Ohne Rücksicht auf die Gesundheit

Eintreten für Gerechtigkeit und Lebensqualität

Um das Recht auf ein Stück Lebensqualität durchsetzen zu können, muss man entweder reich sein oder einen Rechtsanwalt haben, der kostenlos arbeitet.
Beides habe ich nicht.
Ich wurde für Arbeitsfähig erklärt, trotz 5-facher Erkrankungen.

Ich arbeite seit 1977 als Technikerin im öffentlichen Dienst und gehöre zum Mittelstand. Seit 2015 bin ich krankgeschrieben und fast ebenso lange, kämpfe ich um mein Recht. Mein Arbeitgeber lehnt die Tele- / Heimarbeit ab, die extra für Menschen mit Behinderungen und für Eltern in Erziehungszeiten oder für pflegende Menschen zugutekommen sollte.

Die Deutsche Rentenversicherung* verweigert mir die Erwerbsunfähigkeitsrente, obwohl ich alle dafür erforderlichen Zeiten (über 35 Jahre Vollzeit ohne Unterbrechung, in 2017 40-j. Jubiläum) erfülle. Ich könnte in Rente gehen. Aber man lässt mich nicht – trotz so vieler Menschen, die Arbeit suchend sind und trotz meiner Erkrankungen, die mich aus dem Leben gekickt haben.

Die Kosten für diesen Kampf gegen die Behördenwillkür sind enorm. Während ich immer weniger Geld zum Leben habe, verbrauchen diese Behörden Tag um Tag, Monat um Monat, Jahr um Jahr – auf meine Kosten. Meine finanzielle Situation ist desaströs.

Der Anwalt für Arbeitsrecht musste bezahlt werden und der Sozialverband, der mich gegen die DRV vertrat, arbeitete auch nicht kostenlos.

Diverse Gutachten haben im Ganzen kein Ergebnis gebracht, weil ich ein / 1 Mensch mit 5 / fünf Erkrankungen bin. Jeder Gutachter hat nur seinen medizinischen Bereich beurteilt. Die Erkrankungen sind aber nicht untereinander kompatibel und man kann sie auch nicht wegdiskutieren.

Nach 2 Jahren Dauerkrankschreibung wurde ich 2017 ausgesteuert. Die Krankenkasse hat die Zahlung des Krankengeldes eingestellt. Jetzt bekomme ich Arbeitslosengeld*², welches mich an den Rand der finanziellen Möglichkeiten gebracht hat. Meine Reserven sind aufgebraucht und zwangen mich zu privatfinanzierten und zinslosen Krediten und Soforthilfen. Doch auch das muss zurückgezahlt werden.

Die Klage gegen die Deutsche Rentenversicherung* über den Sozialverband (SoVD) ist, nach einem erpresserischen Vergleich – initiiert vom Sozialgericht in Absprache mit der DRV* – den ich unterschreiben musste, erledigt. Ich bekam dafür eine Reha-Maßnahme, die aber auch kein eindeutiges Ergebnis brachte. Im Gegenteil.
Auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung ist vom Erhalt der Erwerbsunfähigkeitsrente die Rede. Was dort nicht steht: es ist kaum durchsetzbar.

Was eine Reha-Maßnahme ist und welche Gestzestexte aus dem Sozialgesetzbuch zur Verfügung stehen, kann man zusammengefasst bei wikipedia nachlesen.

Jetzt beginnt das Verfahren von vorne

Rentenantrag, Warten auf Formulare – unter anderem vom Arbeitgeber, der Krankenkasse und Agentur für Arbeit. Das dauert – kostet Zeit und Geld. Doch ich habe keine Zeit mehr und Geld erst recht nicht. Das knappe Budget des ALG*² reicht nicht für eine Neuauflage. Ich werde aber nur noch bis Januar 2019 Geld aus dem ALG-Topf bekommen.

ALG-Berechnung_2017

ALG 1 Rechner

Das sieht viel aus? … wenn man aber vorher noch fast 2000,-€ Netto zur Verfügung hatte und bedenkt, dass sich die Kosten für Miete +NK +Energie, Lebenshaltung (Nahrungsmittel, Toilettenartikel) und Medikamente (teils auf Rezept, überwiegend Selbstzahler) nicht reduzieren, sondern eher erhöhen durch Preissteigerungen und diese Kosten abzieht, sieht es am Ende trübe aus.

Finanzielle Verpflichtungen u. Abhängigkeiten laufen derweil weiter und reißen mich immer tiefer – trotzdem ich fast alles gekündigt habe. Und Urlaub? Seit 4 Jahren ein Fremdwort. Aus dem Strudel von wachsenden Schulden und Zahlungen für Ausgaben, wie Miete und Lebenshaltung, komme ich allein nicht mehr raus.

Die Frage stelle ich mir seit 2 Jahren: wie soll ich das alles bezahlen?
Und was kommt im Januar 2019 auf mich zu?
Nehmen DIE mir dann alles weg?
Muss ich dann unter der Brücke schlafen? … mit meinen Krankheiten bedeutet das … nein, das will ich nicht zu Ende denken. Ich habe Angst.

Meine Bitte richtet sich an alle, die mich bei meinem Kampf gegen bestehende unfaire Gesetze, gegen falsche Lesbarkeit von Rechten und Pflichten, und Menschen mit Behinderung und mit Erkrankungen finanziell unterstützen wollen. Damit ich meinen Kampf bestreiten und auch morgen noch in meiner Wohnung wohnen kann.
Es wird ein langwieriger und harter Kampf, der schon begonnen hat.
Ich habe einen Rechtsanwalt gefunden, der mich hoffentlich gegen die Reha-Einrichtung vertreten kann. Ob dieser Rechtsanwalt auch den Kampf gegen die DRV aufnimmt? Immerhin sind es politische Grundsatzentscheidungen gegen die Wir angehen. Es ist bleibt eine Geldfrage.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Klagen, ein Ergebnis für alle Behinderte und Betroffene erzielen kann, die jedem helfen und vor Behördenwillkür und Mobbing durch Ärzte in der Zukunft schützen und rechtlich absichern.

Es muss ein System für die Menschen sein und nicht gegen sie.

Unterstützt mich bei meiner Kampagne

Vielen Dank
Eure/Ihre Francis

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