeschlossen

div

Es gibt Erkrankungen, die mit einer speziellen oder besonderen Behandlung wieder gelöst, gelöscht können und würden für den Arbeitsmarkt bzw. für ihren Job wieder zur Verfügung stehen.

Stattdessen werden Zusatzleistungen, die aus dem Pool dank der Gesundheitsreform Agenda 2010 großzügig herausgenommen wurden, von keiner Krankenkasse bezahlt (Ausnahmen gibt es wenig).

Eine Zusatzleistung ist z.B. die Zahnprophylaxe oder professionelle Zahnreinigung. Das liegt sicher daran, dass die Manager der Krankenkassen und Politiker denken, dass RentnerInnen keine Zähne mehr brauchen. Die Krankenkassen bieten unterschiedliche Serviceleistungen an, aber 1 Prophylaxe pro Jahr muss/kann der Zahnarzt abrechnen.

Zu den Zusatzleistungen zählen auch Salben, deren Inhalt auf pflanzlicher Basis und damit ohne Kortison / Hydrokortison (künstlich erzeugtes Hormonpräparat, welches auch von der Niere / Nebennierenrinde erzeugt wird) versetzt ist, aber eben für eine Dauerbehandlung bei Hautkrankheiten [Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte)] angewendet werden kann. Kortison hingegen darf nur in einem bestimmten Zeitraum dem Körper bzw. den Nieren zugemutet werden. Die Daueranwendung schädigt bzw. behindert die körpereigene Produktion der Nebennierenrinde.

Die körpereigene Kortison-Produktion der Niere kann mit Kneippanwendungen angeregt werden. Bei einigen Patienten reicht das schon für eine Besserung, andere müssen künstlich nachhelfen. Aber um die Nieren nicht zu schädigen, muss die Gabe des künstlichen Kortisons in Dosierung und zeitlich begrenzt werden. Das Ausleiten von hohen Kortisongaben dauert ca. 10 Jahre*. In der Zeit darf kein Kortison eingenommen, gesalbt oder gespritzt werden. (Quellen: *Heilpraktiker K. Peinert [+], Wort: Duden, Latinum)

Zusatzleistung ist auch das Aufsuchen eines Chiropraktikers oder Homöopathen.

Link zum Kassenvergleich für Serviceleistungen

Einige Krankenkassen übernehmen Zusatzleistungen im Jahr von ca. 500,-€ (Information aus einer Praxis –  bitte erst nachfragen). Meine Recherche dazu: die Übernahme erfolgt bei der AOK bis 80% des privat zu zahlenden Betrages und auch nur dann, wenn Chiropraktiker / Homöopath eingetragener Arzt ist und z.B. anerkannte  Therapien / Schulmedizin anbietet. Hierfür ist dann wichtig, dass auf die Leistung entsprechend ausgewählt wird, die auch als Zusatzleistung deklariert ist.

Siehe auch die Geschichte der Gesundheitsreform.

„Die Rente muss reichen“

Nachdem der Staat den einzelnen Normalbürger ordentlich ausgenommen hat und an an den Rand des Existensminimums brachte, stellt sich die Frage, wie ein Rentenniveau erreicht werden kann, damit der Lebensabend für die jetzigen RenteneinsteigerInnen und künftigen Rentner noch überlebenswert bleibt.

Alterssitz?

Ich werde meinen Lebensabend ohne Freund verbringen müssen. Er hat mich im Stich gelassen, weil ich krank bin.

Ich brauche keine Millionen, ich verlange keine riesen Summen … aber wenn ich meine Miete plus Nebenkosten, die Verkehrsmöglichkeiten / Öffis und den Seniorennachmittag / soziale Kontakte und Medizin (auch jene, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden) nicht mehr leisten kann, mich auf ein Minimum für Lebensmittel beschränken muss, keine neue Kleidung mehr kaufen kann und für den Rest meines Lebens auf Urlaub verzichten muss, hat das mit Lebensqualität nichts zu tun. Dann habe ich umsonst über 40 Jahre gearbeitet.

Mein Apell richtet sich vor allem an die Politik und an jene, die zuviel von dem haben, was Alterssicherung bedeutet: Geld.

… nur so nebenbei: die „Erneuerung“ der Bundeswehr kostet über 12 Milliarden €uro. Das bezahlen WIR, die Steuerzahler.

Recherchestand: Mai 2018

… und im August 2022 haben Arbeitgebervertreter und -verbände zu der neuerlichen Idee, das Rentenalter auf 70 J. heraufzusetzen, Beifall geklatscht. Ich frage mich nur was das soll ! Immerhin müssen künftige ArbeitnehmerInnen ohnehin schon länger arbeiten, als das die Jahrgänge VOR 1958-geborene müssen. Würde ich weiter arbeiten, hätte ich 51 Jahreund 8 Monate auf dem Zettel und würde auch nur eine Armutsrente beziehen, weil kein Geld mehr da sien soll – Aussage DRV-MitarbeiterIn bei der Nachfrage, was ich nun tun soll oder kann.

Wenn Krankheit in die Armut führt

Überarbeitung im Februar/März 2022

Ohne Rücksicht und ohne Menschlichkeit

und Ohne Rücksicht auf die Gesundheit

Um das Recht auf ein Stück Lebensqualität durchsetzen zu können, muss man entweder reich sein oder einen Rechtsanwalt haben, der kostenlos arbeitet.
Beides habe ich nicht.

Es wird zum Trauma, denn der Kampf ist auch nach einer teilweisen Erwerbsminderungsrente (begrenzt bis Sommer 2024) nicht vorbei.

Historie

Nachdem ich im Jahre 2014 die Diagnose „Fibromyalgie“ erhielt, diverse Beratungen, Gespräche mit Ärzten, Rentenversicherungsträger, Rentenberatern, nach einem Klinikaufenthalt und einer Reha-Maßnahme, der Aussteuerung und Streichung fast sämtlicher Krankenkassenversicherungsleistungen, dem „Genuss“ einer ALG-I / -II (HARTZ IV) Zahlungsphase hinter mich gebracht hatte, folgte 2021 die Einstufung zur Rentnerin. Jedoch auch dabei gibt es wieder einen Harken.

Zuerst erklärte man mich X-Mal für Arbeitsfähig , trotz 5-fach-Erkrankungen. Dann strich mir die Agentur für Arbeit das ALG I (Arbeitslosengeld Eins) …

Am Anfang stand der Einstieg

Seit 1977 arbeite(te) ich als Technikerin im öffentlichen Dienst und gehör(t)e zum Mittelstand. Ich habe einen GdB 50 (Grad der Behinderung).

Seit 2015 bin ich krankgeschrieben und fast ebenso lange, kämpfe ich um mein Recht.
Mein Arbeitgeber lehnte die Tele- / Heimarbeit ab, die für Menschen mit Behinderungen und für Eltern in Erziehungszeiten oder für pflegende Menschen (u.a.) eingerichtet wurde. Heute – unter Pandemiebedingungen – ist das Homeoffice en vogue.

Die Deutsche Rentenversicherung* verweigert(e) mir die  Erwerbsunfähigkeitsrente, obwohl ich entsprechende Zeiten (über 35 Versicherungsjahre) vorweisen kann. Ich habe die Zeiten, die Rentenpunkte und könnte in Rente gehen. Aber man lässt mich nicht – trotz so vieler Menschen, die Arbeit suchend sind.

Diverse Gutachten haben im Ganzen kein Ergebnis gebracht, weil ich ein Mensch mit 5 verschiedenen Erkrankungen bin, aber jeder Gutachter nur seinen medizinischen Bereich beurteilt. Die Erkrankungen sind aber nicht kompatibel und man kann sie auch nicht wegdiskutieren.

Nach Jahren Dauerkrankschreibung  hat die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes eingestellt. Ich bekam Arbeitslosengeld, welches mich an den Rand der finanziellen Möglichkeiten brachte.

Anwälte, Verbände und Verbraucherzentralen oder der Sozialverband, der mich gegen die DRV * vertrat, arbeiten auch nicht kostenlos.
Die Klage gegen die Deutsche Rentenversicherung* (DRV-Bund in Berlin) über den Sozialverband ist, nach einem erpresserischen Vergleich (initiiert vom Sozialgericht in Absprache mit der DRV*) den ich unterschreiben musste, erledigt. Ich bekam dafür eine Reha-Maßnahme, die aber auch kein Ergebnis brachte.

Meine Reserven sind aufgebraucht und zwangen mich zu Krediten und Soforthilfen. Doch auch das muss zurückgezahlt werden.

Was eine Reha-Maßnahme ist und welche Gestzestexte aus dem Sozialgesetzbuch zur Verfügung stehen, kann man zusammengefasst bei wikipedia nachlesen.

Verfahren immer wieder von vorne

Erneuter Rentenantrag, Formulare ausfüllen. Das dauert – kostet Zeit und Geld. Doch ich habe keine Zeit mehr und Geld erst recht nicht. Das knappe Budget reicht nicht für eine Neuauflage. Ich bin insolvent. Reserven habe ich nicht (mehr).
Aus dem Strudel von wachsenden Schulden und Zahlungen für Miete bzw. Lebenshaltung, komme ich nicht mehr raus.

DIE nehmen mir jetzt alles weg. Ich habe kein Haus, kein Auto und keine sonstigen Reichtümer oder Werte in Form von Verträgen oder sowas.
Ich will nicht und kann nicht unter der Brücke schlafen … mit meinen Krankheiten bedeutet das … nein, das will ich nicht zu Ende denken. Ich habe riesige Angst.

Es folgte eine erneute Absage zur beantragten Erwerbsunfähigkeitsrente von der Deutschen Rentenversicherung. (Stand 18.06.2018)

Die Diskriminierung geht weiter …

Nachdem man mich ausgenommen und mittellos gemacht hat, nimmt das Elend kein Ende.

Meine Mama starb am 26.05.2020. Folgen: die Kosten für die Beerdigung. Die DRV hat mir als einziges Kind keine Rentenzahlung gegönnt – entsprechende Gesetzänderung fand ca. 2014 statt, wonach die Kinder kein Anrecht mehr auf eine oder zwei Renten haben. Doch damit hätte ich die Beerdigung beim Beerdigungsinstitut bezahlen können. Nun habe ich wieder Schulden. Bisher weigert sich das Sozialamt zu bezahlen. Sie meinten: da gibt es doch eine Sterbe-VS. … ich habe eine andere Info.

Ja, die Police hatte ich. Es ist aber nichts eingezahlt. Meine Mama hat vergessen Geld zu überweisen! Das Sozialamt hatte Einsicht in das Konto meiner Mutter. Ich musste damals eine Erlaubnis unterschreiben, weil sie mir nicht trauten und dachten, ich würde die ‚Millionen‘ verunträuen. Sie meinten sicher die fehlenden Millionen. Die Bankkonten sind aufgelöst, weil auch die Kontoführungsgebühren ich tragen musste – trotz ALG-II – und das Sozialamt auch diese ablehnte zu bezahlen. Aber das Sozailamt kann bis 10 Jahre rückwirkend die Konten einsehen. Sie würden keine Überweisung in der Höhe finden.

seit 2015 befinde ich mich im Dauerstress mit Behörden (obwohl ich selbst bei einer Behörde 40 J. tätig war).

Der Sozialverband VdK schreibt:

Fragestellung: „Haben in Deutschland alle Menschen die gleichen Möglichkeiten? Wie stark ist das spätere Leben von den Verhältnissen geprägt, in die Kinder geboren werden?“

Mit Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, bespricht VdK-Präsidentin Verena Bentele, was für mehr für Chancengerechtigkeit in der Bildung und im Arbeitsleben getan werden muss. #Kindergrundsicherung = Podcast

Klar ist schon lange, dass arme Familien ihr Arm-sein an die Kinder vererben. Leider werden auch jene in die Armut rutschen, die das bisher erfolgreich verhindern konnten – und das hat System.

Das Einkommen spielt eine Rolle … je Ärmer, desto geringer die Lebenserwartung. Auch das hat inzwischen System.

Folgen einer verfehlten Politik

Es ist ja schon ein „No-Go“ an sich, dass man als Arbeitslos gilt, wenn man ist krank ist – krankgeschrieben und nicht arbeitslos !!!

Natürlich wird erst einmal alles „abgegraben“ was vorhanden ist … danach ist man entweder Tod, weil man über die Sache hinweggestorben ist, oder man nagt am Existenzminimum = nach einem arbeitsreichen Leben, in dem man eigentlich für seinen Lebensabend vorgesorgt hatte … dachte man … „Die Rente ist sicher!“ … der wohl berühmteste Satz in Sachen Rentenreform. … Der 2. Satz: „Die Rentenformel wird von mir nicht verändert“ (1996) … „Eine Rentenreform ohne Umfinanzierung wird von mir nicht vorgelegt.“ (1997) … stammt alles von Norbert Blühm. Es waren glatte Lügen! Hört und lest selbst: Deutscher Bundestag. … doch die Rede hat ihre Fehler … der demografische Faktor war schon in den 1980er Jahren „Schnee von Gestern“. Und „Wir werden das wieder abschaffen“ war dann auch eine Lüge, wenn nicht Unwissen, des Herrn Rudolf Dreßler (SPD) an dem Podium. Zur Ehrenrettung: damals ahnte auch Herr Dreßler nicht, dass Kanzler Gerhard Schröder mehr ein Kapitalist ist/war, der vergaß, wie Sozialpolitik FÜR die Menschen funktioniert.

Nach der Rentenreform wurde viel geredet, aber bis heute nicht zurückgenommen. Die SPD legte mit der Agenda 2010 nach und verpasste den Bürger*innen und der DRV den Todesstoß ! = siehe auch Wahlprogramm.

Damals war schon klar, wo die Reise hingeht. Doch dass es auch Menschen treffen könnte, die krank sind, wird so manchem erst klar, der in diese Lage gerät – dazu gehöre ich.

Wie geht es weiter?

Die Informationen hatten sich Ende des Jahres 2019 schon überschlagen, indem der Sozialverband VdK die Regierung (CDU) aufforderte die langjährigversicherten ErwerbsminderungsrentnerInnen aus der Altersarmut zu holen und die Altersrenten entsprechend der eigentlichen Rentenhöhe anzupassen. Doch das ging nach hinten los, weil die Regierung diese EMRentenerhöhungen an ein Datum knüpften. Alle ErwerbsminderungsrenterInnen, die VOR dem 31.12.2018 einen Antrag auf EMRente stellen mussten, bleiben in der Altersarmut. Alle Betroffenen die ab dem 01.01.2019 einen Antrag auf Erwerbsminderung stellten, haben Glück: sie erhalten annähernd die Rente, die sie erhalten würden, wenn sie bis zum Eintritt in die Altersrente weiter gearbeitet hätten.

Erklärung: Langzeitversicherte sind nach Gesetz jene Menschen, die über 35 Jahre gearbeitet haben.

Ich habe mit meinem 40-jährigen Dienstjubiläum den Nachweis, dass ich zu dieser Gruppe zählen müsste, aber durch das eingesetzte Datum werde ich nun um 40 Jahre Arbeit und Rentenbeitragszahlungen betrogen.

Ich werde klagen … aber dafür braucht es Kapital.

Wer mich unterstützen möchte, kann dies auf folgendes Spendenkonto:

Commerzbank / IBAN: DE87250800208338094400 / BIC: DRESDEFF250

Vielen Dank, Eure/Ihre Francis

DON KOSAKEN CHOR

SERGE JAROFF ®

Der wohl berühmteste Chor der Welt

Heute unter der Leitung von WANJA HLIBKA

… ist Gesang in Reinform

Ich habe sie schon einmal gesehen und gehört. Die Männer des Don Kosaken Chores scheinen nicht zu altern. Und doch, es gibt ihn … den Generationenwechsel. Und trotz des Wechsels, sind sie einmalig.

Die Annahme, es handele sich bei den Sängern um Russen, ist jedoch falsch. Die meisten Sänger kommen aus der Ukraine und sind weder mit dem Don in direkte Verbindung zu bringen, wie mit den Kosaken. Glaubt man aber der Geschichte, so sind sie genauso zusammengewürfelt, wie die Ur-Kosaken. Nur reiten sie nicht auf Pferden auf die Bühne und kriegerisch sind sie auch nicht. Das haben diese Männer auch nicht nötig. Sie erobern Herzen mit jedem Ton, jeder Hingabe und mit der Liebe zur Musik.

Ausverkauft: viele Zuschauer und Zuhörer sind gekommen

Ausverkauft, Blick zum Eingang

Meinen Platz fand ich ganz vorn, denn ich wollte Aufnahmen machen. Nicht nur Fotos, sondern auch einwenig von dem Gesang. Ich konnte einen fantastischen Platz ergattern. Es ist manchmal von Vorteil, wenn man allein unterwegs ist.

Zuschauerraum zum Altar: die Bühne

Zuschauer warten auf den Chor. Blick zum goldveredelten Holz-Altar

Don Kosaken Chor

Vor jedem Gesangsblock wird der Inhalt erklärt, zweisprachig von Walodimir Pasdriy.

Don Kosaken Chor

Dirigent: Daniyil (in Vertretung von Wanja Hlibka)

Einer der berühmtesten Chöre der Welt gab unter der Leitung des Gründers und Dirigenten, Serge Jaroff, in Paris 1979 unter Beifallsstürmen sein letztes Konzert.

Doch der Chor stand auf und setzt die unglaubliche Geschichte des Gründers fort.

Wanja Hlibka, einer der Solisten noch unter der Leitung Serge Jaroff, trat das große Erbe an.

Wanja Hlibka hat in Moskau Kirchenmusik studiert und sich in besonderem Maße der sakralen Musik gewidmet. Diese Tradition ausdruckstarker liturgischer Gesänge folgend pflegt das heutige Ensemble weiter. Der Chor bringt deshalb sowohl sakrale Gesänge aus der russisch-orthodoxen Kirche, als auch die bekannten und beliebten russischen Volksweisen und klassischen Chorwerke zu Gehör. Das Repertoire entspricht dem des Chors unter der Leitung Serge Jaroffs.

Ebenfalls entsprechend der großen Tradition verfügt der Don Kosaken Chor Wanja Hlibka über eine große Bandbreite aller Klangfarben, beginnend mit der spielerischen instrumental klingenden Untermalung eines Soloparts, bis hin zu einem stimmgewaltigen orchestralen Gesamtklang.

Der Don Kosaken Chor Wanja Hlibka ist ein a capella Chor der Spitzenklasse. Selbst in großen Konzerthallen wie der Musikhalle Hamburg, der Messehalle Frankfurt/Main, Philharmonie Köln oder dem Gewandhaus Leipzig wird live und ohne Zuhilfenahme von Verstärkungen gesungen.

Seit 1991 bestritt der Chor bereits wieder mehr als 250 Konzerte jährlich, sowie viele Fernsehauftritte.
Dies alles verhalf dem Don Kosaken Chor Wanja Hlibka zu seiner großen Popularität.

 

Don Kosaken Chor

Einer der Baß-Sänger

Don Kosaken Chor

Generationenübergreifend.

Der Don Kosaken Chor von 1921 bis 1979

Die ersten Proben begannen 1921 im Internierungslager in Griechenland. Hier in der Weltabgeschiedenheit blieb den Kosaken sehr viel Zeit, die Lieder der Heimat zu singen. Heimweh im Herzen, zermürbt von der Ungewissheit was werden soll.
Als sie nach einiger Zeit nach Bulgarien verlegt wurden, war der Chor zu einem beachtlichen Klangkörper gewachsen. Man sprach schon über den Don Kosaken Chor. So wurde auch Serge Jaroff gebeten, mit seinem Chor an die russische Gesandtschaftskirche nach Sofia zu kommen. Nun sang der Chor am Sonntag in der Kirche, während sie wochentags arbeiten konnten.

Als ein Fabrikant aus Frankreich Serge Jaroff und seinem Chor Arbeit in einer Fabrik anbot, trat der ganze Don Kosaken Chor die Reise nach Frankreich an. Doch sie kamen nur bis Wien. Hier wurde Serge Jaroff mit dem Vertreter des Völkerbundes bekannt, der einen Auftritt in der Wiener Hofburg ermöglichte. Dies war das erste wirkliche Konzert auf einer richtigen Bühne vor einem erwartungsvollen Konzertpublikum.

Zwei Monate sang der Chor in Österreich, und er wurde anschließend für eine Konzertreise durch die Tschechoslowakei und die Schweiz verpflichtet. Ein neuer Lebensabschnitt begann, die Welt sah plötzlich ganz anders aus. Die großen Bühnen der Welt standen Jaroff und seinen Leuten offen. 1924 gab der Don Kosaken Chor die ersten Konzerte in Deutschland, zog weiter nach Belgien, Holland, England und Frankreich. Das 100. Konzert konnten sie in Budapest feiern. Sie lebten in Berlin bis 1939, als der 2. Weltkrieg ausbrach. Es gelang allen Chormitgliedern, rechtzeitig nach Amerika zu kommen, wo sie sesshaft wurden und die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielten. Der Chor bereiste nun Mexico, Kuba, Süd- und Zentralamerika und drehte in Hollywood mehrere Filme.

1945 kamen sie wieder nach Deutschland, um für die amerikanischen Besatzungstruppen zu singen. So sang der Don Kosaken Chor in Königshäusern und fast allen Sälen der Welt, bis Serge Jaroff am 20.03.79 nach ca. 10.000 Auftritten sein letztes Konzert in Paris dirigierte.

Was für eine Geschichte …

Don Kosaken Chor

Der Don Kosaken Chor vor goldener Kulisse

Ich habe jede Minute genossen und ich werde wieder kommen … Im nächsten Jahr sind die Don Kosaken wieder unterwegs in Deutschland.

Termine und Orte finden Interessierte hier: Tourneeplan

Mehr vom Chor und nicht nur für die Augen folgt auf YouTube … bitte um Geduld.

Film 00

Film 01

Film 02

Film 09

Der Text in kursiver Schrift stammt von der

Webseite des DON KOSAKEN CHOR SERGE JAROFF

95 Protestnoten

Martin Luther war wohl der erste Prostestler, der eine neue Glaubensgemeinschaft schuf. Seine Anhänger nannten sich fortan Protestanten und waren vereint als Lutheraner in der neuen Evangelischen Kirche.

Reformation, Martin Luther - Messe

Reformation, Martin Luther – Messe in der Gartenkirche, Hannover

Im Luther-Jahr wurde erstmals die Reformation als Feiertag gefeiert.

Martin Luther war ein Revoluzzer, der den kirchlich verordneten Ablass in seinen 95 Thesen anprangerte. Die katholische Kirche schürte die Angst vor dem Höllenfeuer nach dem Tod, indem sie behauptete, dass man sich die Seele freikaufen müsse. Doch die Menschen waren arm. Mit Argwohn betrachtete Luther die Ausbeutung der Bevölkerung. Die Besinnung auf das, was Kirche sein sollte und Jesus predigte, war Nächstenliebe und Hilfestellung. Dem Theologiestudenten und späteren Lehrer Martin Luther kamen die grundlegenden Gedanken der Bibel zu kurz. Für die Kirche stand die finanzielle Einnahme eindeutig im Vordergrund. Aufmüpfige, die sich gegen die Erniedrigungen durch die Kirche wehrten, wurden kurzerhand zu Ketzern erklärt und mussten fürchten gefoltert zu werden und auf dem Scheiterhaufen zu enden.

Luther bemängelte außerdem, dass nur Gebildete die Bibel lesen konnten die Latein verstanden und nicht das gemeine Volk. Als er schließlich untergetaucht auf der Wartburg saß, übersetzte er die Bibel in die Deutsche Sprache. … Wissen ist Macht.

Mögen die Menschen die Bibel lesen,

werden sie sich an Wissen bereichern,

danach leben und handeln.

Collage: "Die Gläubige"

Collage: „Die Gläubige“

Doch damit nicht genug.

Der Buchdruck war von Johann Gutenberg erfunden und die Thesen, wie später auch die übersetzte Ausgabe der Bibel, gingen in die erste Massen-Produktion. Überzeugte Anhänger beförderten die gedruckten Thesen in alle Winkel des Römisch-deutschen Reiches. Die Verbreitung der Thesen und der Heiligen Schrift hatte zur Folge, dass die Gläubigen erstmals nachlesen konnten, was die Kirche ihnen bis dahin durch Kirchenvertreter, dem Pfarrer, verlesen ließen – vieles wich ab. Erstmals war eine abweichende Interpretation des Textes nicht mehr möglich. In der Folge wurde die Bibel zum meistverkauften Produkt und Marketing hat man nebenbei auch noch erfunden.

Originaler Buchdruck der Luther-Bibel aus 1620

Luther-Bibel – Originaldruck von 1660

Die Verbreitung hatte zur Folge, dass Martin Luther die Menschen hinter sich hatte, die sich nach Veränderung und Gerechtigkeit sehnten. Die Kirche hatte an Macht zwar nicht verloren, doch die Masse stellte eine nicht zu unterschätzende Kraft dar. Davor hatten letztlich alle Herrschenden Angst. So begannen Revolutionen … .

Doch was Luther nicht voraussehen konnte, war der Beginn eines Glaubenskrieges, den sich auch andere Machthungrige zunutze machten: der Dreißigjährige Krieg.

Im Gegensatz zu dem, was Martin Luther bezweckte, gab es eine politische Neuordnung und von ca. 18 Millionen Bürgern sind angenommene 6 Millionen in der Zeit gewalttätig unmittelbar oder folglich gestorben. Eine Mitteleuropäische Katastrophe, die nur noch durch die zwei Weltkriege im 20. Jhd. übertroffen wurde. Die Kirche jedoch sollte in der Folge der Reformation an Einfluss verlieren.

Reformation, Martin Luther - Messe

Pastor Dietmar Dohrmann bei der Messe

Zum 500. Reformationsjahr 2017 wurde in verschiedenen Kirchen ein besonderer Film über das Leben Martin Luthers aus dem Jahre 1927 gezeigt. Ich bin mir zwar sicher, dass Luther diesen wie auch alle anderen Versionen zu seinem Leben, nicht gemocht hätte, dennoch ist der Film gelungen. Nicht zuletzt die schauspielerische Darstellung spricht für sich. Die Atmosphäre in der Kirche und die Akustik haben den filmischen Charakter unterstrichen. Mit einer Abspielzeit von 112 Minuten, ist das Videomaterial inklusive Versandkosten für ca. 30,- €uro beim Bundesarchiv auszuleihen. Ein DVD-Kauf ist nicht möglich.

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Die Orgel mit Decken-Schlussstein im Chorraum, ein Seitenfenster und ein Seiteneingang

Die Gartenkirche ist nicht ganz so alt, wie die Luther-Bibel aus dem Jahre 1660 aus dem Nachlass von Jürgen Holdgrün. Der Gartenfriedhof ist indes berühmt, weil Prominente, darunter die Jugendfreundin Goethes Charlotte Buff, die in dem Werk „Die Leiden des jungen Werther“ verewigt wurde, dort ihr Grabmal hat. Charlotte Kestner, wie sie nach ihrer Heirat hieß, trug mit der familiären reichhaltigen Kunstsammlung zur Gründung des Kestner-Museums bei.

Historische Kirche im Luther-Fieber, 2002 renoviert

Historische Kirche im Luther-Fieber, 2002/5 renoviert

Die Renovierungsarbeiten standen ganz im Zeichen der Rückbesinnung auf das originale Erscheinungsbild der Kirche. Die Betonempore wurde abgerissen und durch eine Natursteinempore ersetzt. Die Orgel bekam ihren ursprünglichen Standort auf der Westempore wieder. Der Originalfußboden wurde wieder freigelegt und restauriert. Die historische Farbfassung wurde wieder aufgenommen und beispielhaft an „historischen Sichtfenstern“ freigelegt. (Textauszug: Webseite der Gartenkirche)

Eines der Schätze an dieser Kirche ist die Monduhr

Eines der Schätze an dieser Kirche ist die Monduhr

Die Renovierung ist gelungen.

 

Titelbild: Inschrift eines in den Boden eingelassenen Grabsteines, Empore                             (… wird sichtbar, wenn man den Titel 95 Protestnoten anklickt)